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Historisches Ortslexikon

Erbstadt

Stadtteil · 158 m über NN
Gemeinde Nidderau, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

15,8 km nördlich von Hanau

Siedlungsentwicklung:

1561 mit der Kellerei Naumburg vereinigt

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Hanau.

Historische Namensformen:

  • Erpestat (1237)
  • Eberstadt (1266)
  • Erbestat (1286)
  • Erbstad (1341)

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1266);

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3490399, 5570477
UTM: 32 U 490328 5568689
WGS84: 50.270257° N, 8.864282° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435021020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 572, davon 423 Acker (= 73.95 %), 14 Wiesen (= 2.45 %), 104 Holzungen (= 18.18 %)
  • 1961 (Hektar): 637, davon 158 Wald (= 24.80 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1587: 19 Schützen und 8 Spießer
  • 1604: 31 wehrhafte, 15 unvermögliche, alte Männer
  • 1812: 78 Feuerstellen, 535 Seelen
  • 1885: 575, davon 545 evangelisch (= 94.78 %), 30 katholisch (= 5.22 %)
  • 1961: 1050, davon 843 evangelisch (= 80.29 %), 200 katholisch (= 19.05 %)
  • 1970: 1144 Einwohner

Diagramme:

Erbstadt: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (Grafschaft Münzenberg-Hanau), Kellerei Naumburg
  • 1806/7-10: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Hanau, Amt Windecken (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Hanau, Distrikt Windecken
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Windecken
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Hanau
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Hanau
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hanau
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Hanau
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Hanau
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Hanau
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Hanau

Gericht:

  • Amtsgericht Windecken
  • 1822: Landgericht Hanau
  • 1823: Justizamt Windecken
  • 1867: Amtsgericht Windecken
  • 1943: Amtsgericht Hanau

Gemeindeentwicklung:

Seit 31.12.1971 Ortsteil der Stadt Nidderau

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1398 wird das Dorf als Zubehör des Schlosses Windecken bezeichnet.
  • 1448 besaß Kloster Naumburg einen Fronhof mit höfigem Gericht. Auch Kloster Ilbenstadt hatte hier einen Hof.

Ortsadel:

1237-1274

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Im 15. Jahrhundert zu Kloster Ilbenstadt gehörig, jedoch mit eigenem Pleban. Bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts mit Eichen verbunden, dann kurze Zeit Filiale von Windecken, später Vikariat von Eichen.

Klöster:

Diakonische Einrichtung:

1949 - 1964 Diakoniestation (Landeskirchliches Archiv Kassel, Findbuch G 2.6. Kurhessisches Diakonissenhaus), 1949 - 1984 Schwesternstation (Landeskirchliches Archiv Kassel, E 1 Eichen-Erbstadt v. O. Pfarrarchiv Eichen-Erbstadt)

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Eichen, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Eichener Pfarrer Adam Ludwig ab 1551.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1597

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit zwei Klassen

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Erbstadt, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12400> (Stand: 4.4.2022)