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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 31. Felsberg

Neuenbrunslar

Stadtteil · 165 m über NN
Gemeinde Felsberg, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

9 km nordwestlich von Melsungen

Ersterwähnung:

1154

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1336) [HStAM Best. Urk. 16 (Kloster Breitenau)]

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3530696, 5670647
UTM: 32 U 530610 5668818
WGS84: 51.16997822° N, 9.437828333° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

634003130

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 374, davon 291 Acker (= 77.81 %), 39 Wiesen (= 10.43 %), 14 Holzungen (= 3.74 %)
  • 1961 (Hektar): 371, davon 10 Wald (= 2.70 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Neuenbrunslar: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1413: Landgrafschaft Hessen, Amt Felsberg
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Felsberg
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Felsberg, Grebenstuhl Böddiger
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Felsberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Felsberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Felsberg
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Felsberg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Melsungen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Melsungen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Melsungen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Melsungen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Altkreis:

Melsungen

Gericht:

  • Ein Viertel des Gerichts hatten die von Elben von Hessen zu Lehen (Rev. 1458-1516).
  • Noch 1579 wurde hier ein Vogteigericht abgehalten (Breitenauer Salbuch).
  • vor 1822: Kurhessisches Amt Felsberg
  • 1822: Justizamt Felsberg
  • 1867: Amtsgericht Felsberg
  • 1879: Amtsgericht Felsberg
  • 1943: Amtsgericht Melsungen (Zweigstelle Felsberg)
  • 1970: Amtsgericht Melsungen

Herrschaft:

Dorf und Gericht zu Brunslar (= Altenbrunslar oder Neuenbrunslar) waren nach dem Lehenbuch Landgraf Hermanns vom Ende des 14. Jahrhunderts hessisches Lehen der von Elben.

Gemeindeentwicklung:

Am 1.2.1971 bildeten die Gemeinden Altenbrunslar und Neuenbrunslar im Zuge der hessischen Gebietsreform durch Zusammenschluss die neue Gemeinde Brunslar. In diese wurde am 31.12.1971 die Gemeinde Wolfershausen aufgenommen. Am 1.1.1974 ging die (Groß-)Gemeinde Brunslar in der Stadtgemeinde Felsberg auf, in der die drei beteiligten Dörfer eigene Stadtteile bildeten.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Die Kirche wurde 1154 genannt.
  • Plebanus 1314

Pfarrzugehörigkeit:

Protestantische Pfarrei mit Deute bis 1541, seitdem Filial von Wolfershausen (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 97).

Patronat:

Das Patronat war 1375 hessisches Lehen der von Löwenstein-Schweinsberg (Rev.).

1467 übertrug es Landgraf Ludwig auf Kloster Breitenau, dem bereits 1465 die Kirche einverleibt worden war (UA Breitenau).

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Hermann Gerwein 1536, ehemaliger Barfüßermönch in Fritzlar

Kirchliche Mittelbehörden:

Brunslar stand 1425 unter dem Landkapitel Gensungen (Falckenheiner 2 UB 29).

Juden:

1835: 12 Juden

Friedhof liegt in Obervorschütz.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Neuenbrunslar, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4952> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde