Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Grebenau

Stadtteil · 270 m über NN
Gemeinde Grebenau, Vogelsbergkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf; Kloster; Stadt

Lagebezug:

14,4 km östlich von Alsfeld

Lage und Verkehrslage:

An der Einmündung der Schwarza in die Jossa gelegen.

In der Stadt treffen die Landesstraßen L3160 (Richtung Eulersdorf und Wallersdorf und L3161 (Richtung Merlos/Bieben und Udenhausen) aufeinander.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Niederaula/Niederjossa – Alsfeld seit 1915. Teilstrecke ab hier bis Schwarz am 1.7.1979 stillgelegt (Die Teilstrecke Niederjossa - Grebenau wurde am 1.4.1915 eröffnet, die Teilstrecke Grebenau - Alsfeld am 1.4.1916).

Ersterwähnung:

1265

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Bei dem Beleg von 1057 ist unklar, ob er auf dieses Grebenau oder auf Grebenau im Schwalm-Eder-Kreis zu beziehen ist.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3533341, 5623046
UTM: 32 U 533253 5621236
WGS84: 50.74195985° N, 9.47129206° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

535006030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 4224, davon 1446 Acker, 333 Wiesen, 2338 Wald
  • 1961 (Hektar): 1058, davon 610 Wald (= 57.66 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 926, davon 743 evangelisch (= 80.24 %), 143 katholisch (= 15.44 %)
  • 1970: 931 Einwohner

Diagramme:

Grebenau: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt Grebenau (zum Umfang des Amtes s. Mittelpunktfunktion)
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Oberamt Alsfeld, Amt Grebenau
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Alsfeld
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Romrod
  • 1829: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Alsfeld (verlegt aus Romrod) (Umbenennung)
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Alsfeld
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Alsfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Alsfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Alsfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Vogelsbergkreis

Altkreis:

Alsfeld

Gericht:

  • 1821: Landgericht Alsfeld
  • 1879: Amtsgericht Alsfeld

Herrschaft:

Am 10.7.1605 wurden dem Dorf Grebenau unter Ludwig V. von Hessen-Darmstadt die Stadt- und Marktrechte verliehen.

Gemeindeentwicklung:

Zur Entwicklung der im Zuge der hessischen Gebietsreform neu gebildeten Gemeinde s. Grebenau, Stadtgemeinde. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Grebenau.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Um 1000: Kirche
  • 1278: Pleban
  • 1354: Pfarrer

Pfarrzugehörigkeit:

Mutterkirche vielleicht Oberaula

Um 1450 gehörten zum Kirchspiel: Bieben, Breitenbach, Eulersdorf, Gehau, Görzhain, Hatterode, Machtlos, Oberjossa, Reimenrod, Wallersdorf und Lingelbach

Patronat:

Um 1000 und später: Kloster Fulda, ab 1372 an Hessen

Klöster:

Bekenntniswechsel:

Ab 1526 Einführung der Reformation, der Ort war 1527 lutherisch.

Erster evangelischer Pfarrer: "Herr" Leonardus 1547

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzdiözese Mainz, Archidiakonat des Propstes von St. Johann in Mainz, Dekanat Oberaula

Kultur

Schulen:

Schule in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet.

Wirtschaft

Mittelpunktfunktion:

1787 umfasste das Amt Grebenau die Orte Bieben, Eulersdorf, Grebenau, Reimenrod, Udenhausen und Wallershof sowie Merlos.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Grebenau, Vogelsbergkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9756> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde