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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 31. Felsberg

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Grebenau

Ortsteil · 153 m über NN
Gemeinde Guxhagen, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

8 km nordnordwestlich von Melsungen

Lage und Verkehrslage:

In einer Fuldaschleife

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Bei dem Beleg von 1057 ist unklar, ob er auf dieses Grebenau oder auf Grebenau im Vogelsbergkreis zu beziehen ist.

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3534632, 5673302
UTM: 32 U 534544 5671472
WGS84: 51.19361778° N, 9.494358056° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

634008040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 117, davon 61 Acker (= 52.14 %), 23 Wiesen (= 19.66 %), 0 Holzungen
  • 1961 (Hektar): 116, davon 3 Wald (= 2.59 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Grebenau: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1445: Landgrafschaft Hessen, Amt Melsungen
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Melsungen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Melsungen
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Melsungen
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Milsungen
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Melsungen
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Melsungen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Melsungen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Melsungen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Altkreis:

Melsungen

Gericht:

  • 1822: Justizamt Melsungen
  • 1867: Amtsgericht Melsungen
  • 1879: Amtsgericht Melsungen

Gemeindeentwicklung:

Ab 01.03.1971 neben anderen Gemeinden als Ortsteil der Gemeinde Guxhagen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Schon 1057 war die Kirche von Grebenau Eigentum des Stifts Hersfeld (siehe Ortskirche).
  • Im 14. Jahrhundert überließ Hessen Grebenau und den landgräflichen Besitz und Rechte daselbst tauschweise an die Meisenbuge (Schmincke, Diplomat. Hass. IV, KLB Mscr. fol. 109).
  • Ende des 14. Jahrhunderts besaß es Hermann Spiegel als Meisenbugischer Eidam von Hessen zu Lehen (Landgraf Hermanns Lehenbuch und Revers von 1380).
  • 1484 (UA von Grifte) bis 1597 war es Lehen der von Grifte.
  • Dann war es einige Jahre im Besitz des Johann Heugel.
  • Seit 1603 war es Lehen der Hunde (Rev. 1603-1672).
  • Das heimgefallene Lehen wurde denen von Geyso verliehen (Rev. 1688-1786).
  • 1788 traten es diese wiederum der Herrschaft ab.

Zehntverhältnisse:

1057 verzichtet der Mainzer Erzbischof zugunsten des Abts von Hersfeld auf die von der Mainzer Kirche geforderten Sendabgaben von den Zehnten u.a. in Grebenau.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Die Kirche war bereits 1057 Eigentum des Stifts Hersfeld.
  • 1297 wurde ein Pleban erwähnt (UA Haina).

Pfarrzugehörigkeit:

1872: Protestantische Pfarrei der Klasse Melsungen mit Filial Lobenhausen (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 336).

Patronat:

Das Patronat hatten die Hunde von Kirchberg vom Stift Hersfeld zu Lehen (Rev. 1430-1660).

1747 und noch 1872 besaßen es die von Buttlar (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 336).

Bekenntniswechsel:

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Bartholomäus Schade alias Merre 1536 bis ca. 1577, ehemaliger Barfüßermönch in Fritzlar

Kirchliche Mittelbehörden:

Die Kirche war 1505 dem Dekanat Gensungen unterworfen (Würdtwein D. 10, 518).

1872 gehörte die protestantische Pfarrei zur Klasse Melsungen (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 336).

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Grebenau, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4903> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde