Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Hommershausen

Stadtteil · 395 m über NN
Gemeinde Frankenberg (Eder), Landkreis Waldeck-Frankenberg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

5 km nordwestlich von Frankenberg (Eder)

Lage und Verkehrslage:

Aus entlang der Struthstrasse aufgereihten Hofanlagen bestehendes Dorf im Quellgebiet des Bauerbachs mit Verbindungsstraße nach Frankenberg (Eder). Kirche in zentraler Lage.

Ersterwähnung:

1016

Weitere Namen:

Siedlungsentwicklung:

Anfang des 16. Jahrhunderts wüst.

Bezeichnung der Siedlung:

  • predium (1016)
  • Hof (1571 und 1577)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Umlegung der Flur:

1930-1950

Älteste Gemarkungskarte:

1871

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3483217, 5662607
UTM: 32 U 483150 5660782
WGS84: 51.09828373° N, 8.759352816° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

635011060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 217, davon 94 Acker (= 43.32 %), 90 Wiesen (= 41.47 %), 2 Holzungen (= 0.92 %)
  • 1928: Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Frankenberg
  • 1961 (Hektar): 897, davon 672 Wald (= 74.92 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1577: 4 Hausgesesse
  • 1747: 10 Haushaltungen
  • 1961: 107, davon 96 evangelisch (= 89.72 %), 11 katholisch (= 10.28 %)

Diagramme:

Hommershausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1016: Hessengau (in pago Hassia situm)
  • 1577: Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt Frankenberg-Wolkersdorf, Gericht Viermünden
  • 1604: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Frankenberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Oberhessen, Amt Frankenberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Amt Frankenberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Werradépartement, Distrikt Marburg, Kanton Frankenberg
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Oberhessen, Amt Frankenberg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Frankenberg
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Marburg
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Frankenberg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Frankenberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Frankenberg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg

Altkreis:

Frankenberg

Gericht:

  • 1016: Gericht Viermünden
  • 1571: Gericht Röddenau
  • 1821: Justizamt Frankenberg
  • 1867: Amtsgericht Frankenberg

Herrschaft:

Nach der Aufhebung des Klosters Georgenberg spätestens 1577 landgräflich.

Gemeindeentwicklung:

Seit dem 31.12.1970 gehört Hommershausen als Stadtteil zur Stadtgemeinde Frankenberg.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Bischof Burchard von Worms schenkt 1016 dem Kloster Nonnenmünster bei Worms seine Güter in Hommershausen. Seit 1379 ist Besitz von Kloster Georgenberg in Hommershausen belegt. 1519 verkauft die Familie Donhoubts dem Kloster ihr Gut zu Hommershausen. Die Mühle zu Hommertshausen ist nicht eingeschlossen. Sie haben sich zu diesem Verkauf entschlossen, weil das Kloster laut seiner Urkunden in Hommershausen vor der Verwüstung des Ortes durch den Krieg den sog. Großen Hof besaß und weil sie selbst für den Besitz ihres Gutes kein Beweismaterial haben.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1817/18: einfache Fachwerkkirche aus Teilen der in Butzbach an der Nuhne abgetragenen Kirche errichtet

Pfarrzugehörigkeit:

Zunächst bis 1817 zur Butzkirche, seit 1818 zum Filial Oberorke der Pfarrei Viermünden, zu der es 1747 bereits gehörte. 1885 und in der Folge Filial der Kirche in Rengershausen

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Viermünden, Einführung der Reformation vermutlich ab 1527.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1606, 1624 wieder lutherisch.

Wirtschaft

Mühlen:

1519 ist beim Verkauf an das Kloster Georgenberg die Mühle nicht eingeschlossen.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Hommershausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/1200> (Stand: 16.10.2018)
 
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