Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
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  • 1990
  • 2000
  1. 12. August 1852: Kindstötung aus wirtschaftlicher Not
    Die wirtschaftlichen Probleme, unter denen vor allem um die Mitte des 19. Jahrhunderts weite Teile der Bevölkerung zu leiden hatten, führen auch zu Verzweiflungstaten. So informierte der Bürgermeister von Niederbeisheim am 12. August 1852 die Justizbehörden, dass am Morgen desselben Tages Martha Elisabeth Jacob ihre fast zweijährige Tochter „Christinchen“ getötet und anschließend ... »Details
  2. 1. Oktober 1852: Kommerzialisierung der Staatstelegrafen-Linie der Main-Neckarbahn
    Die „Darmstädter Zeitung“ berichtet, dass ab dem 1. Oktober 1852 das Versenden von Privattelegrammen durch die neu eingerichtete, elektromagnetische Staatstelegrafen-Linie entlang der Main-Neckar-Bahn möglich wird. Nachrichten können in Darmstadt, Frankfurt am Main und Mannheim versendet werden. Die Kosten beliefen sich beispielsweise für zwanzig Worte zwischen Darmstadt und Frankfurt auf ... »Details
  3. 1853: Höhepunkt der Auswanderungswelle
    Da die Revolution scheiterte, wurde im Jahr 1853 der Höhepunkt der Auswanderungswelle nach Amerika im Großherzogtum Hessen mit 8.375 Personen registriert.(StH) ... »Details
  4. 1853: Vollendung der Kaisergalerie im Kaisersaal des Frankfurter Römers
    Im Jahr 1838 regte Philipp Veit (1793–1877), der damalige Direktor des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main an, den historischen Kaisersaal im Römer, in dem das traditionelle Krönungsmahl nach den Kaiserkrönungen in der Freien Reichsstadt stattgefunden hatte, mit neuen Bildnissen der deutschen Kaiser und Könige repräsentativ auszustatten. Dem Antrag vom 10. September 1838 ... »Details
  5. 1853: Auswanderungsagenten
    Um einen Platz auf einem Auswanderungsschiff zu buchen, wandten sich die Auswandernden in der Regel schon zu Hause an Agenten, die oftmals ein komplettes Angebot für die Überfahrt mit Verpflegung anboten. Wurde die Fahrt erst direkt im Hafen bei den Reedern gebucht, bestand die Gefahr, länger auf einen freien Platz warten zu müssen. ... »Details
  6. 1853-1861: Nassauischer Kirchenstreit
    Das Herzogtum Nassau setzt sich über die kirchliche Eigenverwaltung im Bistum Limburg hinweg. Der Staat versucht Pfarrer einzusetzen, das Kirchenvermögen zu kontrollieren und zu verwalten und die Konfessionsschulen zu beeinflussen.(RKr) ... »Details
  7. 11. Januar 1853: Schulordnung für Nieder- und Oberhessen, Fulda und Hanau
    Die Schulordnungen sind ein Instrument der reaktionären Politik im Kurfürstentum Hessen, die der konservative Innenminister Ludwig Hassenpflug (1794–1862) betreibt. In der Revolution von 1848 organisieren sich über 80 Prozent der Elementarschullehrer in Lehrervereinen und setzen eine Reihe an liberalen Veränderungen im Elementarschulwesen durch (unter anderem die Trennung von Kirche und ... »Details
  8. 2. April 1853: Gründung der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt
    Am 2. April 1853 genehmigt Großherzog Ludwig II. (1777–1848) die Gründung der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt . Sie wird als Aktiengesellschaft von Gustav von Mevissen (1815–1899) und Abraham Oppenheim (1804–1878) nach dem Vorbild der französischen „Société Générale du Crédit Mobilier“ mit einem Aktienkapital von 15 Millionen Talern eingerichtet. Erster Direktor wird ... »Details
  9. 26. Mai 1853: Konstantin Reitz verstirbt während einer Forschungsreise in Khartum
    Am 26. Mai 1853 verstirbt Konstantin Reitz (1817–1853) während einer Forschungsreise in Doka des Kaiserreichs Abessinien. Er wurde in Bobenhausen bei Schotten geboren und fungierte als österreichischer Generalkonsul in Khartum.(StH) ... »Details
  10. 23. Juni 1853: Die Wiesbadener Eisenbahngesellschaft erhält die Konzession zum Bau der nassauischen Rheintalbahn
    Noch während des Baues der Taunus-Eisenbahn von Frankfurt am Main nach Wiesbaden entsteht 1838 die Idee einer rechtsrheinischen Eisenbahn zwischen Wiesbaden und Lahnstein. Nach längeren Diskussionen konstituierte sich aber erst 1852 die private Wiesbadener Eisenbahngesellschaft, die die Bahnstrecke entlang des Rheins fortsetzen wollte. Am 23. Juni 1853 erhielt sie die Konzession zum Bau der ... »Details
  11. 5. Juli 1853: Der Maler Adolf Hoeffler kehrt von seiner Amerikareise zurück
    Am 5. Juli 1853 kehrt der Frankfurter Maler und Zeichner Adolf Hoeffler (1825–1898) von seiner fünfjährigen Amerikareise zurück. Ab 1848 war er durch Nordamerika und Kuba gereist. Dort hatte er sich seinen Lebensunterhalt vor allem durch Porträtmalen verdient und zahlreiche Landschaftszeichnungen geschaffen. In Philadelphia traf er den Darmstädter Maler Paul Weber (1823–1916), der sich ... »Details
  12. 6. September 1853: Schenkung der Gemäldesammlung von Johann Georg Christian Daems zur Gründung einer städtischen Galerie in Frankfurt
    Der Frankfurter Kaufmann Johann Georg Christian Daems (1774–1856) vermachte der Stadt Frankfurt am Main 1845 in seinem Testament seine Sammlung von über 300 Gemälden. Nachdem er die Bilder der Stadt noch einmal zur Bildung einer städtischen Gemäldegalerie angeboten hatte, nahm diese nach einer Begutachtung durch Inspektoren der Stadtbibliothek 1853 die Schenkung an.|Erste Hinweise auf die ... »Details
  13. 1. Januar 1854: Berufung Wilhelm Heinrich Riehls nach München
    Der bayerische König Maximilian II. (1811–1864) beruft am 1. Januar 1854 den nassauischen Publizisten und konservativen Volkskundler Wilhelm Heinrich Riehl (1823–1897), der in Biebrich am Rhein geboren wurde, an die Universität München, um Staats- und Gesellschaftswissenschaften zu lehren. Bereits dem 1851 veröffentlichten Werk „Die bürgerliche Gesellschaft“, folgte der zweite ... »Details
  14. März 1854: Carl Friedrich Mylius eröffnet ein „Photo-Atelier“ in Frankfurt
    Im März 1854 eröffnet der Fotograf Carl Friedrich Mylius (1827–1916) ein „Photo-Atelier“ in der Biebergasse in Frankfurt am Main. Zunächst fertigte er vor allem Porträts an, spezialisierte sich aber bald auf Ansichten der Stadt und ihrer näheren Umgebung. Seine Fotografien – teils lose zum Einkleben in Reisealben, aber auch in Mappen und kleinen Alben zusammengefasst – bot er unter ... »Details
  15. 11. April 1854: Stadt Frankfurt genehmigt die Gründung der Frankfurter Bank
    Bereits 1853 hatte die Stadt Frankfurt am Main einer Gruppe von Bankiers die Genehmigung zur Gründung der „Frankfurter Vereinskasse für den bargeldlosen Zahlungsverkehr“ erteilt. Als 1854 im benachbarten Darmstadt die „Bank für Handel und Industrie“ in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft gegründet wurde, folgte eine erneute Initiative zur Gründung einer Frankfurter Bank auf ... »Details
  16. 24. Mai 1854: Einweihung des Königin-Victoria-Denkmals in Hochheim am Main
    Am 24. Mai 1854 wird das Königin-Victoria-Denkmal inmitten der Weinlage „Hochheimer Königin-Viktoria-Berg“ eingeweiht. Der Winzer Georg Michael Pabstmann (1797–1862) hatte das Denkmal in Erinnerung an die Deutschlandreise der englischen Königin, die sie im August 1845 auch durch Hochheim geführt hatte, gestiftet. Am 5. Dezember 1850 hatte er zudem die königliche Erlaubnis erhalten, ... »Details
  17. Juni 1854: Baubeginn für den Hauptbahnhof in Kassel
    Im Juni 1854 beginnt man in Kassel mit dem Neubau des Kopfbahnhofes für alle drei hier mündenden Bahnlinien (Friedrich-Wilhelms-Nordbahn, Main-Weser-Bahn und Hannöversche Südbahn).|Der Kasseler Oberbaumeister Daniel Engelhard (1788–1856) hatte 1845 vorgeschlagen, den Bahnhof in der Verlängerung der Friedrich-Wilhelms-Straße auf dem Möncheberg zu errichten. Kurfürst Friedrich Wilhelm I. ... »Details
  18. 12. August 1854: Der Reisepass als Voraussetzung für die Auswanderung
    Der offizielle Weg zur Auswanderung bestand darin, bei den Behörden die Auswanderung anzuzeigen und um Entlassung aus dem „Untertanenverband“ zu bitten, sowie anschließend mögliche Gläubiger zu bedienen. Militärpflichtige durften nicht auswandern. ... »Details
  19. September - Dezember 1854: Tagebuch einer Überfahrt nach Amerika
    1854 verließen über 200 Menschen Wetzlar, um im Ausland ihr Glück zu versuchen. Damit war es das Jahr, in dem die Stadt die höchste Zahl an Auswanderern zu verzeichnen hatte. Auch Familie Schuler aus Wetzlar wanderte in diesem Jahr nach Amerika aus. Im Gegensatz zu vielen anderen entschlossen sie sich weniger aus finanziellen Nöten für diesen Schritt, sondern weil sie es sich „in den Kopf ... »Details
  20. 1855: Ludwig Büchner veröffentlicht sein Werk „Kraft und Stoff“ in Frankfurt
    Der Bruder von Georg Büchner (1813–1837), der Darmstädter Arzt Dr. Ludwig Büchner (1824–1899), veröffentlicht die Basisschrift des Materialismus „Kraft und Stoff“ in Frankfurt am Main, welche in 13 Sprachen übersetzt und 19 Auflagen erlebt.(StH) ... »Details