Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 2. Februar 1814: Gründung des „Frankfurter Frauenvereins für wohltätige Zwecke“
    Am 2. Februar 1814 konstituiert sich in Frankfurt am Main der im Herbst 1813 von Antonia Brentano (1780–1869) und Rosette Städel (1782–1845) begründete „Frauenverein für wohltätige Zwecke“, eine der frühesten Vereinsgründungen in Frankfurt. Den Vorstand bilden Frauen und Töchter des wohlhabenden Bürgertums.  ... »Details
  2. 18. März 1814: Stiftung des „Eisernen Helms“ von Kurfürst Wilhelm I.
    Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) ermöglicht den kurhessischen Soldaten das Tragen des ehemals abgeschafften Grenadierzopfes und richtet einen neuen Orden ein: Der „Eiserne Helm“. Dieser ist an das preußische Eiserne Kreuz angelehnt.(StH) ... »Details
  3. September 1814: Georg Moller entdeckt Fassadenriss des Kölner Doms auf dem Dachboden eines Gasthauses
    Der Architekt und Hofbaumeister Georg Moller (1784–1852), der 1812 mit der Planung für die Neue Vorstadt in Darmstadt begonnen hatte, entdeckt im September 1814 einen Teil des Fassadenrisses des Kölner Doms auf dem Dachboden des alteingesessenen Gasthofs „Zur Traube“ und publiziert sie in einem Faksimile.|Bereits in den vorangegangenen Jahren hatte er sich mit der Baugeschichte des Doms ... »Details
  4. 2. September 1814: Moderne Verfassung für das Herzogtum Nassau
    Herzog Friedrich August (1738–1816) und Fürst Friedrich Wilhelm (1768–1816) erlassen für das Herzogtum Nassau durch das „Edikt über die landständische Verfassung“ eine moderne Repräsentativverfassung. ... »Details
  5. 7. September 1814: Gründung der „Deutschen Gesellschaft“ in Idstein
    In Idstein gründet der Nassauer Hofgerichtsadvokat Wilhelm Snell (1789–1851) am 7. September 1814 zusammen mit seinem Bruder Ludwig Snell (1785-1854) eine „Deutsche Gesellschaft“, die die nationalpatriotischen Ideen von Ernst Moritz Arndt (1769–1860) vertritt. In der später veröffentlichten Gründungsrede ruft Wilhelm Snell zu verstärkten Aktivitäten mit dem Ziel der Errichtung eines ... »Details
  6. 18. Oktober 1814: Nationalpatriotische Freudenfeuer zum Jahrestag der Völkerschlacht in Hessen
    Am Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig werden am 18. Oktober 1814 in ganz Hessen Freudenfeuer entzündet, die an die Befreiung erinnern und gleichzeitig zur Schaffung einer nationalen Einheit aufrufen.|Der Rödelheimer Justizrat Dr. Karl Hoffmann (1770–1829) hatte in der „Nationalzeitung der Deutschen“ vom 5. Oktober 1814 zu einem „Befreyungsfest am Tage der Schlacht bey Leipzig“ ... »Details
  7. 18. Oktober 1814: Johann Wolfgang von Goethe betrachtet vom Willemer-Häuschen aus die patriotischen Freudenfeuer im Taunus
    Am 18. Oktober 1814 treffen sich der Frankfurter Bankier Johann Jakob von Willemer (1760–1838) und seine dritte Ehefrau Marianne (1784–1860) in ihrem Gartenhaus auf dem Mühlberg am östlichen Rand von Sachsenhausen mit dem befreundeten Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), um von dort aus die nationalpatriotischen Freudenfeuer auf dem Kamm des Taunus anlässlich des Jahrestages der ... »Details
  8. 5. November 1814: Hinrichtung von Odenwälder Räuber in Darmstadt
    In Darmstadt werden fünf Mitglieder der Odenwälder Räuber auf dem Richtplatz nahe der Stadtgrenze im Beisein zahlreicher Zuschauer hingerichtet. Die Gruppe wurde durch einen Steckbrief aufgrund ihrer Delikte, wie Straßenraub und Einbrüche, zu Kriegszeiten gesucht und schließlich mit dem Schwert exekutiert. Der „große Samuel“ Johann Adam Grasmann, gebürtig aus Hetzbach, war der ... »Details
  9. 15. November 1814: Eröffnung des Neubaus der Entbindungsanstalt in Gießen
    Bereits 1772 hatte der Professor für Chirurgie und Geburtshilfe Christoph Ludwig Wilhelm Nebel (1738–1782), den Antrag gestellt, einen Hebammenanstalt in Gießen zu errichten. Erst 1808 lag die Genehmigung für einen Neubau am Botanischen Garten auf einem Teil der geschleiften Befestigung vor. Die Bauarbeiten begannen 1809 und am 15. November 1814 wurde die von Prof. Georg Friedrich Wilhelm ... »Details
  10. 17. November 1814: Gründung der „Teutschen Lesegesellschaft“ in Gießen
    Im Zuge der nationalen Bewegung nach den Befreiungskriegen gründen siebzig Studenten unter dem Einfluss des seit 1809 in Gießen lehrenden Philologie-Professors Friedrich Gottlieb Welcker (1784–1868) am 17. November 1814 in Gießen die „Teutsche Lesegesellschaft zur Erreichung vaterländisch-wissenschaftlicher Zwecke“. Angeführt wurde die vorburschenschaftliche Vereinigung mit ... »Details
  11. 1815: Festlegung der rechtlichen Sonderstellung der Stadt Wetzlar
    Die bis 1803 freie Reichsstadt Wetzlar wird auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeschlagen. Die Region um Wetzlar mit dem Stadtzentrum gehört nun zum preußischen Regierungsbezirk Koblenz und damit zur preußischen Rheinprovinz. Sie bildet so ein „Immediatgebiet“, in dem Sonderentwicklungen begünstigt werden. Erst 1932 wird dieser Sonderstatus aufgehoben.|Die Beamten werden ... »Details
  12. 1815: Umzug der Arnoldschen Tapetenfabrik an den Wilhelmshöher Platz in Kassel
    Nach dem Ende des Königreichs Westphalen wurde 1813 das von Oberbaudirektor Heinrich Christoph Jussow (1754–1825) im Rahmen seiner Planung für eine repräsentative Gestaltung des Wilhelmshöher Platzes in Kassel entworfene langgestreckte Gebäude an der Südseite von Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) in Erbleihe an den Tapetenfabrikanten Johann Christian Arnold (1759–1842) vergeben. Dieser ... »Details
  13. 1. März 1815: In Kassel finden sich die Landstände zur Besprechung der Verfassung ein
    Um über eine Verfassung zu beraten, finden sich die Landstände, in denen seit dem 27. Dezember 1814 auch bäuerliche Repräsentanten vertreten sind, in Kassel zum Landtag ein. Allerdings wird am 10. Mai 1816 von Kurfürsten Wilhelm I. (1743–1821) der Landtag aufgelöst, was die Besprechungen bezüglich der neuen Landesverfassung seit März 1815 beendet. Ziel war es nach seinem siebenjährigen ... »Details
  14. 15. März 1815: Johann Friedrich Städel stiftet das Städelsche Kunstinstitut in Frankfurt
    Der wohlhabende Frankfurter Bankier Johann Friedrich Städel (1728–1816) hatte bereits in den 1760er Jahren damit begonnen, eine umfangreiche Sammlung von Gemälden, Zeichnungen, Druckgrafiken und Kleinplastiken zusammenzutragen.|Schon früh hegte er den Wunsch, diese Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 1793 hielt er dies erstmalig in seinem Testament fest und bestätigte das ... »Details
  15. Juni 1815: Gründung des „Germanenbundes“ („Gießener Schwarze“)
    Sieben ehemalige Mitglieder der aufgelösten „Teutschen Lesegesellschaft“ gründen 1815 in Gießen eine radikal-nationale frühburschenschaftliche Bewegung, den „Germanenbund“ („Gießener Schwarze“). Neben Vorlesungen und Diskussionen über wissenschaftliche und nationalpolitische Themen gehörten auch Turnübungen zum regelmäßigen Programm des Studentenbundes.|Neben Karl Follen ... »Details
  16. 8. Juni 1815: Frankfurt wird Sitz der Bundesversammlung des Deutschen Bundes
    Am 8. Juni 1815 legen die beim Wiener Kongress versammelten Mächte mit der Deutschen Bundesakte die völkerrechtliche Grundlage des Deutschen Bundes, damals bestehend aus 39 Staaten. Die Stadt Frankfurt am Main wird zugleich Sitz der zentralen Bundesversammlung, wobei das Palais Thurn und Taxis, das 1805 bis 1813 als Residenz des Fürstprimas und Großherzogs von Frankfurt Karl Theodor von ... »Details
  17. 9. Juni 1815: Vergrößerung des Herzogtums Nassau bestätigt
    In der am 9. Juni 1815 unterzeichneten Wiener „Kongressakte“ wird festgelegt, wie die Grenzen der deutschen Territorien nach der Auflösung der napoleonischen Staaten verlaufen sollen. Die Umsetzung der Gebietsveränderungen erfolgt jeweils durch durch bilaterale Verträge zwischen den beteiligten Staaten. ... »Details
  18. 6. September 1815: Die Universität Gießen verleiht die Ehrendoktorwürde an Josepha von Siebold
    Am 6. September 1815 erhält die in Darmstadt ansässige Regina Josepha von Siebold (1771–1849), geb. Henning, verw. Heiland, als erste Frau in Deutschland überhaupt die Ehrendoktorwürde der Entbindungskunst an der Universität in Gießen.|Nach dem durch eine Ausnahmegenehmigung ermöglichten Studium in Würzburg bei ihrem Schwager Prof. Adam Elias von Siebold (1775–1828) und der praktischen ... »Details
  19. Oktober 1815: Rückführung der unter Kaiser Napoleon in Kassel geraubten Kunstwerke aus Paris
    Nachdem die französischen Truppen am 1. November 1806 die kurhessische Residenzstadt Kassel erreicht hatten, folgte ihnen umgehend der Generaldirektor des Pariser „Musée Napoléon“ (Louvre) Dominique-Vivant Denon (1747–1825), der aus den kurfürstlichen Sammlungen Kunstwerke auswählte, die nach Paris geschickt werden sollten. Der Rettungsversuch des Kurfürsten Wilhelm I. (1743–1821), ... »Details
  20. 9.-11. November 1815: Edikt für das Herzogtum Nassau
    Das Edikt legt die Grundlage für die Neuorganisation des neuen Staates Nassau. Seine Grenzen werden auf dem Wiener Kongress festgelegt. Als Leitbehörde wird das Staatsministerium gegründet, das durch einen Staatsrat beraten wird. In ihm sitzen hohe Beamte, die der Herzog beruft. In Wiesbaden residiert die Landesregierung. Diese Oberbehörde regelt und beaufsichtigt die gesamte Zivilverwaltung, ... »Details
  21. 1816: Rücknahme der bürgerlichen Rechte für die Juden in Frankfurt
    Ende 1811 erhielten die Juden in Frankfurt die gleichen bürgerlichen Rechte wie die christliche Bevölkerung – allerdings erst nach der Zahlung von 440.000 Gulden. Lange währte die Gleichstellung nicht. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurden im Januar 1814 die Gesetze und die Verfassung wieder in Kraft gesetzt, die bis 1803 gültig waren. Damit konnten Juden keine Bürger mehr ... »Details
  22. 1816: In Frankfurt erscheinen die ersten Kupferstiche des „Faust“-Zyklus von Peter Cornelius
    Nachdem 1808 der erste Teil von Johann Wolfgang von Goethes (1749–1832) „Faust“ erschienen war, begannen sehr bald die Auseinandersetzungen zeitgenössischer Künstler mit der Tragödie. Der in Düsseldorf ausgebildete Peter Cornelius (1783–1867), der 1809 nach Frankfurt am Main gekommen war, begann dort Ende 1810 mit den ersten Federzeichnungen für einen auf zwölf Blatt angelegten ... »Details
  23. 5. Februar 1816: Kurfürstentum Hessen erhält neues Territorium
    Die am 9. Juni 1815 unterzeichnete Wiener „Kongressakte“ hatte die Grenzen der deutschen Territorien nach der Auflösung der napoleonischen Staaten festgelegt. Die Umsetzung der Gebietsveränderungen erfolgte jeweils durch bilaterale Verträge zwischen den beteiligten Staaten.|Der am 5. Februar 1816 zwischen Preußen und Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) geschlossene Vertrag garantiert ihm ... »Details
  24. 15. Februar 1816: Standesherren fordern die Landstände
    Der Großherzog von Hessen wird von den Standesherren schriftlich dazu aufgefordert, die Landstände wieder einzuberufen, die 1806 aufgelöst worden waren.(StH) ... »Details
  25. 22. März 1816: Gründung der Wiesbadener Casino-Gesellschaft
    Am 22. März 1816 genehmigt Herzog Friedrich August von Nassau-Usingen (1738–1816) die Gründung einer Casino-Gesellschaft in Wiesbaden.|Die ersten Casino-Gesellschaften waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Frankreich als gesellschaftliche Vereine gegründet worden. Der Name leitet sich vom italienischen Wort „casino“ ab, das ursprünglich ein kleines Haus meint, in dem gesellige ... »Details
  26. 19. April 1816: Fürstentum Waldeck erhält landständische Verfassung
    Die Landständische Verfassungsurkunde für das Fürstentum Waldeck, der sogenannte Landesvertrag, wird am 19. April 1816 von Fürst Georg Heinrich von Waldeck und Pyrmont (1789–1845) und den Ständen in Arolsen unterzeichnet. Das Staatsgrundgesetz garantiert die landständischen Rechte und verfügt eine Umstrukturierung der Verwaltung. In die Landesvertretung ziehen nun neben den ... »Details
  27. 10. Mai 1816: Wilhelm I. löst den Landtag in Kassel auf
    In Kassel wird von Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) der Landtag aufgelöst, was die seit März 1815 andauernden Beratungen über eine Landesverfassung beendet. Ziel war es nach seinem siebenjährigen Exil die französische Fremdherrschaft mit der alten Ordnung zu ersetzen. Durch den Akzessionsvertrag vom 2. Dezember 1813 soll eine Rekrutierung der Stände möglich sein. Eine vierte Kurie, die ... »Details
  28. 18. Juni 1816: Ludwig Emil Grimm trifft in Rom ein
    Am 18. Juni 1816 trifft der „Malerbruder“ der damals in Kassel lebenden Brüder Grimm, Ludwig Emil Grimm (1790–1863) in Rom ein. Er besucht die Stadt auf Einladung des befreundeten Frankfurter Kaufmanns Georg Brentano (1775–1851). Der in München studierende Künstler hatte schon länger den Plan gehegt, einen Studienaufenthalt in Italien zu verbringen. Die insgesamt nur sechswöchige ... »Details
  29. 1. Juli 1816: Die Domäne Johannisberg im Rheingau wird Klemens Fürst von Metternich übertragen
    Im Reichsdeputationshauptschluss von 1803 war das Klosterweingut Johannisberg mitsamt dem barocken Schloss, das als Sommerresidenz der Fürstäbte von Fulda gedient hatte, dem Haus Nassau-Oranien zugesprochen worden. Nach der Weigerung der Oranier, dem Rheinbund beizutreten, wurden sie jedoch 1806 von Napoleon Bonaparte (1769–1821) enteignet. 1807 schenkte Napoleon die Domäne seinem Marschall ... »Details
  30. 8. Juli 1816: Das linksrheinische Reinhessen gelangt an das Großherzogtum Hessen
    In der am 9. Juni 1815 unterzeichneten Wiener „Kongressakte“ werden die Grenzen der deutschen Territorien nach der Auflösung der napoleonischen Staaten festgelegt. Die Umsetzung der Gebietsveränderungen erfolgt jeweils durch bilaterale Verträge zwischen den beteiligten Staaten. ... »Details
  31. 5. August 1816: Gründung der Freimaurerloge „Johannes der Evangelist zur Eintracht“ in Darmstadt
    Die von den mittelalterlichen Bauhütten abgeleiteten geselligen Vereinigungen der Freimaurer hatten sich im 18. Jahrhundert auch in Deutschland verbreitet.|Nach einigen früheren Gründungen erhielt in Darmstadt vor allem die unter Beteiligung von Großherzog Ludewig I. (1753–1830), seinem Bruder Christian (1763–1830) und dem großherzoglichen seinem Leibarzt Georg von Wedekind (1761–1831) ... »Details
  32. 25. September 1816: Erhebung der Rothschild-Söhne in den Adelsstand
    Am 25. September 1816 werden die fünf Söhne des Frankfurter Bankiers Mayer Amschel Rothschild (1743–1812), die nach seinem Tod gemeinsam das international operierende Bankhaus „Mayer Amschel Rothschild & Söhne“ leiten, von Kaiser Franz II. von Österreich (1768–1835) in den erblichen Adelsstand erhoben. Der älteste der Brüder, Amschel Mayer (1773–1855), leitet seit 1812 das ... »Details
  33. 18. Oktober 1816: Die Freie Stadt Frankfurt erhält durch die „Konstitutionsergänzungsakte“ eine neue Verfassung
    Am 9. Juni 1815 dekretiert der Wiener Kongress in Artikel 46 der Kongressakte, dass die ehemalige Freie Reichsstadt, die seit 1806 dem Fürstentum Aschaffenburg und ab 1810 dem Großherzogtum Frankfurt angehört hatte, nunmehr eine Freie Stadt, ein völkerrechtlich selbstständiger Staat, werden sollte.|Eine Kommission unter der Leitung von Johann Büchner erarbeitete die neue Verfassung der ... »Details
  34. 19. Oktober 1816: Das Nassauische Armenpflegeedikt
    Im Herzogtum Nassau wird die Bekämpfung der Armut und Versorgung der Armen als Aufgabe für die Gemeinden festgelegt. Statt des Heimatprinzips (Geburtsort) gilt nun das Unterstützungswohnungsprinzip (Aufenthalts-, Wohnort). Damit verbunden ist der Versuch der Disziplinierung der Armenschicht durch die Einführung einer Arbeitspflicht in den Gemeinden und das Verbot des Bettelns. (RKr) ... »Details
  35. 24. November 1816: Gründung der „Frankfurtischen Gesellschaft zur Beförderung der nützlichen Künste und der sie veredelnden Wissenschaften“ („Polytechnische Gesellschaft“)
    Am 24. November 1816 gründen 33 angesehene Bürger – darunter unter anderem der Bankier Simon Moritz von Bethmann (1768–1826), der Pädagoge Adolph Diesterweg (1790–1866), der Großkaufmann Georg Brentano (1775–1851), der Architekt Friedrich Hess (1785–1845) und der Mathematiker Johann Heinrich Poppe (1776–1854) – die „Frankfurtische Gesellschaft zur Beförderung der nützlichen ... »Details
  36. 1817: Die Glockengießerei Rincker wird von Leun nach Sinn verlagert
    Die ursprünglich in Aßlar beheimatete Glockengießerfamilie Rincker ist schon seit dem 17. Jahrhundert in Deutschland nachweisbar. Der Name Rincker bezeichnete schon seit früher Zeit einen Beruf beim Bronzeguss, den Ringgießer oder auch Rotgießer, genannt ‚Ringe‘.|1817 verlegte der erst 22-jährige Philipp Heinrich Rincker (1795–1868) die Gießerwerkstatt vom damals preußischen Leun an ... »Details
  37. 1817: Marianne von Rohden wird Ehrenmitglied der Kasseler Kunstakademie
    Die Künstlerin Marianne von Rohden (1785–1866), die auch nach ihrer Heirat mit dem vor allem für seine Porträts bekannten Maler Ludwig Hummel (1770–1840) weiterhin unter ihrem Mädchennamen bekannt war, wird 1817 zusammen mit ihrem Mann zum Ehrenmitglied der Kunstakademie in Kassel ernannt.|Ihre Ausbildung hatte sie vermutlich bei ihrem älteren Bruder, dem Landschaftsmaler Martin von ... »Details
  38. Frühjahr 1817: Erbprinzessin Wilhelmine veranlasst die Anlage der „Rosenhöhe“
    Im Frühjahr 1817 beginnen in Darmstadt die ersten Arbeiten zur Anlage eines Landschaftsgartens auf dem ehemals mit Wein bepflanzten Hügel „Busenberg“ vor den Toren der Stadt, ab 1818 auch „Rosenhöhe“ genannt. Erbprinzessin Wilhelmine von Hessen und bei Rhein (1788–1836) beauftragte den Schwetzinger Gartenbaudirektor Johann Michael Zeyher (1770–1843) mit der Gestaltung der ... »Details
  39. 24. März 1817: Nassauisches Schuledikt – Einführung der Nassauischen Simultanvolksschule
    Im Herzogtum Nassau wird eine grundlegende Schulreform durchgeführt. Die Elementarschule ist für alle Jungen und Mädchen ohne Unterscheidung nach Stand oder Religion die verpflichtende Schulform und muss ganzjährig vom sechsten bis zum 14. Lebensjahr besucht werden. Diese Simultanvolksschule gilt als gesetzliche Schulform für alle Konfessionen; fest gelegt wird ein gegliedertes Schulsystem ... »Details
  40. 17. Juli 1817: Hessen-Homburg tritt dem Deutschen Bund bei
    Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurde die 1806 mediatisierte und dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt angeschlossene Landgrafschaft Hessen-Homburg wieder ein souveräner Staat. Damit wurde der Einsatz des Fürstenhauses in den Befreiungskriegen (sechs Söhne des Landgrafen dienten im österreichischen/preußischen Heer) honoriert. In der am 9. Juni 1815 unterzeichneten Wiener ... »Details