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Herzogtum Nassau 1819 – 45. Hochheim

Hof Hausen vor der Sonne

Burg · 165 m über NN
Gemarkung Hofheim am Taunus, Gemeinde Hofheim am Taunus, Main-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Burg

Lagebezug:

3 km nordöstlich von Hofheim am Taunus

Lage und Verkehrslage:

An der K 786 gelegen etwa 800 m südlich des Kelkheimer Industriegebiets

Niederungs-/Wasserburg? Befestigter Hof

Siedlungsentwicklung:

Besitzgeschichte: Keine gesicherten Angaben über Besitzverhältnisse möglich, heute im Privatbesitz

Erhaltungszustand: (Grabenreste)

Historische Namensformen:

Burgen und Befestigungen:

  • Niederungsburg (?) etwa 800 m südlich des Kelkheimer Industriegebietes (Koordinatenangabe ungenau).
  • 1607/09 wird in Dillichs Landtaflen eine wüste Kemnade erwähnt.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3461475, 5553189
UTM: 32 U 461415 5551408
WGS84: 50.113661° N, 8.46034° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

43600702005

Flächennutzungsstatistik:

  • 1570: ca. 500 Morgen
  • 1870: 441 Morgen
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Ende 12.Jahrhundert: Herrschaft Eppstein, Amt Eppstein
  • 1492: Landgrafschaft Hessen, Amt Eppstein
  • 1643: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt Wallau
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Herrschaft Eppstein, Amt Wallau
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Wiesbaden (Main-Kreis)
  • 1886: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Höchst
  • 1928: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Taunus-Kreis

Altkreis:

Main-Taunus-Kreis

Gericht:

  • Ab 1491 zum Landgericht Hof Häusel gehöri
  • 1816: Amt Höchst
  • 1849: Justizamt Höchst
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Höchst
  • 1867: Amtsgericht Höchst am Main
  • 1879: Amtsgericht Höchst
  • 1928: Amtsgericht Frankfurt a. M./Höchst
  • 1945: Amtsgericht Frankfurt am Main

Herrschaft:

undatiert: in der Oberliederbacher Mark berechtigt

1492: Landgrafschaft Hessen

1604: Hessen-Kassel

1624: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt

1806: Großherzogtum Hessen

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Am Ende des 13. Jahrhunderts befindet sich der Hof im Besitz des Ritters Heinrich von Fleming, der ihn an seine vier Kinder vererbt.
  • Aus dem Besitz der Erben und deren Kinder geht der Hof in den Besitz der Herren von Eppstein über.
  • 1350 gehört der Hof dem Dechanten Gootfried von Eppstein.
  • Nach Erbstreitigkeiten tritt das Mainzer St. Stephansstift den Hof gegen eine ewige Gülte an Isengard von Eppstein, Dyle Keppler, dessen Ehefrau Sezele und ihren Bruder Konrad von Sulzbach ab.
  • 1447 gehört der Hof Gottfried von Eppstein-Münzenberg.
  • Zwischen 1457 und 1492 ist der Hof an verschiedene Herren verpfändet und wird schließlich an die Landgrafschaft Hessen verkauft.
  • Die Landgrafen von Hessen geben den Hof darauf zur Erbpacht aus.
  • Ab 1564 wird der Hof an 2 Erbständer ausgegeben.
  • 1874 wird die Erbleihe durch den preußischen Domänenfiskus aufgelöst.

Zehntverhältnisse:

1615 besitzen die von Kronberg den Zehnten von St. Stephan in Erbpacht.

Ortsadel:

1270- Ende des 14. Jahrhunderts: Flemming von Husen

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1615 zur Pfarrei Münster gehörig

Kirchliche Mittelbehörden:

Seit 1107 zum Dekanat Eschborn, Archidiakonat St. Peter in Mainz gehörig

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Hof Hausen vor der Sonne, Main-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11343> (Stand: 14.8.2023)