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Hessische Biografie

Portrait

Holger Börner
(1931–2006)

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GND-Nummer

118820362

Börner, Holger [ID = 2539]

* 7.2.1931 Kassel, † 2.8.2006 Kassel-Wolfsanger
Maurerpolier, Politiker, Ministerpräsident
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1948 Mitglied der SPD (Ziehsohn des Kasseler Oberbürgermeister Lauritz Lauritzen), jahrelang alle Ämter der Parteivorstände in Kassel und Umland inne
  • 1956-1972 SPD-Stadtverordneter in Kassel
  • 1957-1976 Mitglied des Deutschen Bundestages (als jüngstes Mitglied), Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Verkehr, Post und Fernmeldewesen
  • 1960-1966 Vorsitzender der SPD-Stadtverordnetenfraktion
  • 1961-1964 Vorsitzender der Jungsozialisten in der SPD
  • 1967-1972 Parlamentarischer Staatssekretär für Verkehr
  • 1972-1976 Bundesgeschäftsführer der SPD (unter Willy Brandt, Wahlsiege der SPD 1972 und 1976)
  • 1976-1987 Ministerpräsident des Landes Hessen
  • 1977 Landesvorsitzender der SPD
  • 1978-1987 Mitglied des Hessischen Landtags
  • 1984 erster Ministerpräsident einer rot-grünen Landesregierung in Hessen
  • 12.1987-2003 Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung, dann Ehrenvorsitzender
  • Mitglied der Loge „Durch Licht zum Frieden“, Ehrenmitglied der Loge „Zur Freundschaft“
  • Gründungsmitglied der Louis-Spohr-Stiftung, Kassel
  • 1987 Verleihung des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • 1987 Großkreuz Erster Klasse der Republik Österreich
  • 1988 Ehrenbürger der Stadt Kassel
  • 1993 Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen

Funktion:

  • Hessen, 09. Landtag, Mitglied (SPD), 1978-1982
  • Hessen, 10. Landtag, Mitglied (SPD), 1982-1983
  • Hessen, 11. Landtag, Mitglied (SPD), 1983-1987
  • Hessen, Ministerpräsident, 1976-1987
Familie

Vater:

Börner, Hermann, * Kassel 25.8.1906, † gefallen östlich von Smolensk 14.10.1941 bei Brückenbauarbeiten für die Organisation Todt durch sowjetische Partisanen, Polier, SPD-Vorsitzender in Wolfsanger, wurde von den Nationalsozialisten 1933-36 in einem KZ im Emsland interniert

Mutter:

Bengsohn, Martha, 1909-1997, Stadtverordnete in Kassel

Partner:

  • Förster, Carola, (Kassel 27.12.1950) aus Hirschberg im Riesengebirge, Erzieherin und Kindergärtnerin, Tochter der Maria Förster

Verwandte:

  • Börner, Olaf <Sohn>
  • Börner-Pospich, Heike <Tochter>
  • Börner, Fritjof <Sohn>, Dr.
Nachweise

Literatur:

Bildquelle:

http://www.spd-fraktion-hessen.de/Geschichte.14.0.html

Leben

Holger Börner stammte aus einer sozialdemokratisch geprägten Familie. Sein Großvater soll wegen der Sozialistengesetzte Bismarcks von Berlin nach Kassel gezogen sein.

Holger Börner, der von sich bekannte, stets eine Waffe bei sich gehabt zu haben, regelmäßig Schießtraining nahm und zur Selbstverteidigung willens war, wurde als entschlossener Staatsmann und überzeugender Anwalt der Bürger gewürdigt.

Zitierweise
„Börner, Holger“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118820362> (Stand: 3.8.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde