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Hessische Biografie

Portrait

Johann August Freiherr von Starck
(1741–1816)

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Starck, Johann August Freiherr von [ID = 2005]

* 28.10.1741 Schwerin, † 3.3.1816 Darmstadt, Begräbnisort: Jugenheim 6.3.1816, evangelisch
Theologe, Oberhofprediger, Freimaurer
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Pseudonym(e):

Nicolai, Christian ; Nikolai, Christian

Wirken

Werdegang:

  • Studium der orientalischen Sprachen in Göttingen 1760-1763
  • Aufnahme in die Templerloge in Göttingen
  • 1763 Lehrer der römischen Altertümer und orientalischen Sprachen an der Peterschule in Petersburg
  • Bildete einen Kreis von Theosophen mit theosophisch-magisch-alchemistischen Kenntnissen
  • Reisen nach Italien, Frankreich (1 Jahr Paris, Rektor für morgenländische Sprachen an der Bibliothek St. Germain)
  • angebliche Konversion zum Katholizismus St. Sulpice am 8.2.1766 (bestritt Stark selbst, ist aber wahrscheinlich)
  • 1767 in Wismar Konrektor
  • 1769 in Königsberg
  • 1770 dort Professor der orientalischen Sprachen
  • 1774 Professor der Theologie
  • 1776 Oberhofprediger und Generalsuperintendent, Abgang infolge der Differenzen mit Haman
  • 1777 Professor der Philosophie in Mitau
  • 1781 Oberhofprediger in Darmstadt (Gönner: Erbprinz/Landgraf Ludwig X./Großherzog Ludwig I., der zum „Bund der Sieben“ gehörte)
  • 1807 Großkreuz des Ludwigs-Ordens
  • 1811 Großherzoglich-hessischer Freiherrnstand
Familie

Vater:

Stark, Samuel Christfried, 1688-1769, 2. Domprediger zu Schwerin, Sohn des Samuel Stark, Pastor zu Dargun, dann Pastor an St. Jacobi in Rostock, aus altem Pfarrergeschlecht in Pommern und Mecklenburg

Mutter:

Meyer, Auguste Marie, 1713-1777, war eine Tochter des Daniel Meyer, Regierungskanzlist in Schwerin

Partner:

  • Schultz, Maria Albertina, (⚭ Köngisberg 14.4.1774) veräußert aus Not die Bibliothek ihres Mannes an die Hof- und Landesbibliothek Darmstadt für 4.000 fl., Tochter des Franz Albrecht Schultz, † Königsberg 19.5.1762, Doktor der Theologie, ordentlicher Professor der Theologie in Königsberg, Kirchen- und Konsistorialrat, Direktor des Friedrich-Collegs in Königsberg, Lehrer von Kant

Verwandte:

Nachweise

Literatur:

  • ADB 35, 1883, S. 465-466 (Paul Tschackert)
  • Stadtlexikon Darmstadt, 2006, S. 886 (Eckhart G. Franz)
  • Wilhelm Müller, Chronik der Darmstädter kirchlichen Ereignisse;
  • Gustav Krüger, Johann August Stark, der Kleriker. Ein Beitrag zur Geschichte der Theosophie des 18. Jahrhunderts, in: FS D.Karl Müller zum 70. Geburtstag, Tübingen, 1922, S. 244-266;
  • Paul Konschel, Hamans Gegner, der Kryptokatholik J. A. Starck, Oberhofprediger und Superintendent in Ostpreußen, Schr. d. Synodalkommission f. Ostpreuß. Kirchengeschichte, H. 13, Königsberg 1912;
  • Gustav Krüger, Johann August Stark und der Bund der Sieben, in: Ich dien, FS Prälat Diehl, Darmstadt 1931, S. 237-259

Bildquelle:

Wikipedia (Datei:Johann August von Starck)

Zitierweise
„Starck, Johann August Freiherr von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/119535890> (Stand: 28.6.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde