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Landtagsdebatte über die Lehrerbesoldung, 17. Dezember 1952

Im Hessischen Landtag wird über den von FDP und SPD eingebrachten Dringlichkeitsanträgen über die Besoldung von Junglehrern lebhaft debattiert. Kern der Anträge ist die Verbesserung der schlechten wirtschaftlichen Lage von Junglehrern. Die FDP fordert eine Beihilfe, die sich aus der Differenz zwischen der ersten und dritten Besoldungsstufen ergibt. Die SPD fordert, ungeachtet des Widerspruchs des sozialdemokratischen Finanzministers Heinrich Troeger (1901–1975), eine echte Besoldungserhöhung. In der Debatte betont die SPD-Abgeordnete Ruth Horn (1908–1987), dass Lehrer einen wichtigen und arbeitsreichen Erziehungsauftrag haben, der auch angemessen entlohnt werden müsse. Daher sei die Entlohnung nach der Inspektorengruppe ungerechtfertigt. Volksschullehrern und Mittel- und Realschullehrern sollen nach dem Wunsch der SPD gleich besoldet werden. Kultusminister Ludwig Metzger (1902–1993) eröffnet dem Plenum, dass der Bundesrat bereits bei der Bundesregierung einen Antrag eingereicht habe, der die Änderung der Bezüge zum Inhalt habe. Es sei zu erwarten, dass ähnliche Anträge wie die dem Landtag vorliegenden auch auf Bundesebene angenommen werde. Der Landtag nimmt beide Anträge mit einigen Stimmenthaltungen an.
(MB)

Belege
Empfohlene Zitierweise
„Landtagsdebatte über die Lehrerbesoldung, 17. Dezember 1952“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/4149> (Stand: 3.4.2019)
Ereignisse im November 1952 | Dezember 1952 | Januar 1953
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