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Sozialdemokrat Carl Ulrich siegt bei Reichstagswahlen in Offenbach, 5. Februar 1907

Der Sozialdemokrat Carl Ulrich (1853–1933) gewinnt bei Stichwahlen, die den vorgezogenen Reichstagswahlen vom 25. Januar folgen, das Mandat des Wahlkreises Offenbach-Dieburg mit einem Vorsprung von 4.000 Stimmen zurück und zieht in den Deutschen Reichstag ein.

In Urberach im Kreis Dieburg erreichten der Kandidat der Deutschen Zentrumspartei und Ulrich zunächst die gleiche Stimmenzahl. In der Stichwahl bleiben die meisten Zentrumswähler jedoch zu Hause. Einerseits stellt sich das Zentrum gegen die Kolonialpolitik der Regierung, andererseits wollen die Anhänger des durch die Zentrumspartei vertretenen politischen Katholizismus nicht die Sozialdemokraten unterstützen.

Der Landtagsabgeordnete des Großherzogtums Hessen-Darmstadt und spätere erste Staatspräsident des Volksstaates Hessen Carl Ulrich hatte das Mandat des Reichstagswahlkreises Offenbach-Dieburg schon einmal im Jahr 1890 errungen und vertrat den Wahlkreis im Parlament des Deutschen Kaiserreichs bis 1903.
(OV/KU)

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„Sozialdemokrat Carl Ulrich siegt bei Reichstagswahlen in Offenbach, 5. Februar 1907“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/2147> (Stand: 10.10.2019)
Ereignisse im Februar 1907 | März 1907 | April 1907
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