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Historisches Ortslexikon

Dillheim

Ortsteil · 202 m über NN
Gemeinde Ehringshausen, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11 km nordwestlich von Wetzlar

Lage und Verkehrslage:

Auf einer kleinen Anhöhe oberhalb der Dill gelegen. Kirche in Spornlage im Nordwesten.

Ersterwähnung:

1226

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3455543, 5608114
UTM: 32 U 455486 5606311
WGS84: 50.606989° N, 8.370923° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532008030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1834 (Morgen): 1001, davon 460 Wald
  • 1885 (Hektar): 281, davon 75 Ackerland (= 26.69 %), 44 Wiesen (= 15.66 %), 127 Holzungen (= 45.20 %)
  • 1961 (Hektar): 284, davon 130 Wald (= 45.77 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 186 evangelische Einwohner
  • 1961: 433, davon 370 evangelisch (= 85.45 %), 62 katholisch (= 14.32 %)
  • 1970: 585 Einwohner

Diagramme:

Dillheim: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum Solms-Braunfels, Anteil der Grafschaft Solms, Amt Greifenstein
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Greifenstein
  • 1816: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Braunfels
  • 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1815: standesherrliches Justizamt Greifenstein
  • 1849: Kreisgericht Wetzlar (Gerichtskommission Ehringshausen)
  • 1879: Amtsgericht Ehringshausen
  • 1968: Amtsgericht Wetzlar

Gemeindeentwicklung:

Im Zuge der hessischen Gebietsreform seit dem 31.12.1979 der neu gebildeten Gemeinde Ehringshausen eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1226 schlichten genannte Richter einen Streit zwischen dem Kloster Altenberg un seinem Hof Derinbach mit den Dorfgemeinden Berghausen und Kleinbardorf um das Holzschlagrecht im Dillheimer Wald.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1226: Pfarrei

Pfarrzugehörigkeit:

Kirchspiel:

1254: Berghausen, Kölschhausen, Werdorf

1351: Elgershausen, Doudelinbach

1526: Bechlingen, Berghausen, Breitenbach, Daubhausen, Dreisbach, Edingen, Ehringshausen, Katzenfurt, Kölschhausen, Niederlemp und Werdorf

Patronat:

1343: Trierer Lehen der Grafen von Solms-Burgsolms

1526: Grafen von Solms-Braunfels

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Johannes Zaunschliffer 1524-1530, nahm 1529 am Marburger Religionsgespräch teil, gilt als erster evangelischer Pfarrer im Solmser Land.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1578

Kirchliche Mittelbehörden:

Sendort für alle Orte des Kirchspiels

15. Jahrhundert: Erzdiözese Trier, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Archipresbyterat Wetzlar

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Dillheim, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8381> (Stand: 29.4.2024)