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Premiere von Hochhuths „Stellvertreter“ in Frankfurt, 15. Februar 1964

Das Theaterstück „Der Stellvertreter. Ein christliches Trauerspiel“ des in Eschwege geborenen Schriftstellers Rolf Hochhuth (1931–2020) kommt auf der Freien Volksbühne Berlin in Frankfurt zur Aufführung. Hochhuth behandelt in dem viel diskutierten Stück die Frage nach der Positionierung Papst Pius XII. (1876–1958) zum Nationalsozialismus und einer Mitschuld der katholischen Kirche an der Judenverfolgung.1 Die erste Station der durch 21 deutsche Städte führenden Gastspielreise war in München.2 Aufgrund von Ausschreitungen während vorangegangener Premieren des Stückes, werden für die Frankfurter Premiere zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Insbesondere werden Polizeibeamte in Zivil im Zuschauerraum wie auch vor dem Theater vor Ort sein.3 „Der Stellvertreter“ ist das erste Schauspiel Hochhuths, das sich mit der Thematik des Zweiten Weltkriegs beschäftigt.
(FW)


  1. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.2.1964, S. 11: Vor der „Stellvertreter“-Premiere; Lebendiges Museum Online (LeMO): Biografie Rolf Hochhuth, eingesehen am 8.9.2015; Franz, Chronik Hessens, S. 450.
  2. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.2.1964, S. 2: Kulturelle Nachrichten.
  3. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.2.1964, S. 29: Zwölf Beamte im Zuschauerraum.
Records
Recommended Citation
„Premiere von Hochhuths „Stellvertreter“ in Frankfurt, 15. Februar 1964“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edb/id/1181> (Stand: 7.9.2020)
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