Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Großrechtenbach

Ortsteil · 215 m über NN
Gemeinde Hüttenberg, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

6,5 km südöstlich von Wetzlar

Ersterwähnung:

788

Siedlungsentwicklung:

vgl. auch Kleinrechtenbach

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (788)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3470057, 5598490
UTM: 32 U 469994 5596691
WGS84: 50.52140081° N, 8.576723288° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532014010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1834 (Morgen): 2477, davon 685 Wald
  • 1885 (Hektar): 633, davon 364 Ackerland (= 57.50 %), 53 Wiesen (= 8.37 %), 184 Holzungen (= 29.07 %)
  • 1961 (Hektar): 629, davon 156 Wald (= 24.80 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 460 evangelische Einwohner
  • 1961: 1007, davon 844 evangelisch (= 83.81 %), 157 katholisch (= 15.59 %)

Diagramme:

Großrechtenbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 788: Lahngau, Rechtenbacher Mark (in pago Logenehe; in Reitenbacher marca)
  • 1787: Fürstentum Nassau-Weilburg, Grafschaft Nassau-Weilburg, Oberamt Atzbach, Amt Hütten- und Stoppelberg
  • 1806-1815: Herzogtum Nassau, Amt Hüttenberg
  • 1816: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar (Immediat-Gebiet)
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

Herrschaft:

1703 wurde durch einen Vertrag mit der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt die bis dahin bestehende Gemeinschaft des Hüttenbergs aufgehoben, so dass u.a. Großrechtenbach allein der Grafschaft Nassau verblieb.

Gemeindeentwicklung:

1968 Zusammenschluss mit Kleinrechtenbach zu Rechtenbach; 1977 in Hüttenberg aufgegangen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Zwischen 788 und 791 erhielt Kloster Lorsch in drei Schenkungen mindestens drei Mansen, 67 Morgen Land und einen Hörigen in Rechtenbach. 1271 vermachen Heinrich von Mühlheim und seine Angehörigen dem Kloster Altenberg Einfünfte in Mittelrechtenbach.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1441: Kirche

Pfarrzugehörigkeit:

Zu Kleinrechtenbach

Patronat:

1441: Herren von Schwobach

1569: Nassau-Weilburger Lehen im Besitz derer von Schönborn

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Kleinrechtenbach, Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhundert.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Großrechtenbach, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8444> (Stand: 5.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde