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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 21. Niedenstein

Weitere Informationen

Elberberg

Dorf · 298 m über NN
Gemeinde Naumburg, Landkreis Kassel 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11 km südöstlich von Wolfhagen

Lage und Verkehrslage:

Langgestrecktes Dorf mit geringer Siedlungsdichte und einfachem, auf die Burg hinausgerichteten Grundriss östlich oberhalb von Elben an den Verbindungsstraßen nach Riede und Merxhausen. Exponierte Schlossanlage im Südwesten.

Ersterwähnung:

1386

Siedlungsentwicklung:

Die Entwicklung des Dorfes ist eng mit der Burg bzw. mit dem Burgbezirk verknüpft. Bis Ende 1966 bildet Elberberg eine eigene Altgemarkung.

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Elberberg.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3514755, 5677312
UTM: 32 U 514675 5675481
WGS84: 51.230519° N, 9.210182° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

633018040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 143, davon 62 Acker (= 43.36 %), 23 Wiesen (= 16.08 %), 47 Holzungen (= 32.87 %)
  • 1885 (Hektar): 1203, davon 109 Acker (= 9,1 %), 10 Wiesen (= 0,8 %), 1082 Holzungen (= 89,9 %) [Gutsbezirk Elberberg]
  • 1961 (Hektar): 776, davon 590 Wald (= 76.03 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1585: 15 Haushaltungen (Der ökonomische Staat)
  • 1747: 30 Haushaltungen (Stadt- und Dorfbuch des Ober- und Niederfürstentums Hessen)
  • 1778: 31 Feuerstätten mit 168 Menschen; Gewerbetreibende: 1 Leinweber, 1 Weisbinder, 2 Schuhmacher, 1 Becker, 1 Ziegler, 1 Schreiner, 6 Tagelöhner
  • 1885: 248, davon 233 evangelisch (= 93.95 %), 15 katholisch (= 6.05 %)
  • 1885: 53, davon 52 evangelisch (= 98 %), 1 katholisch (= 1,9 %) [Gutsbezirk Elberberg]
  • 1961: 311, davon 285 evangelisch (= 91.64 %), 25 katholisch (= 8.04 %)

Diagramme:

Elberberg: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Gudensberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Gudensberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton Naumburg
  • 1814-1819: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Gudensberg
  • 1819-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Fritzlar, Amt Naumburg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Wolfhagen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Kassel
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Wolfhagen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Wolfhagen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Wolfhagen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Wolfhagen
  • 1967: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Kassel

Altkreis:

Wolfhagen

Gericht:

  • bis 1822: Amt Naumburg
  • 1822: Justizamt Naumburg
  • 1867: Amtsgericht Naumburg
  • 1879: Amtsgericht Naumburg
  • 1948: Amtsgericht Wolfhagen (Zweigstelle Naumburg)
  • 1970: Amtsgericht Wolfhagen

Herrschaft:

Das Dorf Elberberg wird 1386 vom Stift St. Alban den von Elben zu Lehen gegeben und teilte die Schicksale von Elben. 1405 verzichtet Ambrosius v. Viermünden gegenüber seinen Schwägern Dietrich und Heimbert v. Elben auf sämtliche Ansprüche, die er über seine verstorbene Ehefrau an den Besitzungen der Familie v. Elben erworben hat. Ausdrücklich ausgenommen sind die Gerichte zu Elben und Elberberg, die ihm Dietrich und Heimbert v. Elben für 300 Gulden verpfändet haben. 1431 geben Werner und Mechthild v. Elben den Bewohnern auf dem Elberberg einen immerwährenden Freiheitsbrief (HStAM Bestand Urk. 110 Nr. 88)

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1967 schloss sich das Dorf Elben mit dem benachbarten Elberberg zur neuen Gemeinde Elbenberg zusammen, die am 31.12.1971 als Stadtteil der Stadtgemeinde Naumburg eingegliedert wurde.

Besitz

Ortsadel:

Herren von Elben: 1231-1535

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1778: keine Kirche vorhanden

Pfarrzugehörigkeit:

1585 zur Pfarrei Elben gehörig. 1872 eingepfarrt nach Elben (Hochhuth, Statistik der evangelischen Kirche, S. 115)

Bekenntniswechsel:

Da zu Elben gehörig, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Elbener Pfarrer Melchior Steinwart ab 1526.

Kultur

Schulen:

1561 Gründung einer Schule durch die Burgherren

1778: keine Schule vorhanden

1843/44 Bau einer neuen Schule durch die Gemeinde mit Unterstützung der Familie von Buttlar

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mühlen:

1778 keine Mühle vorhanden

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Elberberg, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/1974> (Stand: 2.3.2026)