Hesse in the 19th and 20th Centuries

Johannes de Laspée beginnt mit dem Bau eines Waisenhauses auf dem Hansenberg, 1823
Der Pädagoge Johannes de Laspée (1783–1825), ein Schüler von Johann Heinrich Pestalozzi (1746–1827), der 1809 bereits eine Elementarschule in Wiesbaden eröffnet hatte, kauft 1823 das Weingut auf dem Hansenberg in Johannisberg im Rheingau, um dort eine Schule und Erziehungsanstalt für Waisenkinder zu errichten. Durch den frühen Tod von Laspée im Jahr 1825 blieb das geplante dreigeschossige Gebäude allerdings im Rohbau unvollendet und wurde nie für den ursprünglichen Zweck genutzt.
Das Anwesen wechselte mehrfach den Eigentümer, bevor es 1861 von dem Wiesbadener Unternehmer Salomon Marix (1805–1872) erworben wurde, der dort wieder Wein anbaute. 1871 ließ sein Sohn Jules das Gebäude mit zwei Ecktürmen im Stil eines französischen Chateaus zu einer repräsentativen Villa aus- und umbauen und gab ihm den Namen „Schloss Johannisburg“. Ende 1872 erwarb der Weinhändler Ludwig Bauer den Besitz, ließ die Terrasse über den Weinbergen anlegen und gab dem Anwesen den noch heute verwendeten Namen „Schloss Hansenberg“.
Nach der Übernahme durch das Land Hessen im Jahr 1995 wurde hier eine Außenstelle der Hessischen Landesfeuerwehrschule eingerichtet. Nach Um- und Neubauten konnte 2003 an diesem Ort das hessische Oberstufen-Internat „Internatsschule Schloss Hansenberg“ eröffnet werden.
(UH)
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- Recommended Citation
- „Johannes de Laspée beginnt mit dem Bau eines Waisenhauses auf dem Hansenberg, 1823“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/7616> (Stand: 12.2.2026)
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