Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 18. Oktober 1820: Grundsteinlegung für die Frankfurter Stadtbibliothek
    Als am 18. Oktober 1820 in Frankfurt am Main der Grundstein für die neue Stadtbibliothek gelegt wird, geht damit eine gut dreißigjährige Planungsgeschichte zu Ende. Bereits 1788 war im städtischen Senat über den Neubau einer Bibliothek beraten worden, deren Bestände sich damals in Räumen des Barfüßerklosters befanden. Da man sich jedoch in den wiederkehrenden Beratungen nicht auf einen ... »Details
  2. 17. Dezember 1820: Konstitutionelle Verfassung für das Großherzogtum Hessen-Darmstadt
    In der neu geschaffenen Verfassung für das Großherzogtum Hessen-Darmstadt wird der gesamte Bildungs- und Kulturbereich dem Innenministerium unterstellt. Die Verfassung wird am 22. Dezember 1820 veröffentlicht und gilt als Dokument eines aufgeklärten Absolutismus, dass die volle Souveränität des Fürsten garantiert. Schulische Fragen werden im Einzelnen nicht verfassungsrechtlich geregelt und ... »Details
  3. 21. Dezember 1820: Verkündung der Verfassungsurkunde des Großherzogtums Hessens
    In einer Petition forderten 160 Volksabgeordneten der Provinz Starkenburg eine Verfassung. Die im Gasthof „Zum Löwen“ in Zwingenberg an der Bergstraße formulierte Aufforderung war an Großherzog Ludewig I. (1753–1830) gerichtet und wurde von dem Darmstädter Hofgerichtsadvokaten Heinrich Karl Hofmann (1795–1845) sowie von Georg Rühl und Wilhelm Stahl (1793–1841) angeführt. Sie werden ... »Details
  4. 1821: Neuorganisation der katholischen Bistümer in preußischen Gebieten
    Zwischen dem preußischen Staat und dem Kirchenstaat wird die Umstrukturierung des Bistums Paderborn festgelegt. Die Bistümer Fulda, Erfurt, Magdeburg werden als Suffraganbistümer dem Erzbistum Paderborn untergeordnet. Der nördliche Teil des heutigen Landkreises Waldeck-Frankenberg mit den Orten Arolsen, Wildungen, Diemelstadt, Korbach, Lichtenfels, Waldeck, Teilen von Volkmarsen und den ... »Details
  5. 1821-1835: Parlamentsdebatten über die Gleichberechtigung der Juden
    Die Frage um die Gleichberechtigung der jüdischen Bevölkerung wurde in den verschiedenen hessischen Parlamenten intensiv diskutiert und zog sich über Jahrzehnte hin.  ... »Details
  6. 27. Februar 1821: Wilhelm I. verstirbt in Kassel
    Am 27. Februar stirbt Kurfürst Wilhelm I. (geb. 1743) in Kassel. Er wird am 19. März in der Gruft unter der Kapelle in der von ihm errichteten Löwenburg beigesetzt. Nur wenige Monate zuvor hatte er den Grundstein zu der seit 1813 von ihm geplanten Chattenburg gelegt, deren Bau mit seinem Tod zum Erliegen kam. ... »Details
  7. 21. März 1821: Kurfürst Wilhelm II. ernennt Emilie Ortlöpp zur Gräfin von Reichenbach
    Am 21. März 1821 erhebt Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) seine langjährige Mätresse Emilie Ortlöpp (1791–1843), die Tochter eines Goldschmieds aus Berlin, zur Gräfin von Reichenbach. Mit ihren mittlerweile sechs Kindern zieht sie in das ehemalige Palais Gohr in der Königstraße in Kassel, das von Johann Conrad Bromeis (1788–1855) für sie umgebaut und dann als „Palais Reichenbach“ ... »Details
  8. 9. April 1821: In Frankfurt verabschiedet die Bundesversammlung die „Kriegsordnung des deutschen Bundes“
    Am 9. April 1821 wird in Frankfurt am Main die „Kriegsordnung des deutschen Bundes“ verabschiedet. Auch wenn die Rekrutierung Ländersache ist, legt die neue Ordnung für jeden Einzelstaat fest, dass 1 % der Einwohner dem Militär dienen müssen. Weiterhin setzt sich daraus das künftige „Bundesheer“ zusammen. Während die Truppen aus Frankfurt, Hessen-Homburg und Waldeck die ... »Details
  9. 1. Mai 1821: Kurfürst Wilhelm II. schenkt seiner Gemahlin Auguste den Landsitz Schloss Schönfeld
    Am 1. Mai 1821 überschreibt Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) seiner Gattin Auguste (1780–1841) zu ihrem Geburtstag „die Gebäude und Garten-Anlagen zu Schönfeld, unter der Benennung: Augustenruhe zum völligen Eigentum“.1=Zitiert nach Fenner 1995, S. 114 Diese versammelte dort bei ihren Abendgesellschaften den aus Militärs, Beamten und Künstlern bestehenden „Schönfelder Kreis“, ... »Details
  10. 30. Mai 1821: Gesetz über die Auswanderung
    Die verschiedenen hessischen Staaten schrieben in ihren Verfassungen das Recht auf Auswanderung fest. Das betraf nicht nur die Emigration nach Übersee, sondern auch den Umzug in andere deutsche Staaten. Dabei hatten sich die Auswanderungswilligen an Vorschriften zu halten und konnten nicht ohne vorherige Anzeige bei der Regierung das Land verlassen. Ein Gesetz Großherzogs Ludwig II. ... »Details
  11. 9. Juni 1821: Johann Conrad Bromeis wird Hofbaumeister im Kurfürstentum Hessen
    Am 9. Juni 1821 beruft der neue Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) den Kasseler Baumeister Johann Conrad Bromeis (1788–1855) zum Hofbaumeister. Nach der Errichtung einer eigenen Hofbaudirektion wird dieser noch im Dezember desselben Jahres Oberhofbaumeister.|In dieser Funktion war er verantwortlich für zahlreiche höfische Bauprojekte wie etwa das Residenzpalais und das Hofverwaltungsgebäude ... »Details
  12. 29. Juni 1821: Wilhelm II. unterzeichnet Organisationsedikt
    Das von Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) als eine der ersten Verfügungen nach dem Tod seines Vaters Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) am 29. Juni 1821 in Kassel unterzeichnete Organisationsedikt („Verordnung über die Umbildung der bisherigen Landesverwaltung“) gibt Kurhessen eine fortschrittliche Verwaltung mit getrennten Kreis- und Justizämtern. Für die vier neugeschaffenen Provinzen ... »Details
  13. 21. Juli 1821: Errichtung der Handelskammer in Offenbach
    Die Großherzoglich Hessische Regierung gewährt der Stadt Offenbach am Main die volle Gewerbefreiheit. Aufgrund dessen wird in der „Handels- und Fabrikstadt“ am 21. Juli 1821 vom Innen- und Justizministerium eine Handelskammer, bestehend aus neun Kaufleuten und Fabrikanten, errichtet. Zu ihrem ersten Präsidenten wird Philipp Casimir Krafft (1773–1836) gewählt. Vorher gab es eine solche ... »Details
  14. 6. August 1821: Verabschiedung des „Rekrutierungsgesetzes“
    Am 9. April 1821 wird in Frankfurt am Main die „Kriegsordnung des deutschen Bundes“ verabschiedet. Auch wenn die Rekrutierung Ländersache ist, legt die neue Ordnung für jeden Einzelstaat fest, dass 1 % der Einwohner dem Militär dienen müssen. Daraus setzt sich das künftige „Bundesheer“ zusammen. Während die Truppen aus Frankfurt, Hessen-Homburg und Waldeck die Reservedivision mit ... »Details
  15. 13. August 1821: Aufführung des ersten Theaterstücks in hessischem Dialekt in Frankfurt
    „Die Entführung“, ein heroisches Lustspiel von Carl Balthasar Malß (1792–1848), ist das erste in Frankfurt am Main aufgeführte Theaterstück in hessischem Dialekt.(StH) ... »Details
  16. 16. August 1821: Neuorganisation der Bistümer Mainz und Fulda
    Die Grenzen des ehemaligen Fürstbistums Mainz werden als kirchenrechtlicher Bezirk neu gefasst. Mit der päpstlichen Bulle „Provida solersque“ wird das Bistum mit wesentlich verkleinertem Gebiet dem Erzbistum Freiburg (Oberrheinische Kirchenprovinz) als Bistum zugeordnet. ... »Details
  17. 5. Dezember 1821: In Wiesbaden konstituiert sich der Verein für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung
    Entstanden aus dem Wunsch, im Herzogtum Nassau Möglichkeiten für die Erforschung der römischen und deutschen Altertümer zu schaffen, hatte der Wiesbadener Hofkammerrat Christian Friedrich Habel (1747–1814) zusammen mit dem Frankfurter Kunstsammler Freiherr Johann Isaak von Gerning (1767–1837) bereits 1812 einen Entwurf für die Vereinsstatuten einer „Alterthumsgesellschaft für das ... »Details
  18. 1822: Erste Vorschläge zum Bau einer Bahnverbindung zwischen Bremen und Frankfurt
    Der Kasseler Baumeister und Unternehmer Karl Anton Henschel (1780–1861) entwickelte 1822 in seiner Schrift „Vorschläge zu Eisenbahnen für die Bergwerke“ die Idee einer Pferdebahn von Bremen über Kassel nach Frankfurt am Main und war damit einer der Ersten, die sich mit der Idee eines neuen, auf Schienen geführten Verkehrssystems beschäftigten.|Seit 1817 war der ursprünglich im ... »Details
  19. 1822: Handels- und Gewerbeverein in Kassel nimmt Tätigkeit auf
    Im Zuge der Neuorganisation des Kurstaates durch das 1821 durch Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) erlassene Organisationsedikt nimmt 1822 in Kassel ein zentraler Handels- und Gewerbeverein die Arbeit auf. In der Folge entstanden mehrere Zweigvereine in anderen Orten des Landes, unter anderem in Marburg und Hanau.|Der Verein fungierte als Gutachter und Berater in allen kommerziellen und ... »Details
  20. 1822: Bau des Großen Pflanzenhauses bei Schloss Wilhelmshöhe
    Nach seinem Regierungsantritt 1821 ordnete Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) den Bau eines großen Pflanzenhauses bei Schloss Wilhelmshöhe an, das als Schauhaus für seine Pflanzensammlung dienen soll. Der am nördlichen Ende des Bowlinggreen 1822 gegenüber dem Marstall errichtete Neubau ersetzte die damals zum Abbruch freigegebenen Treibhäuser nordwestlich des Schlosses. ... »Details
  21. Januar 1822: Eröffnung der „Großherzoglichen Realschule“ in Darmstadt
    Im Januar 1822 wird in Darmstadt die „Großherzogliche Realschule“ eröffnet, die im Unterschied zum „Pädagog“, dem ursprünglich als Lateinschule gegründeten Gymnasium, die Ausbildung der Söhne des Bürgertums in den „Realien“, den praktisch nutzbaren Fächern Mathematik, Physik, Geografie, Naturkunde, Schön- und Briefschreiben übernehmen sollte. Der Unterricht startete zunächst ... »Details
  22. 14. Januar 1822: Louis Spohr wird Hofkapellmeister in Kassel
    Im Januar 1822 tritt Louis Spohr (1784-1859) sein Amt als Hofkapellmeister am Hoftheater in Kassel an. Bereits zwischen 1817 und 1819 war der berühmte Violinvirtuose als leitender Kapellmeister am Stadttheater in Frankfurt am Main tätig gewesen.|Als Kapellmeister formte er die Kasseler Hofkapelle zu einem Orchester von hohem Rang. Allein in den ersten Jahren seiner Tätigkeit brachte er vierzig ... »Details
  23. April 1822: In Frankfurt erscheint E. T. A. Hoffmanns Kunstmärchen „Meister Floh“
    Im April 1822 erscheint in Frankfurt am Main das Kunstmärchen „Meister Floh“ des Juristen, Dichters und Musikers E. T. A. Hoffmann (1766–1822) im Verlag von Friedrich Wilmans (1764–1830).  ... »Details
  24. 12. Juni 1822: Eröffnung der ersten Geschäftsstelle der Frankfurter Sparkasse von 1822
    Am 29. August 1821 hatte die Generalversammlung der seit 1816 bestehenden „Gesellschaft zur Beförderung der nützlichen Künste und der sie veredelnden Wissenschaften“ (Polytechnische Gesellschaft) in Frankfurt am Main die Gründung einer gemeinnützigen Sparkasse beschlossen, um Geringverdienern und Handwerkern die Möglichkeit zu geben, ihre Ersparnisse sicher anzulegen. Die erste ... »Details
  25. 14. August 1822: Neue Medizinalordnung für das Großherzogtum Hessen-Darmstadt
    Mit der neuen Medizinalordnung wird das gesamte Gesundheitswesen im Großherzogtum Hessen rechtlich neu geregelt. Das gesamte Land wird in sogenannte Physikate eingeteilt, die als medizinische Verwaltungseinheiten fungieren. Die Ärzte werden als Beamte nun vom Staat bezahlt, übernehmen Aufgaben als Gesundheitsbehörde (Aufsicht über Ärzte, Verhinderung von Epidemien), als Ordnungsamt ... »Details
  26. Herbst 1822: J. A. Mollenhauer gründet eine Werkstatt für Holzblasinstrumente in Fulda
    Nach siebenjähriger Wanderschaft gründet der gelernte Drechsler und Uhrmacher Johann Andreas Mollenhauer (1798–1871) im Herbst 1822 eine Werkstatt in seiner Heimatstadt Fulda. Dort spezialisiert er sich auf den Bau von Holzblasinstrumenten, mit denen er schnell reüssierte. Auf der Gewerbeausstellung in Kassel 1823 präsentierte er eine Flöte aus Ebenholz mit Silberklappen sowie eine ... »Details
  27. 22. November 1822: Ernst Emil Hoffmann verabschiedet die deutsche Legion zum griechischen Freiheitskrieg in Marseille
    Die deutsche Legion wird in Marseille vom Darmstädter Kaufmann Ernst Emil Hoffmann (1785–1847) verabschiedet. Sie ist für die „Griechenvereine“ ausgerüstet, die am griechischen Freiheitskampf gegen die Türkei teilnehmen. Zu den Freiwilligen gehört der Darmstädter Bäckerssohn, Student und Burschenschafter Karl Kahl, der 1825 in den Kämpfen um Nauplia und Missolunghi fällt.(StH) ... »Details
  28. 28. Dezember 1822: Die jüdische Konfirmation
    Im Zuge der jüdischen Aufklärung und zunehmender Emanzipation der deutschen Juden fanden Reformen im jüdischen Gottesdienst statt, die eine Annäherung an den evangelischen Gottesdienst zur Folge hatten. Seit der Wende zum 19. Jahrhundert wurden Gebete und Predigten vermehrt auf Deutsch gehalten und in den ersten Synagogen Orgeln eingesetzt. ... »Details
  29. 1823: Modernisierung des Kochbrunnens in Wiesbaden
    Da man in Wiesbaden unter anderem auf Empfehlung des Medizinalrates Dr. Georg Christoph Wilhelm Rullmann (1789–1837) neben der Badekur auch die Trinkkur anbieten wollte, war eine Umgestaltung des „Kochbrunnens“ notwendig geworden. Seinen Namen verdankt er der Temperatur des Wassers, der heißen Natrium-Chlorid-Quelle, die schon in römischer Zeit zum Betrieb einer Badeanlage genutzt worden ... »Details
  30. 1823: Tobias Ronnefeldt begründet in Frankfurt ein Handelshaus
    1823 eröffnet Johann Tobias Ronnefeldt (1794-1845) in der Neuen Kräme 12 in Frankfurt am Main ein Handelshaus für „alle Gattungen Tee, ostindische Manufakturwaren, Cigarren und andere ost- und westindische Produkte“.  ... »Details
  31. 1823: Johannes de Laspée beginnt mit dem Bau eines Waisenhauses auf dem Hansenberg
    Der Pädagoge Johannes de Laspée (1783–1825), ein Schüler von Johann Heinrich Pestalozzi (1746–1827), der 1809 bereits eine Elementarschule in Wiesbaden eröffnet hatte, kauft 1823 das Weingut auf dem Hansenberg in Johannisberg im Rheingau, um dort eine Schule und Erziehungsanstalt für Waisenkinder zu errichten. Durch den frühen Tod von Laspée im Jahr 1825 blieb das geplante ... »Details
  32. 17. April 1823: Grundsteinlegung für das Gotische Haus in Homburg
    Landgräfin Elisabeth von Hessen-Homburg (1770–1840), die dritte Tochter des englischen Königs Georg III. (1738–1820), gab 1822 den Auftrag zum Bau des Gotischen Hauses für ihren Ehemann Landgraf Friedrich VI. (1769–1829). Das auch „Jagdschloss im Tannenwald“ genannte Gebäude, ein repräsentativer Festbau im Stil der englischen Neugotik (castellated gothic) mit umlaufendem Zinnenkranz ... »Details
  33. Mai 1823: Grundsteinlegung am Jagdschloss Platte bei Wiesbaden
    Im Mai 1823 legt Herzog Wilhelm von Nassau (1792–1839) auf der „Platte“, dem rund 500 m hohen Scheitelpunkt des Hochtaunus nördlich von Wiesbaden, den Grundstein für das Jagdschloss Platte. Die bewaldeten Taunushänge oberhalb Wiesbadens mit einem ungehinderten Blick auf das Rheintal waren im 18. Jahrhundert ein bevorzugtes fürstliches Jagdrevier und schon 1776 hatte an diesem Ort ein ... »Details
  34. 13. Juni 1823: Auflösung des oppositionellen „Schönfelder Kreises“ durch Kurfürst Wilhelm II.
    Seit Beginn der zwanziger Jahre des 19. Jahrhunderts formierte sich in Kurhessen eine Opposition gegen den Kurfürsten Wilhelm II. (1777–1847) im Umkreis der von ihrem Mann getrennt lebenden Kurfürstin Auguste (1780–1841) und Kurprinz Friedrich Wilhelm (1802–1875). Der nach dem an der Stadtgrenze von Kassel gelegenen Schloss Schönfeld benannte „Schönfelder Kreis“ bestand nicht nur aus ... »Details
  35. 24. August 1823: Neue Füllanlage in Niederselters halbiert die Arbeitskraft
    Durch eine verbesserte Technik der Füllmaschine in Niederselters kann das weltweit versandte Selterswasser mit weniger Arbeitskraft produziert werden, so Brunnenkommissar Ludwig Gräser. Bestehend aus einem drehbaren Holzgalgen mit Flaschenzug, woran die Füllkästen hängen, kann das Wasser nun von einer Person anstatt Zweien aus dem Brunnenschacht gezogen werden. Zudem geht das Wechseln ... »Details
  36. November 1823: Kurfürst Wilhelm II. ordnet den Aufbau einer „Musteranstalt für die Landespferdezucht“ an
    Im November 1823 dekretiert Kurfürst Wilhelm II. (1777–1847) den Ausbau des Gestüts Beberbeck bei Hofgeismar zu einer „Musteranstalt für die Landespferdezucht“.|Bereits 1490 war unter Landgraf Wilhelm II. (1469–1509) auf der nahegelegenen Sababurg mit der Pferdezucht für den landgräflichen Hof begonnen worden. Ab dem 18. Jahrhundert verlagerte man die Pferdezucht aus Platzgründen in ... »Details
  37. 1824: In Willingshausen in der Schwalm etabliert sich eine Malerkolonie
    Die Schwalm mit ihrer reizvollen Landschaft in der westhessischen Senke entlang des gleichnamigen Flusses und die dort beheimatete ländliche Bevölkerung mit ihren bunten Trachten und überlieferten Ritualen entwickelte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu einem bedeutenden Anziehungspunkt für bildende Künstler.|Eine wichtige Rolle spielte dabei die Familie von Schwertzell, die in ... »Details
  38. 1824: Pflanzen- und Landschaftsmalerin Louise von Panhuys übereignet ihre Bilder der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft
    Die aus einer angesehenen Frankfurter Familie stammende Louise von Panhuys, geb. von Barckhaus genannt von Wiesenhütten (1763–1844) hatte sich schon früh für die Landschaftsmalerei interessiert und bei Christian Georg Schütz, dem Vetter (1758–1823) gelernt. ... »Details
  39. 3. Januar 1824: Erste Ausgabe der „Allgemeinen Schulzeitung“ unter Karl Dilthey
    Die Darmstädter „Allgemeine Schulzeitung“ veröffentlicht ihre erste Ausgabe unter dem Herausgeber Karl Dilthey (1797–1857). Nach fünfzigjährigem Erscheinen wird die Zeitung 1874 eingestellt.(StH) ... »Details
  40. März 1824: Auswanderung von Carl Christian Sartorius nach Mexiko
    Der im Zuge der „Demagogenverfolgungen“ vorübergehend inhaftierte Carl Christian Sartorius (1796–1872), der als Student in Gießen der vorburschenschaftlichen Vereinigung der „Gießener Schwarzen“ um Karl Follen (1796–1840) angehört hatte, wandert mit Freunden nach Mexiko aus. Dort gründete er 1839 die heute noch bestehende Hacienda „El Mirador“, wo er vor allem Zuckerrohr ... »Details