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Hesse in the 19th and 20th Centuries
- 1900
- 1910
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- 1990
- 2000
- 1833: „Die Unanwendbarkeit der englischen Eisenbahnen“
Bevor im September 1839 die erste Eisenbahnstrecke in Hessen zwischen Frankfurt und Höchst eröffnet werden konnte, gab es jahrelange Diskussionen über die Vor- und Nachteile des neuen Transportmittels. So verfasste Alexander Lips (1779-1838), Professor der Staatswissenschaft an der Universität Marburg, eine Abhandlung unter dem Titel „Die Unanwendbarkeit der englischen Eisenbahnen auf ... »Details - 1833-1834: Die Gießener Auswanderungsgesellschaft
1833 gründeten der Gießener Rechtsanwalt Paul Follen (1799-1844) (latinisierte Form „Follenius“) und Friedrich Münch (1799-1881), Pfarrer in Nieder-Gemünden, die Gießener Auswanderungsgesellschaft. Sie kannten sich aus ihrer Studienzeit in Gießen, in der sie den republikanisch idealistischen Ideen eines deutschen Idealstaates, die Pauls Bruder Karl Follen (1796-1840) vertrat, folgten. Da ... »Details - 6. März 1833: Gründung des Evangelischen Missionsvereins in Kurhessen
Viele evangelische Christen fühlen sich nach dem Zeitalter der Französischen Revolution und ihrer antireligiösen Einstellung verstärkt zu den Kirchen hingezogen; sie suchen in der Hinwendung zu religiösen Traditionen und sozialer Betätigung neue Sinnerfüllung als Christen. Die aus dieser Erweckungsbewegung entstandene „Innere Mission“ wendet sich schon früh auch der Missionierung in ... »Details - 15. März 1833: Eröffnung des Städelschen Kunstinstituts in der Neuen Mainzer Straße in Frankfurt
Das fünfköpfige städtische Administratorenteam des 1815 gestifteten Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main, das damals neben Carl Ferdinand Kellner (1775–1841) und Dr. jur. Carl Friedrich Starck (1774–1833), den Stadtphysikus Prof. Dr. med. Theodor Kestner (1799–1847), den Archivar Dr. jur. Johann Friedrich Böhmer (1795–1863) und den Kaufmann Philipp Passavant (1782–1856) ... »Details - 3. April 1833: Studenten stürmen in Frankfurt die Haupt- und Konstablerwache
In Gießen werden am 28. Juni 1828 insgesamt 48 Verbindungsstudenten vom Universitätskanzler Franz Joseph von Arens (1779–1855) im Zuge der „Großen Relegation“ von der Universität verwiesen. Die radikale Burschenschaft der „Schwarzen“ unter Karl Follen (1795–1840), eine Teilgruppe der „Teutschen Lesegesellschaft“, die einen Einheitsstaat forderte, wurde von „Hassia“ und ... »Details - 1. Juni 1833: Gründung des „Historischen Vereins für das Großherzogtum Hessen“ in Darmstadt
Am 1. Juni 1833 versammeln sich im Ludwig-Georgs-Gymnasium in Darmstadt historisch interessierte Bürger, um den „Historischen Verein für das Großherzogtum Hessen“ zu gründen, der sich um die Erforschung und den Erhalt historischer Quellen kümmern sollte. Erster Präsident wurde Staatsrat Carl Eigenbrodt (1826–1900).|Unter den zunächst 111 Mitgliedern des staatstragenden Vereins waren ... »Details - 9. Juni 1833: Einweihung der Frankfurter Paulskirche
Da 1786/87 die gotische Barfüßerkirche in Frankfurt am Main wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste, wurde Stadtbaumeister Johann Andreas Liebhardt (1713–1788) mit der Planung eines Neubaus beauftragt. Sein Entwurf im spätbarocken Stil auf der Basis eines Ovals mit angelegtem Turm im Süden und zwei Treppenhäusern auf der gegenüberliegenden Seite wurde allerdings in der Stadt ... »Details - 30. Juni 1833: Frankfurt richtet eine Bundeszentralbehörde für „politische Unruhen“ ein
In Gießen werden am 28. Juni 1828 insgesamt 48 Verbindungsstudenten vom Universitätskanzler Franz Joseph von Arens (1779–1855) im Zuge der „Großen Relegation“ von der Universität verwiesen. Die radikale Burschenschaft der „Schwarzen“ unter Karl Follen (1795–1840), eine Teilgruppe der „Teutschen Lesegesellschaft“, die einen Einheitsstaat forderte, wurde von „Hassia“ und ... »Details - 6. Juli 1833: Der Philosoph Arthur Schopenhauer lässt sich dauerhaft in Frankfurt nieder
Am 6. Juli 1833 lässt sich der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788–1860) dauerhaft in Frankfurt am Main nieder. Schon 1831 war er aus Angst vor einer Choleraepidemie in Berlin in die Stadt geflüchtet und dann vorläufig nach Mannheim gezogen. ... »Details - September 1833: Gründung der Gießener Auswanderungsgesellschaft
Angesichts der Restauration der alten Machtverhältnisse, die sich in den deutschen Kleinstaaten nach dem Wiener Kongress eingestellt hatte, und der daraus resultierenden politischen Unterdrückung der liberalen, freigeistigen Bevölkerung, die sich auch nach den Unruhen im Jahre 1830 nicht wesentlich gebessert hatte, erschien vielen von ihnen die Auswanderung nach Nordamerika als erstrebenswertes ... »Details - 21. September 1833: Eröffnung der Großherzoglichen Nationalbühne Mainz
Am 21. September 1833 wird die Großherzogliche Nationalbühne Mainz mit der Jubelouvertüre von Carl Maria von Weber (1786–1826) und einer Vorstellung von W. A. Mozarts Oper „Titus“ feierlich eröffnet.|Bereits während der französischen Besetzung von Mainz war ein Theaterbau als Ersatz für das im kurfürstlichen Marstall nur unzureichend untergebrachte Hoftheater geplant worden. Als ... »Details - 1834: Päpstliche Anerkennung von katholischen Genossenschaften und Kongregationen
Papst Gregor XVI. (1765–1846) erkennt die neu gegründeten religiösen Genossenschaften und Kongregationen als Orden an. Damit wird die kirchenrechtliche Grundlage für die vielen neuen Gemeinschaften, die in der Zeit von 1850 bis 1950 entstehen, gelegt. Die Gruppen sind in der Kranken- und Armenpflege, im Schulbereich und der Altersversorgung tätig. Die Kongregationen sind hierarchisch ... »Details - 1834: Der Armenverein in Kassel
Vor allem in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts übernahm privat organisierte Armenfürsorge neben der staatlichen und kirchlichen wichtige Funktionen. 1834 gründete der Armenverein in Kassel eine „Anstalt zur Erziehung armer verwahrloster Knaben“, die zunächst Platz für 27 Jungen bot. Diese wurden dort tagsüber betreut, verbrachten aber die Nächte bei den Eltern. ... »Details - 14. Februar 1834: Antoine Chabert erhält die Konzession für die Spielbanken in nassauischen Badeorten
Als 1830 in Frankreich Spielbanken verboten wurden, suchten deren Pächter in Deutschland neue Wirkungsstätten. Am 14. Februar 1834 erwarb Antoine Chabert (1774–1850), der bereits 1824 die Spielbanklizenz für Baden-Baden erhalten hatte, die Konzession für die Spielbanken in den vier nassauischen Kurorten Bad Ems, Langenschwalbach, Schlangenbad und Wiesbaden.|Das Glücksspiel spielte beim ... »Details - Frühjahr 1834: In Kassel erscheint „Prinz Rosa Stramin“ von Ernst Koch
Unter dem Pseudonym Eduard Helmer veröffentlicht der Jurist Ernst Koch (1808–1858) im Frühjahr 1834 in Kassel sein Buch „Prinz Rosa-Stramin“. Zu dem skurrilen Titel hatte ihn seine damalige Verlobte Henriette von Bosse (geb. 1813) angeregt, die ihm ein Notizbuch geschenkt hatte, das in rosa Stramin eingebunden war, bestickt mit der Darstellung eines persischen Prinzen. ... »Details - 18. Juni 1834: Verurteilung von Wilhelm Schulz in Darmstadt
In Darmstadt wird Wilhelm Schulz (1797–1860) am 18. Juni 1834 wegen seinen erneuten revolutionären Handlungen vom Kriegsgericht zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der ehemalige Leutnant kämpfte in den Feldzügen von 1813/14, studierte Rechtswissenschaften und hatte um 1818 Kontakt zu den „Darmstädter Schwarzen“. Er schrieb den wirkungsvollen Text des „Frag- und Antwortbüchleins“, ... »Details - 5. Juli 1834: Gründung des Mutterhauses der Vinzentinerinnen in Fulda
1734 gründet Kardinal Armand Gaston de Rohan-Soubise (1674–1749), Bischof von Straßburg, die „Soeurs de la charité“, die Schwestern der Nächstenliebe, die sich auf den heiligen Vinzenz von Paul (1581–1660) berufen. Der 1729 heiliggesprochene Priester gilt als Begründer der neuzeitlichen Caritas, als Betreuer der Armen und Kranken. Durch die Französische Revolution kommen Schwestern ... »Details - 27. Juli 1834: Karl Schapper veranstaltet ein Handwerkerfest auf dem Steinhölzi
Der geflüchtete „Wachentürmer“ Karl Schapper (1812–1870) veranstaltet am 27. Juli 1834 ein Handwerkerfest auf dem Steinhölzi bei Bern. Im Mai 1836 druckte Carl Preller (1802–1877) in Biel 4.000 Exemplare eines fiktiven Auswanderbrief aus einem „Freistaat von Nordamerika“ im Namen eines „Adam Frank aus Fränkisch-Crumbach im Odenwald“. Preller druckte im August 1835 ebenfalls den ... »Details - 1. August 1834: Verhaftung von Karl Minnigerode in Gießen
Am späten Abend des 1. August 1834 wird Karl Minnigerode (1814–1894) am Selzertor in Gießen verhaftet. Bei sich trug er 139 (in seine Kleidung eingenähte) Exemplare des „Hessischen Landboten“, geschrieben von Georg Büchner (1813–1837) und editiert von Friedrich Ludwig Weidig (1791–1837) aus Butzbach. Die Flugschrift verbreitet sich trotz der Festnahme in Oberhessen und die Polizei ... »Details - 16. August 1834: Aufruf zur Gründung des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde in Kassel
Im August 1834 entwickeln die Kasseler Bibliothekare Carl Bernhardi (1799–1874) und Heinrich Schubart (1800–1885) sowie der junge Historiker Georg Landau (1807–1865) auf einer Wanderung die Idee, wie schon 1821 in Wiesbaden für das Herzogtum Nassau und 1833 in Darmstadt für das Großherzogtum Darmstadt geschehen, einen historischen Verein für Kurhessen zu gründen. Hinzugewinnen können ... »Details
