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Hessian Biography
Further Information
GND-ID
118656961
Bamberger, Ludwig [ID = 9305]
- * 22.7.1823 Mainz, † 14.3.1899 Berlin, jüdisch
Bankier, Politiker, Parlamentarier, Nationalökonom, Publizist - Activity ↑
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Career:
- Besuch des Gymnasiums in Mainz
- 1842-1845 Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten Gießen, Heidelberg (Burschenschaft Walhalla, Bundesbruder Friedrich Kapps) und Göttingen
- 1845-1848 hessischer juristischer Vorbereitungsdienst, unter anderem Akzessist in Mainz, aufgrund seines jüdischen Glaubens aber nicht in den Staatsdienst übernommen
- Führer der demokratischen Linken in Rheinhessen
- militanter Redakteur der „Mainzer Zeitung“
- 1849 Mitkämpfer des Reichsverfassungsaufstands
- Verurteilung zum Tod, Flucht in die Schweiz, nach Belgien, London, Amsterdam
- gründet 1851 sein eigenes Bankhaus in Rotterdam L. A. Bamberger & Co., an dem seine Vettern Bischoffsheim maßgeblich beteiligt sind
- geht 1853 mit seiner Bank nach Paris
- 1853 Leiter der Filiale des Bankhauses Bischoffsheim, Goldsmid & Avigdor in Paris
- in Paris Mitbegründer der Banque de Paris et des Pays Bas
- 1866 Rückkehr nach Mainz nach der Amnestie
- 1868-Januar 1874 Mitglied des Deutschen Zollparlaments und des Deutschen Reichstags (Wahlkreis 9 Hessen)
- 1870 im deutschen Hauptquartier publizistisch tätig
- 1871-1878 Vorstand der nationalliberalen Reichstagsfraktion
- Januar 1874-Juni 1893 Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Großherzogtum Hessen 8: Bingen, Alzey (Nationalliberale Partei)
- bildete im Kampf gegen Bismarcks Zoll- und Handelspolitik nach 1879 die Gruppe der Sezessionisten
- begraben in Berlin, jüdischer Friedhof in der Schönhauser Allee, gemeinsame Grabstätte mit Eduard Lasker
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Role:
- Deutschland, Reichstag, Mitglied, 1871-1893
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(Art-) Works:
- Deutschtum und Judentum, 1880.
- Gesammelte Schriften, 5 Bde., 1894–1898.
- Bismarck posthumus, 1898.
- Erinnerungen, hg. v. Paul Nathan, 1899.
- Ausgewählte Reden und Aufsätze über Geld- und Bankwesen, hg. von K. Helfferich, 1900.
- Bismarcks großes Spiel. Die geheimen Tagebücher Ludwig Bambergers, hg. von Ernst Feder, 2. verb. und erg. Auflage, Frankfurt am Main 1932.
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Places of Residence:
- Mainz; Gießen; Heidelberg; Göttingen; London; Amsterdam; Rotterdam
- Family Members ↑
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Father:
Bamberger, August, 1790–1858, Bankier
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Mother:
Bischoffsheim, Amalie, 1802-1877
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Partner(s):
- Belmont, Anna, * Alzey 1826, gestorben Wiebaden 19.10.1874, Heirat Rotterdam 5.5.1852, Tochter des Joseph Florian Belmont, Kaufmann in Alzey, und der Henriette Bischoffsheim
- References ↑
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Sources:
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Bibliography:
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 46, Leipzig 1902, S. 193-199 (Karl Wippermann)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 1, Berlin 1953, S. 572-574 (Theodor Heuss)
- Haunfelder, Die liberalen Abgeordneten des Deutschen Reichstags 1871–1918. Ein biographisches Handbuch, Münster 2004, S. 50 f.
- Klein, Die Hessen als Reichstagswähler, Bd. 3, Marburg 1995, S. 351 f., 354 f., 359, 362, 364, 389 f., 1357
- Paul Nathan (Hrsg.), Erinnerungen an Ludwig Bamberger, Berlin 1899
- Salomon Wininger, Große Jüdische National-Biographie 1, 1925, S. 233-234;
- Lexikon deutsch-jüdischer Autoren. Archiv Bibliographia Judaica. Red. Leitung: Renate Heuer, Berlin, Bd. 1, S. 330-343;
- Peter Fleck u. Eckhart G. Franz, Die nachrevolutionären Landtage des Großherzogtums Hessen 1849 – 1856. Reden aus den parlamentarischen Debatten, Darmstadt 2008, S. 23, 219, 252, 765, 774;
- Köhler/Dipper, Einheit vor Freiheit? Die hessischen Landtage in der Zeit der Reichseinigung. 1862-1875, Darmstadt 2010, S. 45 f.
- Benedikt Koehler, Ludwig Bamberger. Revolutionär und Bankier, Stuttgart 1999;
- Marie Luise Weber, Ludwig Bamberger. Ideologie statt Realpolitik, Stuttgart 1987;
- Stanley Zucker, Ludwig Bamberger, Pittsburgh 1975.
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Image Source:
Unknown, Ludwig Bamberger, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)
- Citation ↑
- „Bamberger, Ludwig“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118656961> (Stand: 14.3.2026)
