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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 25. Allendorf
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Gerichtsplatz in Weißenbach

Weitere Informationen

Weißenbach

Stadtteil · 410 m über NN
Gemeinde Großalmerode, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

9,5 km südlich von Witzenhausen

Lage und Verkehrslage:

Langrechteckiges Angerdorf mit geringer Siedlungsdichte im mittleren Quellgebiet des schmalen, nach Norden ziehenden Tals des Weißenbachs 5 km östlich von Großalmerode. Gehöftgruppe mit etwas erhöht stehender Kirchenruine nahe der Südwest-Ecke. Jüngerer Kirchenbau am Ostrand im Bereich des bescheidenen Siedlungsausbaus. Durch den Ort führt die L 3239 (Im Rosenthal)

Ersterwähnung:

1327

Siedlungsentwicklung:

1928 erfolgt die Eingemeindung des aufgelösten Gutsbezirks Bransrode.

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Vgl. auch Weißenbach (Gemarkung Hollstein)

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Dorf (1342, 1466)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Älteste Gemarkungskarte:

1732

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3559314, 5680422
UTM: 32 U 559217 5678589
WGS84: 51.255583° N, 9.848583° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636004070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1747: 1684 Acker, davon 1018 Acker Wald
  • 1961 (Hektar): 462, davon 155 Wald (= 33.55 %)
  • bis 1588: 16 Hufen genannt

Einwohnerstatistik:

  • 1466: 6 Hausgesesse
  • 1543: 9
  • 1569: 6
  • 1575/85: 21
  • 1681: 18
  • 1747: 29 Mannschaften mit 28 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105) = 160 Einwohner. Gewerbetreibende: 1 Schneider, 1 Wirt, 1 Korbmacher, 1 einspänniger Fuhrmann, 1 Salztreiber, 1 Tagelöhner, 1 einzelne Weibsperson, 16 Ackerleute
  • 1925: 181 (172 evangelisch, 6 neuapostolisch, 1 römisch-katholisch)
  • 1961: 233, davon 216 evangelisch (= 92.70 %), 14 katholisch (= 6.01 %)
  • 1970: 179 Einwohner

Diagramme:

Weißenbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1466: Landgrafschaft Hessen, Amt Ludwigstein
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Ludwigstein
  • 1627-1834: Landgrafschaft Hessen-Rotenburg (sogenannte Rotenburger Quart), teilsouveränes Fürstentum unter reichsrechtlicher Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel bzw. des Kurfürstentums Hessen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Ludwigstein
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Ludwigstein
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Sooden
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Ludwigstein
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Witzenhausen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Witzenhausen

Gericht:

  • um 1570: Niederes und peinliches Gericht Hessen
  • 1583: Untergericht Wendershausen
  • 1807: Friedensgericht Sooden
  • 1814: Amt Ludwigstein
  • 1834: Justizamt Witzenhausen I
  • 1837: Justizamt Witzenhausen
  • 1867: Amtsgericht Witzenhausen
  • 1879: Amtsgericht Großalmerode
  • 1945: Amtsgericht Witzenhausen

Herrschaft:

1342: Weißenbach ist vom Landgrafen von Hessen an die von Hundelshausen verpfändet.

1410: Die Hälfte von Weissenbach durch Hessen an die von Bodenhausen verpfändet

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung in die Stadtgemeinde Großalmerode, deren Stadtteil Weißenbach wurde.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1555: Kirche
  • Gotischer Westurm und Nordwand des Schiffes mittelalterlich, spätere Veränderungen bis 1818/1833. Die Kirche seit 1970/71 Ruine, an deren Stelle tritt die 1969 fertiggestellte Kirche Am Wormshölzchen

Pfarrzugehörigkeit:

1569 und jetzt: Filiale von Dudenrode

1840 und jetzt: Eingepfarrt Bransrode und Wilhelmsstollen

1872: Die inzwischen verschwundene Tränkemühle eingepfarrt

Patronat:

1583, 1588 und 1747: Patronat Landgraf von Hessen

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Kirchliche Mittelbehörden:

Archpresbytariat vielleicht Allendorf

Archdiakonat Heiligenstadt

Kultur

Schulen:

1747 existiert kein Schulhaus, wohl aber ein Schulmeister

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Quellen:

  • Hundelshauser Kopiar fol. 72 und 73, Landesbibliothek Kassel

Literatur:

Zitierweise
„Weißenbach, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/7219> (Stand: 4.3.2025)