Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS)

Aktuelles

  • 31.08.2018 15:17

    Ehrenamtspreis des Hessischen Denkmalschutzpreises 2018 für die Interessengemeinschaft Jüdischer Friedhof Bad Soden

    Die Interessengemeinschaft Jüdischer Friedhof Bad Soden ist mit dem Ehrenamtspreis des Hessischen Denkmalschutzpreises 2018 geehrt worden. Nach dem Urteil der Jury hat die Interessengemeinschaft vorbildliche Erinnerungsarbeit geleistet und dazu beigetragen, dass ein besonderes Kulturdenkmal nun hervorragend dokumentiert ist. Das Landesamt freut sich mit Elisabeth Hammerbeck und allen Beteiligten. Ihrem Engagement ist zu verdanken, dass der Jüdische Friedhof in Bad Soden nicht nur beispielhaft aufgearbeitet wurde, sondern auch über das Landesgeschichtliche Informationssystem Hessen recherchierbar ist. → Nähere Informationen zu dieser besonderen Würdigung finden Sie im Web-Angebot des Landesamts für Denkmalpflege.

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  • 17.08.2018 14:10

    Erweiterung der Hessischen Biografie

    Die Bearbeitung der Hessischen Biografie schreitet weiter in großen Schritten voran. Mittlerweile sind mehr als 12.000 Biogramme zu Personen, die in Hessen (in seinen heutigen Grenzen) geboren oder gestorben sind oder dort gewirkt haben und dabei öffentlich in Erscheinung getreten sind, über die zugehörige Datenbank recherchierbar. Darüber hinaus konnte die Anreicherung der Datensätze mit Normdaten erheblich ausgeweitet werden, was vor allem dem ehrenamtlichen Engagement von Ralf Empl geschuldet ist. Der Münchener IT-Berater hat eine große Zahl von Normdatensätzen in der gemeinsamen Normdatei angelegt und dabei die Hessische Biografie als Datenquelle genutzt. Dank seiner Mitwirkung konnte der Anteil an Datensätzen mit GND-Verlinkung auf rund 80% gesteigert werden.

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  • 15.06.2018 07:34

    Erweiterung des Moduls Jüdische Grabstätten

    Mit der Bearbeitung des jüdischen Friedhofs von Roth, Gemeinde Weimar (Lahn), sind nunmehr fast 17.300 jüdische Grabstätten über das gleichnamige LAGIS-Modul recherchierbar. Die Aufbereitung der Datensätze wurde vom Wettenberger Kulturwissenschaftler Andreas Schmidt vorgenommen, der auch weiterführende archivische Forschungen zu den Verstorbenen unternahm und neue Fotografien von allen Grabsteinen anfertigte. Die Dokumentation des jüdischen Friedhofs von Roth konnte damit zum 20-jährigen Jubiläum der Eröffnung der Landsynagoge Roth als Gedenk-, Kultur- und Lernort im Juni 2018 abgeschlossen werden.

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  • 07.12.2016 17:19

    Kreisbeschreibungen im Ortslexikon abgeschlossen

    Mit dem Erscheinen des Landkreises Kassel konnten die Landkreisbeschreibungen im Ortslexikon abgeschlossen werden. Für die 21 Landkreise und 5 kreisfreien Städte in Hessen liegt damit jeweils eine Übersichtsdarstellung vor, die in die historische Entwicklung einführt. Aufrufbar sind diese sowohl über den Menüpunkt „Landkreise A-Z“ als auch über den (i)- Button in der Kopfzeile der einzelnen Ortslexikonsartikel.

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  • 26.10.2016 10:00

    Atlasmappen „Bad Orb“ und „Bad Homburg“ in LAGIS veröffentlicht

    Seit dem 26. Oktober 2016 sind die Karten, Sonderblätter und Texthefte der Altasmappen „Bad Orb“ und „Bad Homburg“ des Hessischen Städteatlasses über das Landesgeschichtliche Informationssystem Hessen zugänglich. Die einzelnen Kartenblätter werden in verschiedenen Formaten und Auflösungen angeboten. Die den Textheften beigegebenen Gebäudeverzeichnisse wurde zusätzlich datenbankgestützt erfasst, so dass die enthaltenen topografischen Objekte auch im Kontext der weiteren bereits erfassten Lieferungen recherchierbar sind.

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  • 21.10.2016 13:45

    Digitales Gebäudebuch Bad Homburg weiter ausgebaut

    Das im März 2016 öffentlich vorgestellte Digitale Gebäudebuch Bad Homburg hat jüngst eine Reihe von Ergänzungen erfahren. Die Einarbeitung der umfangreichen Bauakten-Überlieferung konnte abgeschlossen werden. Zusätzlich wurde das Modul um zahlreiche historische Fotografien (vgl. z.B. den zum 2. Kurhaus gehörigen → Küchenbau), Skizzen, Pläne und Grundrisse ergänzt (vgl. das Gebäude → Louisenstraße 62). Das Digitale Gebäudebuch wird in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Bad Homburg entwickelt. Es ist auch über den Menüpunkt → Projekte auf den Seiten zum → Hessischen Städteatlas erreichbar.

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  • 20.09.2016 11:20

    Modul Jüdische Grabstätten weiter ausgebaut

    Mit der Bearbeitung des jüdischen Friedhofs von Dieburg ist die Zahl der über das betreffende LAGIS-Modul recherchierbaren jüdischen Grabstätten auf über 16.000 gestiegen. Für die Aufbereitung der Datensätze – wozu u.a. die Sacherschließung sowie die Bearbeitung der Abbildungen gehören – konnte erneut Dr. Bernd Vielsmeier gewonnen werden.

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  • 02.08.2016 15:35

    Marburger Professoren­katalog online veröffent­licht

    Der Marburger Professorenkatalog online ist ein gemeinsames Projekt des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde und des Archivs der Philipps-Universität Marburg. Er soll alle verstorbenen Professoren der Marburger Universität umfassen und wird sukzessive fortgeführt. Die biographischen Artikel enthalten die Lebensdaten der betreffenden Person sowie einen kurzen Abriss des Werdegangs, der akademische Stationen und Qualifikationen ebenso wie berufliche Tätigkeiten umfasst. Auch familiäre Verbindungen werden aufgezeigt. Jeder Artikel enthält zudem Hinweise bzw. Links zu weiterführenden Quellen und Literaturtiteln. Datenquelle für diesen ersten Professorenkatalog einer hessischen Universität ist das LAGIS-Modul Hessische Biographie, über das auch die Ergänzung bzw. Bearbeitung der betreffenden Datensätze erfolgt.

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  • 29.04.2016 15:49

    10000. Datensatz in der Hessischen Biografie

    1892 wurde Wilhelm Roser außerordentlicher Professor der Chemie an der Universität Marburg.Mit dem jüngst erstellten Biogramm zu seiner Person hat die Hessische Biografie die Schwelle von 10.000 Einträgen erreicht. Ergänzungen erfährt das Modul aktuell vor allem durch Arbeiten, die der Vorbereitung eines Marburger Professorenkatalogs dienen.

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  • 21.03.2016 17:08

    Digitales Gebäudebuch Bad Homburg vorgestellt

    Mit der öffentlichen Vorstellung des Digitalen Gebäudebuchs Bad Homburg steht die in Kooperation mit dem dortigen Stadtarchiv entstandene neue Anwendung zur Baugeschichte des Kurviertels nun als eigenständige Einheit innerhalb von LAGIS allen Interessierten zur Verfügung. Nähere Einzelheiten zum neuen, im Layout der Stadt Bad Homburg gehaltenen Angebot sind über die Projektdetails verfügbar, die Startseite erreichen Sie über den nachfolgenden Link.

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  • 11.01.2016 08:00

    Modul Gerichtsstätten in Hessen maßgeblich erweitert

    Das auf den Arbeiten von Dr. Wilhelm A. Eckhardt basierende Modul Gerichtsstätten in Hessen wurde in seinem Umfang jüngst um mehr als 35 Prozent erweitert. 2014 hatte der Leitende Archivdirektor a.D. damit begonnen, die Erfassung der Dorfgerichtsstätten, d.h. der Dorfanger und Lindenplätze, auf das südliche Hessen auszudehnen. Mit dem vorläufigen Abschluss dieser Arbeiten umfasst das Inventar nunmehr 562 Beschreibungen von Gerichtsstätten, deren historischer und heutiger Zustand mit mehr als 1000 Fotos, fast 300 Ausschnitten aus zeitgenössischen Karten und weiteren Ansichten und Plänen dokumentiert wird.

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  • 12.12.2015 12:00

    Hessen-Nassauisches Wörterbuch: abschließende Lieferung der Buchstabenstrecke L-Z online verfügbar

    Für das Hessen-Nassauische Wörterbuch ist die im Frühjahr 2015 im Druck erschienene Lieferung mit der Buchstabenstrecke ZänkebockZyrese nun auch online verfügbar. Die von Heinrich J. Dingeldein bearbeitete Lieferung – sie umfasst rund 1840 Lemmata in 150 Spalten – wird hier in Form einer PDF-Datei zur Verfügung gestellt.

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  • 13.11.2015 11:31

    Fotoalbum des Kriegsfreiwilligen Carl Freese freigeschaltet

    Im Rahmen einer kleinen Veranstaltung im Institut für Personengeschichte in Bensheim wurde am Freitag den 13. Nov. 2015 das Fotoalbum des jungen Kasseler Soldaten Carl Freese aus den Jahren 1915-1918 für die Öffentlichkeit freigeschaltet.
    Carl Freese, der das Fotoalbum vor 100 Jahren angelegt hat, wurde am 26. Januar 1897 als Sohn des praktischen Arztes Dr. med. Ernst Freese und seiner Frau Auguste in Kassel geboren. Seit 1906 besuchte er dort das Städtische Realgymnasium, das er 1915 mit dem Reifezeugnis verließ. Als Schüler war der musisch begabte Carl Freese vielfältig interessiert und beschäftigte sich u.a. auch mit dem Fotografieren, was sicherlich mit zur Entstehung des Fotoalbums aus der Zeit des Ersten Weltkriegs beigetragen hat. Am 21. Juni 1915 trat er als Kriegsfreiwilliger in das 1. Kurhessische Feldartillerie-Regiment Nr. 11 in Kassel ein und wurde im Mai 1916 zum Unteroffizier befördert. Von Mitte 1915 bis zum Kriegsende im November 1918 war er sowohl an der Ostfront wie an der Westfront eingesetzt. Im Januar wurde er als Offiziersanwärter und ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse aus dem Militärdienst entlassen.
    Seit Februar 1919 studierte Carl Freese Chemie an der Universität Göttingen. Unter seinem Lehrer, dem späteren Nobelpreisträger Prof. Adolf Windaus, wurde er zum Dr. phil. promoviert. Am 1. Mai 1927 trat er in das Forschungslabor der Pharmazeutischen Fabrik Knoll AG in Ludwigshafen ein. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er als Beobachtungsoffizier eingezogen und zunächst an der Westfront, dann bis 1944 an der Ostfront eingesetzt, bis er “unabkömmlich“ gestellt wurde und wieder bei der Knoll AG arbeiten konnte. Nach dem Verlust seines Arbeitsplatzes infolge von Kriegszerstörungen und Demontagen wanderte er 1950 nach Bogotá (Kolumbien) aus, um seiner Familie, die sich in Bensheim-Auerbach niedergelassen hatte, das Überleben und seinen beiden Kindern Abitur und Studium zu ermöglichen. 1965 kehrte Carl Freese nach Auerbach zurück, wo er am 16. April 1972 im Alter von 75 Jahren starb.
    Das wohlerhaltene Fotoalbum der Jahre 1915-1918 wurde von der Tochter Carl Freeses, Frau Dr. Helga Freese (Bensheim-Auerbach), dem Institut für Personengeschichte übergeben. Im Rahmen der Arbeiten am Modul "Hessische Quellen zur Geschichte des Ersten Weltkriegs wurde das Album im Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg gescannt und von Miriam Grabarits und Prof. Dr. Otto Volk bearbeitet. Auf den 45 Albumseiten sind rund 350 Bilder eingeklebt und mit Bildunterschriften versehen. Ein Teil der Aufnahmen aus verschiedenen Kriegsgebieten und aus der hessischen Heimat wurden von Carl Freese selbst gefertigt, andere wurden als Truppenfotos oder Ansichtskarten hinzugekauft und ergänzen das instruktive Album ganz wesentlich. Mit dem Fotoalbum Carl Freese,das nun der Öffentlichkeit zur Verfügung steht, wird das Bildangebot im Modul deutlich erweitert.

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  • 22.10.2015 08:36

    Modul Jüdische Friedhöfe umbenannt

    Das Modul Jüdische Friedhöfe firmiert nun unter dem Namen Jüdische Grabstätten. Die Umbenennung erfolgte vor dem Hintergrund, dass künftig ein weiteres Modul zu den Jüdischen Friedhöfen in Hessen über das Landesgeschichtliche Informationssystem erreichbar sein wird, das Angaben zur Größe, zur Geschichte, zum Alter, zur Anzahl der Gräber und zu den Ortsgemeinden, die den betreffenden Friedhof nutzten, enthält. Die Adressen für die verschiedenen Formulare wie auch die Links auf einzelne Datensätze bleiben davon unbeeinflusst, sie sind auch weiterhin gültig.

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  • 28.09.2015 16:46

    Erweiterung des Moduls „Hessische Truppen in Amerika“ (HETRINA)

    Mit der Rangierrolle des Hessischen Feldjägerkorps (HStAM Bestand 340 Bickell Nr. 289), den Monatlichen Listen des Artilleriekorps (HStAM Bestand 15 Nr. 138) und den Verzeichnissen der in Amerika verstorbenen Unteroffiziere und Gemeinen und deren Nachlässe (HStAM 4 h Nr. 4159) konnte das Modul „Hessische Truppen in Amerika“ (HETRINA) jüngst um fast 3000 bisher unberücksichtigte Belege zu Angehörigen hessischer Regimenter im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg erweitert werden. Bei ihrer Erfassung wirkten Dr. Lena Haunert und Thomas Blumenstein mit. Die neuen Belege lassen sich am einfachsten über die Erweiterte Suche (Band = ungedruckt) bzw. über den nachfolgenden Direktlink („Seite aufrufen“) recherchieren. Nähere Einzelheiten zu dieser ersten HETRINA-Erweiterung enthält die ↑ aktuelle Ausgabe der Archivnachrichten aus Hessen (Nr. 15/1.2015).

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  • 20.07.2015 14:31

    Erschütternde Feldpostbriefe des Richard Weber aus Wächtersbach

    Der Schreiber dieser zunächst von Jürgen Ackermann vorgestellten Feldpostbriefe und –karten, der Einjährig Freiwillige Unteroffizier Richard Weber, wurde am 6. März 1890 in Wächtersbach (heute Main-Kinzig-Kreis) geboren. Während sein Bruder Heinrich nach dem Tod des Vaters das Gasthaus und die Metzgerei Ysenburger Hof in Wächtersbach übernahm, besuchte Richard seit 1905 die Präparandenanstalt für angehende Lehrer in Schlüchtern. 1910, also mit 20 Jahren, wurde er auf eine Lehrerstelle in Aufenau eingewiesen. Seine Tätigkeit als Lehrer unterbrach er 1913 für den Militärdienst als Einjährig Freiwilliger und wurde der 6. Kompanie des Infanterie-Regiments Nr. 168 in Hanau zugeteilt. Noch während seiner Dienstzeit kam es Anfang August 1914 zur Mobilmachung der Truppen. Richard Weber wurde mit seiner Einheit zunächst an der Westfront eingesetzt. Die Zeit der Marneschlacht in der ersten Septemberhälfte erlebte er in sehr verlustreichen Kämpfen an der Aisne. Im Oktober wurde das Regiment im Zuge des sog. „Wettlaufs zum Meer“, den Kämpfen um den nördlichsten Frontabschnitt in Nordfrankreich und Belgien, in die Gegend von Lille verlegt, von wo aus sie auch bei Wytschate südlich von Ypern eingesetzt wurde. Anfang Dezember 1914 wurde die Einheit schließlich an die Ostfront verlegt und kämpfte bei Sochaczew im heutigen Mittelpolen. Dort fiel Richard Weber am 30. Dezember 1914 an der Bzura bei dem Dorf Antoniew durcheinen Kopfschuss. Er wurde 24 Jahre alt.
    Jürgen Ackermann hat in seinem Beitrag Richard Webers Briefe und Karten mit den Worten charakterisiert: „Aus Richard Webers Feldpost spricht sein starker Lebenswille und der Wunsch nach einem „Wiedersehen“ mit Mutter und Geschwistern und der Heimat, aber vielleicht mehr noch sein Gefühl, den gnadenlosen Mechanismen des Krieges hilflos ausgeliefert zu sein. Patriotische Begeisterung oder Heldenmut finden bei ihm keinen Platz, vielmehr ist er von der Sinnlosigkeit der Kämpfe überzeugt.“ (Ackermann, Früher Tod S. 1)

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  • 25.06.2015 12:55

    Kriegserlebnisse eines Kasselaners an der Westfront, 1915

    Der Autor des 1916 veröffentlichten tagebuchartigen Berichts stammte aus Kassel, zog aber als Angehöriger einer Bayerischen Pioniereinheit von Ingolstadt aus in den Krieg an die Westfront. Sein Name wird nicht angegeben, jedoch ergibt sich aus dem Text, dass sein Nachnamen, der wie alle anderen abgekürzt wird, mit dem Anfangsbuchstaben "F." beginnt. Hinzu kommt, dass er bei der Schilderung der Fahrt durch das Rheintal an die Front Autor in "meinem lieben Bonn" an "unserem Verbindungshaus" vorbeifährt, er also vor dem Krieg dort studiert und einer Verbindung angehört hat. Nach dem Personalverzeichnis der Universität Bonn gibt es in diesen Jahren nur einen aus Kassel stammenden Studierenden, dessen Nachname mit "F" beginnt, nämlich Wilhelm Fischmann, der sich am 30. April 1909 im Fach Geodäsie eingeschrieben hatte. Da unser Autor mehrfach als Vermesser an der Front eingesetzt war, dürfte es kaum zweifelhaft sein, dass Wilhelm Fischmann aus Kassel auch der Autor des vorliegenden Berichtes ist.
    Nach Mitteilung des Stadtarchivs Kassel war Wilhelm Fischmann am 24.10.1889 in Kassel-Wehlheiden als Sohn des Oberbahn-Assistenten August Fischmann aus Kassel-Wolfsanger geboren. Bis zum Beginn seines Studiums in Bonn wohnte er auch in Kassel, wohin er nach seinem Studium kurzzeitig zurückkehrte. Später fand er eine Anstellung als Landvermesser in Thüringen und wohnte bei Schmalkalden.
    Fischmanns tagebuchartiger Bericht deckt die Zeit vom Ausmarsch seiner Einheit aus Ingolstadt am 11. März 1915 bis zu seiner Rückfahrt zum Offizierskurs am 3. Juli 1915 ab, umfasst also nicht einmal vier Monate. Für diese Zeit sind die Niederschriften jedoch dicht und inhaltsreich. Fischmann wurde mit seiner Pioniereinheit über Belgien (Tournai) an die Westfront in Nordfrankreich befördert, um dort beim Ausbau der Stellungen eingesetzt zu werden. Den größten Teil dieser Zeit verbrachte er an der Somme in der Umgebung von Péronne und St. Quentin. Aufgrund seiner geodätischen Kenntnisse wurde er wiederholt mit Vermessungs-, Planungs- und Bauarbeiten beschäftigt.
    Wilhelm Fischmann lässt in seinem Bericht ein waches Interesse an dem erkennen, was er in den vier Monaten seines Einsatzes an der Front erlebt und erfährt. Berichte über den Frontalltag, über Kampfeinsätze und Gefahren und das Grauen des Krieges stehen neben einfühlsamen Beschreibungen von Land und Leuten im Frühjahr 1915, die offensichtlich nicht ohne Eindruck auf ihn geblieben sind. Auch wenn der Bericht für die Drucklegung vermutlich einer abschließenden Bearbeitung unterzogen wurde, so dass ihm die Unmittelbarkeit eines fortlaufend geführten Tagebuchs fehlt, bietet er doch eine bemerkenswerte Beschreibung des Kriegserlebnisses des aus Hessen stammenden Autors.

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  • 02.06.2015 13:36

    Kriegsgedichte von der Front 1914-1918

    Kriegsgedichte gehörten während des Ersten Weltkriegs zur häufigen Lektüre nahezu aller Zeitungsleser. Vor allem in den ersten Wochen und Monaten des Krieges wurden sie in Lokalblättern, aber auch in überregionalen Tageszeitungen oft täglich abgedruckt. Mit der schlichten und zumeist wenig anspruchsvollen Form und der von Klischees durchsetzten Sprache der Gedichte knüpften die Autorinnen und Autoren an bekannte, den Lesern vertraute Vorbilder aus der Vorkriegszeit an und versuchten damit , Kriegsbereitschaft und Opferwille für das Vaterland zu stärken und den aufwallenden und widersprüchlichen Gefühlen vieler Menschen zum Krieg eine Richtung zu weisen und eine Deutung zu geben.
    Auch die in Kassel monatlich erscheinende konservativ-heimatverbundene Zeitschrift „Hessenland“ hat in den Kriegsjahren zahlreiche Gedichte veröffentlicht. Die Autoren dieser Gedichte kommen, soweit es sich ermitteln lässt, zumeist aus dem nordhessischen Umfeld. Während in ihren Gedichten zumeist nationalistisches Gedankengut und die Appelle an die Leser im Vordergrund stehen, zeigen die Gedichte von Autoren, die „aus dem Felde“ schreiben, einen erkennbar anderen Charakter. Die 30 Frontgedichte, die zwischen dem Oktober 1914 und dem Juli 1918 im „Hessenland“ veröffentlicht wurden, stellen das eigene Erleben der Soldaten besonders in den Vordergrund. Neben der Schilderung von Kämpfen, Sturmangriffen oder Patrouillen sind es oft ruhige Stunden an der Front, die in lyrischen Formen und einer gefühlvollen Sprache beschrieben werden. Der sternenklare Himmel, der frische Frühlingsmorgen oder der warme Sommertag bilden dabei einen bewußt gewählten Gegensatz zu Kanonendonner und Kampfgetöse und sind Ausgangspunkt für Gedanken an die Heimat, die Lieben daheim oder den hoffentlich bald erreichten Frieden.

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  • 01.06.2015 12:30

    Hermann Cohen und der Kriegseinsatz der Studenten

    Zur ersten Kriegsweihnacht 1914 erschien unter dem Titel „Deutsche Weihnacht. Eine Liebesgabe deutscher Hochschüler“ ein kleiner Sammelband mit Texten und Gedanken zum Krieg. Die in hoher Auflage gedruckte und verteilte Schrift richtete sich in erster Linie an die vielen Tausend Studenten, die Weihnachten im Kriegseinsatz verbringen mussten und denen diese Liebesgabe zum Fest Erbauung, Erklärung und Trost bringen sollte.
    Der (angeblich) von Studenten zusammengestellte Band enthält 26 Beiträge und Grußworte, vor allem von deutschen und österreichischen Professoren, wie dem Berliner Historiker Max Lenz, dem Theologen Adolf Deißmann, dem Klassischen Philologen Ulrich von Wilamowitz-Moellendorf, dem Wiener Indologen Leopold von Schroeder und dem Münchener Philosophen Friedrich Wilhelm Foerster. Auch zumeist nationalistisch und kriegsfreundlich gesinnte Schriftsteller wie der englisch-deutsche Antisemit Houston Stewart Chamberlain oder der österreichische Genredichter Peter Rosegger sind mit kurzen Beiträgen vertreten.
    Zu den Autoritäten, die vermutlich von den Herausgebern um einen Beitrag gebeten wurden, gehört auch der jüdisch-deutsche Philosoph Hermann Cohen (1842-1918), der als Begründer und Vertreter des sog. Neukantianismus vor allem in seiner Zeit als Professor für Philosophie an der Universität Marburg (1876-1912) zu den bekanntesten und bedeutendsten Vertretern seines Faches gehörte. Zum Kriegsbeginn lebte Hermann Cohen in Berlin, wohin er nach seiner Emeritierung übergesiedelt war.
    In seinem Beitrag widmet sich Cohen der Frage nach dem Verhältnis des Ideals des ewigen Friedens zum Kriegseinsatz seiner studentischen Leser. Den vermeintlichen Gegensatz reduziert er auf das Begriffspaar von Freiheit und Notwendigkeit. Die Idee des Friedens ist dabei Aufgabe des Menschen, nicht Wirklichkeit. Mit ihrem Kriegseinsatz erheben sich die Soldaten in ihrem reinen Willen in das Land der sittlichen Freiheit. Der Kampf für das Vaterland in dem Deutschland aufgezwungenen Krieg ist in diesem Sinne ein Kampf für den Inbegriff des Guten am Werk des ewigen Friedens.
    Die Wirkung des kleinen Beitrags des Philosophen Hermann Cohen, die auf eine Rechtfertigung und idealistische Überhöhung des Kriegseinsatzes hinausläuft, ist nicht bekannt. Seine Thesen, dass der ewige Friede eine Idee sei, der Pflicht zum kriegerische Einsatz für das Vaterland aber eine Notwendigkeit, eine Verwirklichung des Inbegriffs des Guten sei, dürfte seine Wirkung jedoch bei vielen nicht verfehlt haben.

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  • 26.02.2015 16:06

    Zahlreiche neue Überblicksdarstellungen im Modul „Zeitgeschichte in Hessen“

    Neben den verschiedenen, für LAGIS charakteristischen Suchmöglichkeiten bietet das Modul „Zeitgeschichte in Hessen“ weitere Zugangsformen, die unter dem Menüpunkt „Entdecken“ zusammengefasst sind. Zu ihnen gehören die „Stichwörter“. Diese bieten als Überblicksdarstellungen wichtiges Hintergrundwissen, ohne das eine Gewichtung und Einordnung der chronologisch orientierten Einzelbeiträge oft schwierig ist. Zahlreiche neue Stichwörter wie „Bombenkrieg“, „Deportationen“, „Fulda Gap“ oder „Gesamtschule“ wurden jüngst durch den Zeithistoriker Dr. Kai Umbach erstellt.

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  • 06.02.2015 08:44

    Neue Quellen zum Ersten Weltkrieg

    Das Modul "Hessische Quellen zum Ersten Weltkrieg" wird zur Zeit in kürzeren Abständen durch die Präsentation neuer Quellen erweitert. Zu den aktuellen Veröffentlichungen der letzten Tage gehören u.a. der Bericht des August Heep aus Biebrich über eine vierjährige Gefangenschaft im Innern Russlands, ein aufschlussreicher Feldpostbrief des Eisenbahnpioniers Johann Wolf aus Bad Soden und die Kriegserinnerungen der Hilfskrankenschwester Gussi Volkmar aus Schlüchtern.

    Über die Entwicklung des Moduls können Sie sich zukünftig leichter auf der Modulseite "Gliederung" informieren. Unter der Karte der Bezugsorte finden Sie eine Auflistung der in den jeweils letzten drei Monaten eingestellten Quellen unter dem Punkt "Zuletzt hinzugefügt" (mit Veröffentlichungsdatum).

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  • 28.01.2015 14:45

    Zwischen Reim und Propaganda: Kriegsgedichte in hessischen Zeitungen

    Die Tage vor und nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs und die ersten Kriegswochen waren eine Zeit hochgehender, widersprüchlicher Emotionen, die kaum einen Menschen unberührt ließen. Einem glühenden Patriotismus und Nationalismus und einer von vielen geteilten Überzeugung, dass das von einer Welt von Feinden bedrohte Vaterland jetzt über Partei- und Konfessionsgrenzen hinweg zusammenstehen müsse – vom Kaiser propagandistisch geschickt genutzt – standen Kriegsfurcht, tiefgehende Ängste und persönliche Verzweiflung über den vermeintlich unausweichlichen Krieg und seine Folgen gegenüber.
    Auf diesem Hintergrund ist zu erklären, warum vor allem in den ersten Kriegswochen in vielen Zeitungen in großer Zahl Kriegsgedichte veröffentlicht wurden. Sie stammten zum Teil von Autoren aus der Region selbst, wurden in vielen Fällen aber auch von anderen Zeitungen übernommen und nachgedruckt. Die Gedichte gehören zumeist zur anlassbezogenen Gebrauchsliteratur ohne eigenen literarischen Anspruch und Wert. Sie reproduzierten „patriotische“, d.h. nationalistische, monarchistische und militaristische Vorstellungen und Bilder, wie sie in der wilhelminischen Epoche Gang und Gäbe waren und sprachen damit weite Kreise der Leserschaft an. Durch ihre populäre Verständlichkeit und die Verwendung gängiger Sprachbilder und Reime halfen sie mit, die Menschen auf den Krieg einzustimmen und ihren Emotionen, Freuden, Ängsten und Sorgen einen notwendigen Anhalt in der Bewältigung anstehender Probleme zu geben. Man kann davon ausgehen, dass auch die Kriegsgedichte, wie der gesamte redaktionelle Inhalt der Zeitungen, der Zensur durch die Stellvertretenden Generalkommandos unterlagen und ihr Tenor durchaus im Sinne der von den militärischen Stellen veranlassten Propaganda lag.
    Der Quellentyp des Kriegsgedichts wird hier vor allem wegen seines Aussagewerts als historische Quelle aufgenommen und an Beispielen präsentiert, soll aber auch zu einer literaturwissenschaftliche Beschäftigung mit den Texten anregen. Präsentiert werden zunächst Gedichte aus der Oberhessischen Zeitung (Marburg), aus der Zeitung für das Dillthal und der Fuldaer Zeitung, wobei sich schon hierbei deutliche, konfessionell begründete Unterschiede zeigen. Beispiele aus weiteren hessischen Zeitungen und Zeitungsjahrgängen sollen zukünftig helfen, dieses Bild weiter zu differenzieren.

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  • 16.01.2015 08:28

    Recherche in den hessischen Geburten-, Ehe- und Sterberegistern

    Zu Jahresbeginn 2015 wurde das Hessische Archiv-Dokumentations- und Informationssystem (HADIS) durch das neue Archivinformationssystem Arcinsys Hessen abgelöst. Gegenüber HADIS hat das neue System einen erheblich größeren Funktionsumfang. So lassen sich etwa auch die Bestände des Personenstandsarchivs Hessen sehr viel komfortabler recherchieren. Aus LAGIS heraus haben Sie auch weiterhin die Möglichkeit, die Suche auf jene Geburten-, Ehe- und Sterberegister zu beschränken, die bereits vollständig digitalisiert vorliegen. Sie finden den betreffenden Zugang künftig unter dem Eintrag Hessische Geburten-, Ehe- und Sterberegister in der Kategorie Quellen. Bitte ersetzen Sie bei eventuell bestehenden Lesezeichen die alte durch die neue Adresse.

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  • 16.12.2014 16:44

    Kriegstagebuch des Friedberger Soldaten Wilhelm Egly, 1916-1917

    1918 veröffentlichte der Friedberger Lehrer Ferdinand Weckerling das Kriegstagebuch, das sein Schüler Wilhelm Egly (1894-1917) während seines Kriegseinsatzes geführt hatte. Der in Darmstadt geborene Egly hatte seine Schul- und Jugendjahre in Friedberg verbracht. Nach bestandener Kriegsreifeprüfung an der Oberrealschule Gießen trat er als Kriegsfreiwilliger in das Heer ein. Er plante nach seinem Einsatz Medizin zu studieren und bat im August 1916 die Ludwigs-Universität zu Gießen, ihn als Student der Medizinischen Fakultät einzuschreiben. Ende August 1916 nahm er an einem Offizierskurs teil, am 15. Januar 1917 wurde er zum Leutnant befördert. Egly fiel nur neun Monate später im Alter von 24 Jahren in der Champagne.
    In den wiedergegebenen Text wurden Gedichte sowie Passagen des Buches, die ohne direkten Zusammenhang mit den erlebten Kriegsgeschehnissen Eglys stehen, nicht aufgenommen. Der wortgewaltige und anrührende Schreibstil Eglys wurde bereits durch die Veröffentlichung von Gedichten in der Kriegszeitung der 1. Armee herausgestellt („Dem Andenken des Leutnants d. Res. Egly †“, in: Kriegszeitung der 1. Armee: Die „Wacht im Westen“ und „Champagne-Kriegszeitung“, Nr. 174 vom 11.7.1918, S. 4.) und vermittelt auch im von Weckerling herausgegebenen Kriegstagebuch eindrücklich die Zerstörungsgewalt des Krieges.

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  • 16.12.2014 16:28

    Otto Herpel beschreibt ein hessisches Dorf im Ersten Weltkrieg

    1916 veröffentlichte der junge Pfarrer Otto Herpel einen schmalen Erzählband mit dem Titel „Das Dorf auf dem Hügel“, das auf durch den Untertitel „Wie es den Krieg erlebte“ den Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg erkennen lässt. Obwohl der Namen des Ortes nirgendwo im Band genannt wird, lässt sich das Dorf leicht als Lißberg in der Wetterau identifizieren (heute Stadt Ortenberg, Wetteraukreis). Otto Herpel war 1913 als Pfarrverwalter in den kleinen Ort Lißberg gekommen, wenige Tage nach Kriegsbeginn, am 12. August 1914, wurde er Pfarrer des Ortes, bis er 1917 als Garnisonspfarrer nach Metz geschickt wurde. Dort erlebte er das Grauen des Krieges und das Elend der Verwundeten in den Lazaretten. Wegen defaitistischer Äußerungen wurde der zum Pazifisten gewordene Herpel 1918 in die Provinz Posen versetzt. Nach dem Krieg war er bis 1921 wieder Pfarrer in Lißberg und wurde zum Mitbegründer der pazifistisch-sozialistischen Neuwerkbewegung. Er starb 1925 nur 39-jährig in Offenbach.
    Herpel beschreibt in seinem Buch „Das Dorf auf dem Hügel“ das Leben in Lißberg von den Wochen der Julikrise 1914 bis in die Jahre 1916/17, als er das Dorf verlassen musste. Exakte Daten nennt er jedoch nicht. Trotz dieser „Unschärfen“ und trotz der literarischen Form dürfte an der Realitätsnähe der Schilderung kein Zweifel bestehen. Herpel ist ein kluger und sensibler Beobachter der Menschen, deren Haltung zu den Ereignissen des Krieges er ebenso feinfühlig beschreibt wie die Stimmung im Dorf, die von Kriegsbegeisterung und patriotischem Überschwang weit entfernt ist. Auch Herpel selbst ist weder kriegsbegeistert noch glaubt er an die vermeintliche Unausweichlichkeit des Krieges. Er sieht vielmehr überdeutlich, wie der Krieg in das friedliche Leben der Menschen im Dorf einbricht und Angst, Sorgen und Leid hinterlässt.

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  • 08.12.2014 08:54

    Eisenbahnlinien in Hessen

    Der raumbezogene Kern von LAGIS, das Historische Ortslexikon, hat einen weiteren Ausbau erfahren. Für Siedlungsplätze, die als Haltepunkte von Eisenbahnlinien dienen (bzw. in der Vergangenheit dienten), wurden Karten integriert, die den Verlauf der betreffenden Strecke(n) illustrieren. Sie erscheinen – zusammen mit Angaben zur Inbetriebnahme der Teilstrecken oder den weiteren Haltepunkten – in einem eigenen Fenster. Datengrundlage des neuen, vektorgrafikbasierten Angebots ist die von der Landesdenkmalpflege in der Abteilung Kulturdenkmäler in Hessen der Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland herausgegebene Dokumentation „Eisenbahn in Hessen“. Wir danken dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen für die freundliche Unterstützung. Für die Form der Einbindung siehe das unter „Seite aufrufen“ gegebene Beispiel „Bebra“ (Abschnitt „Lage und Verkehrslage“).

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  • 07.11.2014 12:13

    Vollständige Liste aller Lemmata für das Südhessische Wörterbuch verfügbar

    Für das von Rudolf Mulch (Bände 1–4) und Roland Mulch (Bände 3–6) bearbeitete und in sechs Bänden von 1965 bis 2010 erschienene Südhessische Wörterbuch steht nun eine vollständige Liste aller Lemmata zur Verfügung. Sie enthält mehr als 90.000 Einträge und führt neben der Hauptansetzungsform auch eventuell vorhandene Varianten sowie alle Nachträge auf. Angeboten wird die Lemmaliste über die auch aus anderen LAGIS-Modulen bekannte Registersuche. Bitte beachten Sie auch die → Hinweise zur Online-Ausgabe dieses epochalen Werks in der Beschreibung.

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  • 04.11.2014 09:13

    Erinnerungen der Katha Merz aus Steinau an den Ersten Weltkrieg

    Katha Merz, geboren um 1909, erinnert sich in ihren Aufzeichnungen an den Ersten Weltkrieg, den sie als Kind in Steinau an der Straße erlebte. Ihr Bild vom Krieg ist vor allem geprägt durch das persönliche Erleben in ihrem familiären Umfeld (Tod des Patenonkels, Abschied des Vaters) oder in ihrem Heimatort Steinau (Brotmangel, Sammelaktionen usw.). Der Weltkrieg in seinem Umfang und seiner Bedeutung ist für das Kind naturgemäß nicht fassbar. Auch das Kriegsende mit den Ausläufern der Novemberrevolution in ihrem Ort steht sie - wie viele Erwachsene - ebenso mit Unverständnis und einer gewissen Verwunderung gegenüber wie der anbrechenden neuen Zeit mit Tanzvergnügen, Versorgungsproblemen und einer vernichtenden Inflation.

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  • 04.11.2014 08:33

    Kriegstagebuch des Johann-August Pfahls

    Das Kriegstagebuch des Johann-August Pfahls aus Pfaffenhausen (Main-Kinzig-Kreis) umfasst die gesamte Zeit seines Militärdienstes vom Tag der Einberufung im Januar 1915 zum Infanterie-Regiment Nr. 87 in Mainz bis zur Entlassung aus dem Militärdienst nach einer Verwundung im Sommer 1916. Der Schreiber war nach einer Kurzausbildung ausschließlich in Nordfrankreich eingesetzt und verbrachte seine Zeit an der Front vor allem im Stellungskampf in den Schützengräben. Zuletzt war er im Februar 1916 beim Angriff auf Verdun beteiligt, wobei er verwundet wurde. Das im Nachhinein von Pfahls selbst geschriebene Kriegstagebuch umfasst Aufzeichnungen von 11 Seiten. Der Schreiber hat darin in erster Linie Angaben zu seinen Einsatzorten und -zeiten festgehalten. Etwas ausführlicher widmet er sich den Umständen seiner Verwundung und seines Weges ins Lazarett.

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  • 31.10.2014 09:04

    Biografie Emil von Behrings von Julia Langenberg neu bearbeitet

    Die Biografie Emil von Behrings, des ersten Nobelpreisträgers für Medizin und herausragenden Wissenschaftlers an der Universität Marburg vor dem Ersten Weltkrieg ist in der Hessischen Biografie von Julia Langenberg neu bearbeitet worden. Neben zahlreichen Erweiterungen und Ergänzungen zum Biogramm hat Emil von Behring jetzt auch eine umfassende biografische Würdigung erhalten, die in enger Zusammenarbeit mit dem Behring-Archiv an der Universität Marburg entstand.

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  • 13.10.2014 09:22

    Jüdischer Friedhof Jestädt bearbeitet

    Am 13. Oktober 2014 konnte die Bearbeitung des Jüdischen Friedhofs in Jestädt (Gemeinde Meinhard, Werra-Meißner-Kreis) für das Modul Jüdische Friedhöfe durch Dr. Bernd Vielsmeier abgeschlossen werden. Damit stehen mehr als 13.600 Grabstätten auf 53 jüdischen Friedhöfen in Hessen für die Recherche über das Landesgeschichtliche Informationssystem (LAGIS) zur Verfügung.

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  • 10.10.2014 11:41

    Zwei Marburger Professoren im Ersten Weltkrieg

    In das Modul "Quellen zum Ersten Weltkrieg" wurden Auszüge aus den Erinnerungen zweier Marburger Professoren aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und der unmittelbaren Nachkriegszeit eingestellt. Es handelt sich um den Zoologen Prof. Dr. Eugen Korschelt (1858–1946), der im ersten Kriegsjahr Rektor der Universität war, und den Staatsrechtler Prof. Dr. Johann Victor Bredt (1879–1940), den späteren Gründer der Wirtschaftspartei und Reichsjustizminister. Beide Texte geben Einblicke in das Marburg der Kriegs- und Nachkriegszeit, zeigen aber auch die konservative, national gesinnte Haltung, die für die Marburger Professorenschaft in dieser Zeit typisch war.
    Die Quellensammlung wird fortgesetzt. Hinweise auf einschlägige Quellen werden erbeten.

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  • 29.09.2014 08:41

    Südhessisches Wörterbuch online

    Seit dem 26. September 2014 ist das Südhessische Wörterbuch online verfügbar. Das von Rudolf Mulch (Bände 1–4) und Roland Mulch (Bände 3–6) bearbeitete und in sechs voluminösen Bänden von 1965 bis 2010 erschienene wichtige Grundlagenwerk wurde auf der 66. Neustädter Tagung des Breuberg-Bundes (26.–28.9.2014) von Otto Volk und Roland Mulch erstmals in der als LAGIS-Modul realisierten elektronischen Form präsentiert. Der Breuberg-Bund und die Hessische Historische Kommission Darmstadt haben die Erstellung der datenbankgestützten Online-Version durch ihre großzügige finanzielle Unterstützung möglich gemacht, wofür ihnen auch an dieser Stelle herzlich gedankt sei. Neben dem Südhessischen Wörterbuch sind auch alle bisher erschienenen Bände bzw. Lieferungen des Hessen-Nassauischen Wörterbuchs im Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen verfügbar.

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  • 05.08.2014 16:02

    Neues Modul ! Quellen zum Ersten Weltkrieg

    Kriegsbeginn vor 100 Jahren - Wie haben die Menschen in Hessen den Ersten Weltkrieg erlebt?
    Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg. In den Medien und in der Öffentlichkeit hat der Jahrestag zu einer breiten Aufmerksamkeit an den Ereignissen geführt, die die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert entscheidend mitbestimmt haben. Die Zahl der Rundfunk- und Fernsehsendungen oder der Buchpublikationen zum Thema ist kaum noch überschaubar. Aus heutiger Sicht stehen jedoch nicht mehr die Kriegsschuldfrage oder die politisch-militärischen Aspekte im Vordergrund, sondern sehr viel stärker Themen wie das Erleben des grauenhaften Krieges, das in der politischen und gesellschaftlichen Diskussion nach 1918 eine kaum zu unterschätzende Rolle gespielt hat.
    Die Frage, wie die Menschen in Hessen und aus Hessen den Ersten Weltkrieg erlebt und erlitten haben, steht im Mittelpunkt eines neuen Moduls im Landesgeschichtlichen Informationssystem Hessen (LAGIS) des Hessischen Landesamts für geschichtliche Landeskunde. Erstmals in dieser Form zusammengestellt sind Aussagen von Zeitzeugen des Ersten Weltkriegs, die ein differenziertes Bild von den Einstellungen der Menschen zum Krieg und sehr unterschiedliche Reaktionen und Äußerungen zu den Geschehnissen in der Heimat wie an den Fronten zeigen.
    Präsentiert werden vor allem persönliche Zeugnisse wie Tagebücher, Erinnerungen, Chroniken, Berichte usw., die bisher unveröffentlicht geblieben sind oder an nicht leicht zugängliche Stelle gedruckt wurden. Die bereits in die Auswahl einbezogenen Quellen reichen von Erinnerungen des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen bis zu den Aufzeichnungen eines Bauern, vom Bericht des Regierungspräsidenten in Kassel bis zu dörflichen Schulchroniken. Die vorwiegend aus militärischer Sicht verfassten Berichte von Regimentern oder Bataillonen, die von Hessen aus an die Front zogen, zeigen eindrucksvoll den Weg der Männer, die im August 1914 aus ihrem Alltag gerissen und in den Krieg geschickt wurden. Neben Darstellungen, die von patriotischem Nationalismus oder militaristischem Denken geprägt sind stehen Aussagen, aus denen das Entsetzen der Menschen über den Krieg und das von ihm verursachte Leid deutlich wird. Auch wenn die Zeitzeugnisse mit der gebotenen Vorsicht interpretiert werden müssen, so bieten sie doch zumeist Informationen aus erster Hand und stehen für die eine Generation, die heute nicht mehr persönlich befragt werden können.
    Die im Modul zusammengeführten Quellen werden als digitalisierte Texte angeboten. Sie sind durch Basisinformationen, Sachanmerkungen und eine Indizierung der vorkommenden Orte, Personen und Sachbegriffe erschlossen. Historische Fotografien oder andere Materialien, die im Zusammenhang mit den Quellen stehen, werden als wichtige Ergänzung beigefügt und erweitern unser Bild vom Kriegserleben.
    Das Quellenangebot zum Ersten Weltkrieg soll kontinuierlich erweitert und ergänzt werden. Das Hessische Landesamt für geschichtliche Landeskunde bittet um Hinweise auf Dokumente, Ansichten und Informationen die für eine Edition im Rahmen des Moduls in Schrift und Bild geeignet sind.

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  • 04.07.2014 09:19

    Bearbeitung von 50 jüdischen Friedhöfen für das gleichnamige LAGIS-Modul abgeschlossen

    Mit dem Abschluss der Bearbeitung des Friedhofs Alsbach (Landkreis Darmstadt-Dieburg) stehen nun 50 jüdische Friedhöfe in Hessen zur Recherche über das Landesgeschichtliche Informationssystem (LAGIS) zur Verfügung. Allein für Alsbach, der größten jüdischen Begräbnisstätte in Hessen außerhalb Frankfurts, konnten 2124 Grabstätten umfassend dokumentiert und mit Angaben zu den Verstorbenen, den Grabsteinen mit ihren Inschriften und äußeren Merkmalen versehen werden. Ursprünglich von der Judaistin Christa Wiesner bearbeitet, wurden die einzelnen Grabstätten mit zusätzlichen Informationen zur Recherche von Dr. Bernd Vielsmeier für LAGIS aufbereitet. Mit dem Abschluss der Arbeiten an Alsbach enthält das Modul „Jüdische Friedhöfe“ nunmehr fast 13.000 Datensätze mit mehr als 18.000 Fotografien von Grabsteinen.

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  • 14.05.2014 08:29

    Mehr als 3,5 Millionen Digitalisate im Personen­standsarchiv Hessen öffentlich zugänglich

    Seit 2012 ist es möglich, über eine Schnittstelle zum Hessischen Archiv-Dokumentations- und -Informationssystem (HADIS) in den im Personenstandsarchiv Hessen zusammengeführten Geburten-, Ehe- und Sterbenebenregistern zu recherchieren. Seit dem 14. Mai 2014 kann über diese Schnittstelle auf mehr als 3,5 Millionen Digitalisate zugegriffen werden, die sich auf 40.395 Registerbände verteilen. Als Suchbegriffe können der Name eines Ortes, eine Jahreszahl und/oder der Registertyp (Geburten, Heiraten, Sterbefälle), eingegeben werden. Sofern bekannt, ist es auch möglich, direkt die Nummer des betreffenden Bestandes (z.B. 915 = Landkreis Marburg-Biedenkopf) oder Registerbandes anzugeben. Ergebnismengen lassen sich anschließend über verschiedene Facetten eingrenzen.

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  • 13.03.2014 09:49

    Atlasmappe „Sachsenberg“ in LAGIS veröffentlicht

    Seit dem 13. März 2014 sind die 14 Karten und Sonderblätter sowie das Textheft der als Lieferung III, 4 des Hessischen Städteatlasses erschienenen, von Jürgen Römer, Holger Th. Gräf und Anke Stößer bearbeiteten Mappe (Marburg 2012) über das Landesgeschichtliche Informationssystem Hessen zugänglich. Die einzelnen Kartenblätter werden in verschiedenen Formaten und Auflösungen angeboten. Das dem Textheft beigegebene Gebäudeverzeichnis wurde zusätzlich datenbankgestützt erfasst, so dass die enthaltenen topografischen Objekte auch im Kontext der weiteren bereits erfassten Lieferungen recherchierbar sind.

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  • 04.03.2014 08:43

    Niveaukarte des Kurfür­sten­tums Hessen fertig bearbeitet

    Die Bearbeitung der Niveaukarte des Kurfürstentums Hessen (Hessen-Kassel) 1840-1861 ist abgeschlossen. Alle 112 Kartenblätter im Maßstab 1:25.000 stehen nun in verschiedenen Formaten und Größen für die Nutzung über das Modul Historische Kartenwerke zur Verfügung. Die inhaltliche Erschließung - allein für das Kurfürstentum konnten fast 22.500 Objekte erfasst werden - verdankt das Landesamt Herrn Philipp Meyer zu Ermgassen, der auch für die Bildverarbeitung verantwortlich zeichnete. Unter den differenziert erfassten topografischen Objekten finden sich 85 Städte, 2222 Dörfer, Siedlungen und Einzelhöfe, 909 Mühlen, 402 gewerbliche Anlagen, 1434 Straßen, 1744 Gewässer, fast 14.500 Flurnamen sowie 1218 sonstige Objekte.

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  • 31.01.2014 13:19

    Aufruf: Unterlagen zum Ersten Weltkrieg gesucht!

    Im August diesen Jahres jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Angesichts der Tatsache, dass keine Zeitzeugen mehr befragt werden können, erscheint es um so dringender, die auch bei Privatpersonen noch vorhandenen Unterlagen und Erinnerungsstücke zum Ersten Weltkrieg zu dokumentieren und damit für die Nachwelt zu erhalten.
    Das Hessische Landesamt für geschichtliche Landeskunde bittet darum um Hinweise auf Feldpostbriefe, Tagebücher und Erinnerungen, Berichte, persönliche Hinterlassenschaften, historische Fotografien, Alltagsgegenstände aus dem Krieg usw., um diese Unterlagen fotografieren bzw. scannen zu können. Von besonderem Interesse sind auch Unterlagen zum zivilen Leben während des Weltkriegs an der "Heimatfront".
    Von Mitarbeitern des Hessischen Landesamts werden die bereitgestellten Unterlagen gesichtet und (gegebenenfalls in Auswahl) gescannt, um sie im Rahmen des Landesgeschichtlichen Informationssystems interessierten Nutzern Schüler, Lehrer, Studierende, Wissenschaftler, Heimatforscher usw.) im Internet bereitstellen zu können.
    Der Leihgebern entstehen weder Kosten noch können von Seiten des hessischen Landesamts Leihgebühren gezahlt werden.Die Eigentumsrechte bleiben bei den Leihgebern. Umfangreicheren Unterlagen können auch vor Ort eingesehen oder von Mitarbeitern zur Bearbeitung abgeholt und zurückgebracht werden. Alle bereitgestellten Unterlagen werden an die Leihgeber zurückgegeben. Die Leihgeber erhalten außerdem kostenfrei eine CD bzw. DVD mit den Scans zur weiteren Nutzung.
    Wenn Sie Unterlagen zum Ersten Weltkrieg in Hessen bereitstellen möchten, wenden Sie sich bitte an:
    Prof. Dr. Otto Volk, Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde, Wilhelm-Röpke-Str. 6 c, 35032 Marburg,
    Tel. 06421-28-24578 (oder -24582), Fax: 06421-28-24799
    Mail: otto.volk@hlgl.hessen.de.

  • 15.11.2013 11:41

    Orte der Kur vorgestellt

    Am 14. November wurde im Gotischen Haus Bad Homburg unter Mitwirkung von Oberbürgermeister Korwisi das gemeinsam mit dem dortigen Stadtarchiv entwickelte Projekt Orte der Kur. Gebäude, Institutionen und Stätten zur Kur- und Badekultur der Öffentlichkeit präsentiert. Hervorgegangen ist es aus den Arbeiten am Städteatlas Bad Homburg. Das neue Angebot ist im Corporate Design der Kurstadt realisiert, basiert jedoch auf LAGIS-Technologien. Dem Projekt kommt insofern Modellcharakter zu, als es eine erste Erweiterung und Vertiefung der am Landesamt angesiedelten Atlas-Arbeiten in elektronischer Form darstellt. Die Inhalte zu den Orten der Kur wurden von Matthias Seim und der Autorin der Städteatlas-Mappe Bad Homburg, Dr. Andrea Pühringer, erarbeitet.

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  • 09.11.2013 19:00

    Nationalsozialismus im Odenwaldkreis

    Anlässlich der Gedenkveranstaltung „75 Jahre Pogromnacht“ hatte der Kreisausschuss des Odenwaldkreises am 9. November 2013 zu einer Gedenkveranstaltung eingeladen, in der Dirk Strohmenger seine Forschungen zur Geschichte des Nationalsozialismus im Landkreis vorstellte. Die Ergebnisse seiner Arbeit sind auch in das von ihm gemeinsam mit Albrecht Kirschner aufgebaute LAGIS-Modul Topografie des Nationalsozialismus in Hessen eingeflossen. Seit dem 9. November können sie über das Modul recherchiert werden.

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  • 18.09.2013 08:12

    Neuer Zugang zum Modul Hessische Truppen in Amerika

    Bei einer wachsenden Zahl von LAGIS-Modulen gibt es neben den bewährten Einstiegen über die verschiedenen Suchmöglichkeiten Zugänge, die stärker explorativ orientiert sind. Sie werden unter dem Menüpunkt Entdecken zusammengefasst. Einen solchen Zugang gibt es nun auch für das Modul Hessische Truppen in Amerika (HETRINA). In einer ersten Ausbaustufe wurde hier die Möglichkeit geschaffen, über eine kurze Beschreibung der am Amerika-Einsatz beteiligten Regimenter die zugehörigen Belege zu ermitteln. Besonderer Erwähnung bedürfen auch die eingebundenen farbigen Uniformabbildungen, die vom Staatsarchiv Marburg zur Verfügung gestellt wurden.

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  • 21.08.2013 15:58

    Bilder und Material zum Ersten Weltkrieg gesucht !

    Im August 2014 wird in Publikationen, in Veranstaltungen und in den Medien an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren erinnert werden. Das Hessische Landesamt für geschichtliche Landeskunde will dabei einmal nicht die Ereignisse an den Kriegsfronten in den Mittelpunkt der Erinnerung stellen, sondern das Leben an der "Heimatfront". Dazu suchen wir Fotos, Feldpostbriefe, Aufzeichnungen, Tagebücher, Chroniken oder Erinnerungen anderer Art, die Zeugnis davon geben können, wie die Menschen im heutigen Hessen die Kriegsjahre erlebt und erlitten haben, wie sie Versorgungsprobleme und Hunger, Krankheiten und Arbeitsbelastung, vor allem aber die ständige Sorge um ihre Männer, Söhne oder Brüder an der Front durchgestanden haben.
    Wir bitten um die Möglichkeit, die obengenannten Zeugnisse einsehen und gegebenenfalls scannen zu können, um sie im Rahmen des Landesgeschichtlichen Informationssystems Hessen (LAGIS) den Nutzern von LAGIS zugänglich machen zu können. Selbstverständlich werden alle ausgeliehenen Materialien an die Leihgeber zurückgegeben.

    Bitte schreiben Sie uns per E-Mail oder Brief oder rufen Sie uns an, wenn Sie Fotos oder andere Materialien zur Verfügung stellen oder Hinweise auf solche Quellen geben können, an:


    Prof. Dr. Otto Volk
    Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde
    Wilhelm-Röpke-Str. 6 C
    35032 Marburg
    E-Mail: otto.volk@hlgl.hessen.de
    Telefon: 06421-2824578
    Fax: 06421-2824799

  • 19.07.2013 12:27

    Bearbeitung der Karte des Großherzogtums Hessen abgeschlossen

    Seit dem 19. Juli 2013 stehen alle 32 Blätter der in den Jahren 1832–1850 erschienenen Karte des Großherzogtums Hessen im Maßstab 1:50.000 über das Modul Historische Kartenwerke in LAGIS zur Verfügung. Die einzelnen Kartenblätter werden in verschiedenen Formaten und Auflösungen bereitgestellt. Ihren besonderen Wert erhalten sie nicht zuletzt durch die von Philipp Meyer zu Ermgassen vorgenommene inhaltliche Intensiverschließung, die sämtliche enthaltenen Objekte wie Siedlungen, Flurnamen, Gewerbe- und Industrieanlagen oder militärische Einrichtungen recherchierbar macht. Alle in der Karte enthaltenen Siedlungen, die im heutigen Bundesland liegen, sind zudem mit dem Historischen Ortslexikon von Hessen verlinkt, so dass der historische Befund mit modernen Karten und Orthofotos kontrastiert werden kann.

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  • 28.06.2013 09:02

    Erweiterte Recherchemöglichkeiten im Modul Hessische Biografie

    Die Volltextsuche innerhalb der Hessischen Biografie wurde am 28. Juni 2013 auf eine verbesserte technologische Basis gestellt. Sie erlaubt das einfache und schnelle Filtern auch großer Ergebnismengen nach Kriterien wie dem Geburtsjahr, dem Geschlecht oder der Behandlung in Angeboten wie der Deutschen Biographie (ADB/NDB) und anderen biografisch orientierten Vorhaben. Auch ist es möglich, die Ergebnismenge auf solche Artikel zu beschränken, die über eine Abbildung oder eine Vollbiografie verfügen.

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  • 11.06.2013 14:17

    Personenstandsregister der jüdischen Gemeinden in LAGIS recherchierbar

    Seit dem 10. Juni 2013 sind die im Hessischen Hauptstaatsarchiv (Wiesbaden) in der Abt. 365 überlieferten jüdischen Personenstandsregister über die bestehende LAGIS-HADIS-Schnittstelle recherchierbar. Mithilfe der Einfachen Suche lassen sich die einschlägigen Titel durch die Eingabe eines Ortsnamens, eines Registertyps (z.B. Geburtsregister), einer Jahreszahl und/oder anderer in den jeweiligen Stückbezeichnungen enthaltener Titelstichwörter komfortabel auffinden. Aus der Ergebnismenge heraus können die Nachweise direkt in HADIS (Hessisches Archiv-Dokumentations- und -Informationssystem) aufgerufen werden, von wo aus die Digitalisate der betreffenden Stücke über den Media-Link zugänglich sind.

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  • 12.02.2013 10:00

    Mehr als 10.000 Datensätze im Modul „Jüdische Friedhöfe“

    Mit der Bearbeitung des Friedhofs Seulberg, Gemeinde Friedrichsdorf, Hochtaunuskreis, sind im Modul „Jüdische Friedhöfe“, das in Kooperation mit der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen realisiert wird, nunmehr 45 Begräbnisstätten in allen Teilen Hessens erfasst. Insgesamt können damit die Namen, Lebensdaten, Herkunftsangaben usw. von mehr als 10.000 Verstorbenen über das Landesgeschichtliche Informationssystem Hessen recherchiert werden. Die Bearbeitung des genannten Friedhofs wurde von Dr. Bernd Vielsmeier übernommen.

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  • 15.01.2013 16:13

    Historische Fotografien zu Industrie und Wirtschaft gesucht

    Das Hessische Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg sucht für das Landesgeschichtliche Informationssystem LAGIS historische Fotografien zu den Bereichen Wirtschaft und Industrie. → Nähere Informationen (PDF-Datei).

  • 11.10.2012 15:39

    Modul Historische Kartenwerke erweitert

    Das Modul Historische Kartenwerke wurde um die „Niveau-Karte der Fürstenthümer Waldeck und Pyrmont“ aus dem Jahr 1866 erweitert. Das aus einem Blatt im Maßstab 1:100.000 bestehende Kartenwerk beinhaltet auch die darmstädtischen Herrschaften Itter, Eimelrode und Höringhausen. Es wurde von Melanie Müller-Bering, der Kartographin des Landesamts, zudem inhaltlich erschlossen, so dass datenbankgestützt nach enthaltenen Informationen wie Städten und Dörfern, Flur- und Gewässernamen, Mühlen und anderen topographischen Objekten recherchiert werden kann. Für die Benutzung am Bildschirm stehen unterschiedliche Darstellungsformen und Formate, darunter hochaufgelöste Fassungen in den Formaten PDF und JPEG, zur Verfügung.

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  • 30.08.2012 10:50

    Neue Schnittstelle zur Hessischen Bibliographie

    Seit Längerem schon wird in zahlreichen LAGIS-Modulen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Literaturnachweise direkt mit dem HeBIS-Verbundkatalog bzw. der Hessischen Bibliographie zu verlinken. Damit können sich Nutzerinnen und Nutzer nicht nur darüber informieren, in welchen Bibliotheken des Landes ein bestimmter Titel bzw. eine Zeitschrift verfügbar ist; vielmehr profitieren sie auch von den verschiedenen Maßnahmen der Kataloganreicherung durch den HeBIS-Verbund, wozu die Wiedergabe von Inhaltsverzeichnissen, der Nachweis von Rezensionen oder die komfortable Recherche nach verwandten Titeln über Schlagwörter und Notationen gehört. Seit Neuestem ist es nun auch möglich, über eine LAGIS-Suchmaske direkt im Katalog der Hessischen Bibliographie zu recherchieren. Diese Schnittstelle wird mit der in Vorbereitung befindlichen modulübergreifenden Suche zusätzliche Bedeutung erhalten.

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  • 21.08.2012 13:45

    Online-Angebote für die Heimatforschung: Informationen – Literatur – Quellen

    Am Freitag, dem 21. September 2012, veranstaltet das Hessische Staatsarchiv Marburg in Verbindung mit dem Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde, der Universitätsbibliothek Marburg und der Gesellschaft für Kultur- und Denkmalpflege – Hessischer Heimatbund ein Nutzerseminar zu Online-Angeboten für die Heimatforschung. Nähere Informationen zum Veranstaltungsort und den Anmeldemodalitäten entnehmen Sie bitte der Veranstaltungsankündigung des Staatsarchivs.

  • 04.08.2012 20:49

    Zahlreiche neue Einträge im Modul Zeitgeschichte in Hessen

    Im Zuge der intensiven Arbeit am Modul "Zeitgeschichte in Hessen" sind in den vergangenen Wochen zahlreiche neue Datensätze eingestellt worden, die vor allem die Zeit des Nationalsozialismus und die jüngste Vergangenheit bis in die letzten Tage betreffen. Darunter sind etwa Einträge zu:

    - Die Stadt Kassel eröffnet einen Trinkraum für Alkoholabhängige, 25. Juli 2012
    - Demonstration in Kassel gegen den geplanten Verkauf von Panzern der Firma Krauss-Maffei Wegmann an Saudi-Arabien, 16. Juli 2011
    - Das technische Entwicklungszentrum der Adam Opel AG nimmt einen neuen IBM-Supercomputer in Betrieb, 10. Dezember 2001
    - Unterzeichnung von Betriebsvereinbarungen zur Neustrukturierung des Lohnsystems und der stufenweisen Einführung der Gruppenarbeit bei Opel, 8. April 1991
    - VW startet Fertigung (Aggregat-Aufbereitung) in Kassel, 23. Juni 1958
    - Geheimer Bericht des Sicherheitshauptamts der SS über unmoralisches Verhalten deutscher Frauen, 13. April 1944
    - Schwerer alliierter Bombenangriff auf das Zentrum von Kassel und Zerstörung der Landesbibliothek im Fridericianum, 8. - 9. September 1941
    - Stimmungen im katholischen Klerus zum Elser-Attentat auf Hitler, 22. November 1939
    - Erhebliche Probleme bei der Rückführung der deutschen Bevölkerung aus den westlichen Grenzgebieten, 8. November 1939
    - Eröffnung des neuen Truppenübungsplatzes Wildflecken an der hessen-nassauisch-bayerischen Grenze in der Hohen Rhön, 8. November 1938


    Diese und alle anderen Neueinträge findet man nicht nur über die angebotenen Recherchewege, sondern auch zusammengefasst und ständig aktualisiert auf der Seite "Entdecken" im Modul Zeitgeschichte in Hessen. Insgesamt kann zur Zeit auf mehr als 4.350 Einträge zur hessischen Zeitgeschichte zurückgegriffen werden.

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  • 05.07.2012 16:53

    Neue Diagramme zur Einwohnerstatistik im Historischen Ortslexikon

    Das Historische Ortslexikon wurde um Diagramme zur Entwicklung der Einwohnerzahlen seit 1834 erweitert. Datengrundlage sind die vom Hessischen Statistischen Landesamt veröffentlichten Angaben für die Jahre 1834 bis 1967. Die den einzelnen Ortsartikeln im Abschnitt Statistik beigefügten Grafiken lassen sehr anschaulich die jeweilige Bevölkerungsentwicklung erkennen. Neben Orten im Rhein-Main-Gebiet wie Raunheim (siehe Beispiel unter → Seite aufrufen), Dörnigheim, Rüsselsheim und Walldorf, die ihre Einwohnerzahlen seit dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts mehr als verzwanzigfacht haben, gibt es auch Siedlungen wie Wisper (Rheingau-Taunus-Kreis) oder Altenburg (Schwalm-Eder-Kreis), die größere Verluste hinnehmen mussten. Die Diagramme stehen ab sofort für mehr als 2800 Orte im heutigen Hessen zur Verfügung, eine Erweiterung um weitere Grafiken - etwa zur Flächennutzung - ist in Vorbereitung.

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  • 30.05.2012 23:57

    Modul "Zeitgeschichte in Hessen" freigeschaltet

    Im Rahmen einer Präsentation in der Lobby des Hessischen Landtags wurde am Mittwoch, dem 30. Mai 2012, das neue Modul "Zeitgeschichte in Hessen. Daten, Fakten, Hintergründe" für die Benutzer freigeschaltet. In Anwesenheit von Landtagspräsident Norbert Kartmann sowie von Abgeordneten und Besuchern des Landtages wurden Zielsetzung, Aufbau und Funktion der neuen Internet-Einheit vorgestellt, die künftig den zentralen zeitgeschichtlichen Zugang zu LAGIS bietet.
    Das neue Modul, das in dieser Form keine Parallele in anderen Internetangeboten oder Portalen findet, soll als chronologisch orientiertes Online-Kompendium einen raschen und wissenschaftlich gesicherten Zugang zur Geschichte des Landes im 20. und 21. Jahrhundert bieten. Mit entwickelten Formen der Recherche und vielfältigen Zugangsmöglichkeiten ist das Modul besonders benutzerorientiert. Als Einstieg werden vor allem der Menüpunkt "Entdecken", die "Zeitleiste" und die Stichwortsuche empfohlen.

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  • 22.05.2012 14:57

    Neues Modul „Historische Kartenwerke“

    In dem Modul werden die Blätter älterer Kartenwerke erschlossen und präsentiert, die im Zuge von Landesaufnahmen oder Landesvermessungen für einzelne Vorgängerstaaten des heutigen Landes Hessen im 19. Jahrhundert entstanden sind. Den Anfang bildet die Landesaufnahme vom Herzogtum Nassau aus dem Jahre 1819. Die einzelnen Kartenblätter stehen in verschiedenen Darstellungsformen und Formaten zur Verfügung. Sie sind zudem inhaltlich erschlossen, so dass datenbankgestützt nach enthaltenen Informationen wie Städten und Dörfern, Flur- und Gewässernamen, Mühlen und anderen Objekten recherchiert werden kann.

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  • 13.04.2012 14:31

    Zusammenarbeit mit AK Sport und Geschichte

    Mit dem Arbeitskreis Sport und Geschichte des Landessportbunds Hessen wurde schon Ende 2011 die Mitarbeit des Arbeitskreises an LAGIS auf dem Gebiet der hessischen Sportgeschichte vereinbart. Mögliche Felder der Zusammenarbeit sind z.B. das Modul "Historische Bilddokumente aus Hessen", das künftige Modul "Zeitgeschichte in Hessen" und die Hessische Biografie. In die Biografie konnten jetzt die ersten, von Peter Schermer erstellten Artikel zum Turnpädagogen Adolf Spieß (1810-1858) und zum Handballfunktionär Ernst Feick (1911-2007) eingestellt werden.

  • 13.04.2012 13:10

    Präsentation des Moduls Zeitgeschichte steht bevor

    Das neue Modul "Zeitgeschichte in Hessen. Daten - Fakten - Hintergründe", seit Anfang 2011 in Vorbereitung, wird in Kürze freigeschaltet. Es soll am 28. April den Mitgliedern der AG Zeitgeschichte in Hessen zur Diskussion gestellt werden, bevor es am 30. Mai in der Lobby des Hessischen Landtags präsentiert wird. Zur gleichen Zeit wird die Freischaltung erfolgen.

  • 13.04.2012 13:04

    Verstärkung für das LAGIS-Team

    Seit dem 1. April verstärkt der Wirtschafts- und Sozialhistoriker Dr. Kai Umbach als Wissenschaftlicher Volontär am Hessischen Landesamt das LAGIS-Team. Herr Umbach wird vor allem am Ausbau des Moduls "Zeitgeschichte in Hessen. Daten - Fakten - Hintergründe" mitarbeiten, dessen Veröffentlichung bevorsteht.

  • 15.02.2012 16:15

    Landtagsabgeordnete in der Hessischen Biografie

    Die Abgeordneten des Hessischen Landtags von 1946 bis in die gegenwärtige Legislaturperiode sind nun komplett in der Hessischen Biografie verzeichnet. Im Rahmen eines Werkvertrags bearbeitete und vervollständigte Tamara Ditzel M.A. mit Hilfe der Zusammenstellungen von Jochen Lengemann, der Landtagshandbücher und anderer Quellen die biografischen Daten der Abgeordneten. Fotos der Mitglieder der Hessischen Landtage werden in Kürze folgen.
    Eine Zusammenstellung aller Abgeordneten des Hessischen Landtags seit 1946 finden Sie über die Erweiterte Suche, wenn Sie in das Feld FUNKTION den Suchbegriff "Hessen, Landtag, Abgeordnete" eingeben. Bei einer gleichzeitigen Nutzung der anderen Suchfelder (z.B. für das Geschlecht, die Konfession oder das Geburtsjahr) lassen sich leicht ausgewählte Teilmengen finden (z.B. alle weiblichen Abgeordneten, die vor 1970 geboren sind).
    Das Hessische Landesamt ist an Ergänzungen zu den biografischen Angaben interessiert. Bitte teilen Sie uns gegebenfalls Korrekturen oder Ergänzungen mit.

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  • 17.01.2012 17:42

    Präsentation: Der Landkreis Gießen in LAGIS

    In Anwesenheit von Landrätin Anita Schneider wurde das Landesgeschichtliche Informationssystem in den Räumlichkeiten des Landkreises Gießen einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Gegenstand der Präsentation, zu der das Kreisarchiv Gießen und das Hessische Landesamt für geschichtliche Landeskunde geladen hatten, waren die vielfältigen Informationen, die LAGIS speziell für diesen Landkreis bereitstellt. Die Informationsdichte ist durch einen fortgeschritten Bearbeitungsstand vieler Module gekennzeichnet. Neben Ortslexikon, Mittelhessischem Flurnamenbuch und Ansichten, sind hier vor allem auch die Module Grabdenkmäler und Jüdische Friedhöfe zu nennen. Über die Nutzungsmöglichkeiten und -angebote referierten Wiss. Mitarbeiter Stefan Aumann M.A. und Dr. Ulrich Ritzerfeld vor einem großen Kreis von Zuhörern.

  • 22.12.2011 15:37

    Neuer Webauftritt des Hessischen Landesamts

    Mit einem neuen Webauftritt präsentiert sich das Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde im Rahmen des Landesportals hessen.de. Die neue Internet-Adresse lautet: http://www.hlgl.hessen.de. Bitte ändern Sie gegebenenfalls Ihre Lesezeichen.
    Die LAGIS-Adresse bleibt unverändert.
    → Zur Pressemitteilung

  • 01.12.2011 20:08

    Sieben Jahre LAGIS

    Vor sieben Jahren, am 1. Dezember 2004, wurde das Landesgeschichtliche Informationssystem Hessen (LAGIS) in Betrieb genommen. Im Rahmen einer Präsentationsveranstaltung im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden gab der damalige Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, offiziell den Start frei für das im Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg entwickelte Internetangebot. Seitdem hat sich LAGIS technisch, inhaltlich und dem Umfang nach ständig weiterentwickelt. Mit sechs Modulen gestartet (Historisches Ortslexikon, Geschichtlicher Atlas, Pläne und Karten, Historische Ortsansichten, LAGIS-Literatur-DB, Landgrafenregesten) umfasst der für jedermann frei zugängliche Teil von LAGIS inzwischen 18 Module. An weiteren 8 Modulen wird zur Zeit intensiv gearbeitet. Die meisten der älteren und alle jüngeren Module werden inzwischen in der sukzessive eingeführten LAGIS 2.0-Version betrieben. Mit dem Abschluss der Migrationsarbeiten und weiteren Neuerungen ist in näherer Zeit zu rechnen.

  • 01.12.2011 11:07

    Ziegenhainer Regesten jetzt zugänglich

    Im Rahmen einer Veranstaltung der Historischen Kommission für Hessen, des Schwälmer Heimatbunds und des Hessischen Landesamts für geschichtliche Landeskunde im Museum der Schwalm in Schwalmstadt-Ziegenhain wurde am 29.11.2011 das neue LAGIS-Modul "Regesten der Grafen von Ziegenhain" präsentiert und ist ab sofort für jedermann frei zugänglich.
    Die von Dr. Bettina Toson im Auftrag der Historischen Kommission und in Kooperation mit dem Hessischen Landesamt erarbeiteten 1.435 Regesten aus der Zeit von 1129-1501 umfassen die gesamte schriftliche Überlieferung der Grafen von Ziegenhain und Nidda (sowie der Grafen von Reichenbach), die im Hessischen Staatsarchiv Marburg und zu einem kleineren Teil im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt verwahrt werden. Die von Stefan Aumann (HLGL) entwickelte und realisierte Anwendung erlaubt verschiedenartige Zugänge zu den Stücken. Besonders attraktiv wird die Darstellung der Urkunden und Abschriften durch hochaufgelöste Fotografien der Originale, die von Frau Barbara Krippner (Staatsarchiv Marburg) gefertigt wurden. Der Information über genealogische Zusammenhänge und der gezielten Suche nach den Urkunden einzelner Grafen und Gräfinnen dienen die Stammtafeln, die auf den Arbeiten von Martin Röhling (Nidda) beruhen.
    Ein Faltblatt zum neuen Modul kann als pdf-Datei abgerufen und heruntergeladen werden.

    → Faltblatt anzeigen

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  • 24.10.2011 09:27

    Modul Grabdenkmäler in verbesserter Technologie

    Das seit längerem angebotene Modul Grabdenkmäler ist jetzt in der verbesserten LAGIS-2-Technologie verfügbar. Die Daten zu den bisher dokumentierten Grabplatten, Epitaphien und Grabsteinen in Hessen bis etwa 1650 wurden in das neue Angebot migriert und dabei konsolidiert. In der verbesserten Darstellungsform werden in der Detailansicht jetzt alle Informationen zu einem Denkmal auf einer Seite präsentiert. Bei einer Einfachen Suche ist eine Filterung der Ergebnisse nach unterschiedlichen Kriterien möglich. Die Ausprägungen zu den Feldern Typ, Geschlecht, Alter und Familienstand, Stand usw. wurden zusammengefasst. Die Ergebnisse einer Erweiterten Suche können jetzt auf neuer kartographischer Grundlage in zwei Zoomstufen angezeigt werden.
    Das Modul in der erneuerten Technologie wurde am 22. Oktober 2011 bei einem Vortrag vor der Althessischen Ritterschaft im Stift Kaufungen erstmals öffentlich präsentiert.

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  • 06.10.2011 18:01

    Biografie zu Eugen Dyckerhoff von Knut Stegmann

    In den biografischen Artikel zu Eugen Dyckerhoff (1844-1924), dem bedeutenden Pionier des Betonbaus und erfolgreichen Unternehmer, wurde eine Biografie von Dr. Knut Stegmann (ETH Zürich) eingefügt. Sie ist Teil eines längeren, 2011 erschienenen Aufsatzes des Verfassers zu Eugen Dyckerhoff und wurde vom Verfasser der Hessischen Biografie zur Verfügung gestellt.

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  • 06.10.2011 11:33

    Mehr als 7000 Sätze in der Hessischen Biografie

    Die Bearbeitung der Hessischen Biografie schreitet voran. Bearbeiter im Institut für Personengeschichte in Bensheim und im Hessischen Landesamt sowie externe Mitarbeiter haben inzwischen mehr als 7000 Biogramme und zahlreiche Biografien von Personen erstellt, die in Hessen geboren oder gestorben sind oder dort längere Zeit gewirkt haben und öffentlich in Erscheinung getreten sind. Über die zuletzt eingestellten Biografien und die Erinnerungstage zum aktuellen Datum informiert die Seite Entdecken.

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  • 20.09.2011 11:50

    Ziegenhainer Regesten vor der Fertigstellung

    Die Regesten der Grafen von Ziegenhain, die im Auftrag der Historischen Kommission für Hessen von Frau Dr. Bettina Toson erarbeitet wurden, sind fertiggestellt und stehen von Ihrer Veröffentlichung in LAGIS. Die mehr als 1400 Regesten umfassen nach dem Pertinenzprinzip alle Urkunden und anderen überlieferten Quellen zur Geschichte der Grafen von Ziegenhain (und Nidda), die 1450 im Mannesstamm ausstarben und von den Landgrafen von Hessen beerbt wurde. Die meisten der erhalten Quellen werden heute im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwahrt; erfasst sind aber auch Stücke aus anderen Archiven und Überlieferungen. Besonders wertvoll und attraktiv ist das Angebot der hochaufgelösten Urkundenfotos für die in den Staatsarchiven Marburg und Darmstadt erhaltenen Urkunden und Abschriften. Die Regesten werden in der Form der Regesten der Landgrafen von Hessen in LAGIS zugänglich gemacht. Links verweisen auf die Landgrafenregesten, die Bestände des Lichtsbildarchivs älterer Originalurkunden bis 1250, die digitale MGH und die Regesta Imperii.

    Nach Abschluss der zur Zeit laufenden Korrektur- und Testphase wird das Modul "Regesten der Grafen von Ziegenhain" am Dienstag, dem 29. November 2011, in einer Veranstaltung des Schwälmer Heimatsbunds, der Historischen Kommission für Hessen, des Hessischen Staatsarchivs Marburg und des Hessischen Landesamts für geschichtliche Landeskunde im Museum der Schwalm in Schwalmstadt-Ziegenhain öffentlich präsentiert werden. Das Modul wird mit dieser Veranstaltung für jedermann frei zugänglich sein.

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  • 30.08.2011 14:42

    Verbesserte Kartenanzeige in den Modulen

    Die Kartengrundlage für die Anzeige der Lage eines Ortes in Hessen im Miniaturformat (z.B. im Historischen Ortslexikon) oder im Ergebnisformat (z.B. in den Modulen Historische Bilddokumente, Gerichtsstätten in Hessen, Topographie des Nationalsozialismus) wurde verbessert. Frau Melanie Müller-Bering (HLGL) hat die zugrunde liegenden Karten dahingehend überarbeitet, dass neben den Kreisgrenzen auch die Geländestruktur erkennbar ist.

  • 22.08.2011 11:27

    Neues Glossar zu Jüdischen Friedhöfen verfügbar

    Im Modul Jüdische Friedhöfe ist jetzt ein von Dr. Bernd Vielsmeier erarbeitetes Glossar verfügbar, das zum Verständnis wenig bekannter Begriffe im Modul beitragen soll. Das Glossar wird bei Bedarf um weitere Einträge ergänzt.
    Das Glossar ist im Modul Jüdische Friedhöfe unter dem Menüpunkt "Beschreibung" zu finden.

  • 19.08.2011 14:23

    Stammtafeln im Modul Landgrafenregesten verfügbar

    Die Stammtafeln der Landgrafen von Hessen (bis zu Philipp d.Gr.), die bisher nur unter der Oberfläche der Historischen Kommission verfügbar waren, sind nun im LAGIS 2.0-Modul unter dem Menüpunkt Stammtafeln erreichbar. Sie wurden im Wesentlichen auf der Grundlage des Werks von Carl Knetsch, Das Haus Brabant. 1. Vom 9. Jahrhundert bis zu Philipp dem Grossmütigen, 1917 erarbeitet.

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  • 18.08.2011 08:37

    Landgrafenregesten mit neuer Oberfläche

    Die Regesten der Landgrafen von Hessen, die seit 2002 in enger Kooperation mit dem Hessischen Staatsarchiv Marburg und der Historischen Kommission für Hessen erarbeitet werden, sind jetzt unter neuer Oberfläche erreichbar.Dabei wurde das Online-Angebot um weitere Recherchemöglichkeiten, z.B. die Facettierung (Filterung) der Ergebnismengen erweitert. Zusätzlich werden weitere Suchfelder, z.B. für Aussteller und Empfänger ausgewiesen.
    Die bisher auf der Web-Site der Historischen Kommission für Hessen angebotene, inhaltlich identische Version der Datenbank wurde im Einverständnis mit der Historischen Kommission eingestellt. Bitte ändern Sie gegebenenfalls darauf verweisende Lesezeichen (Bookmarks).

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Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde