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Herzogtum Nassau 1819 – 42. Königstein

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Ruppertshain

Stadtteil · 331 m über NN
Gemeinde Kelkheim (Taunus), Main-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

10 km nordwestlich von Hofheim am Taunus

Lage und Verkehrslage:

5,5 km nordwestlich von Kelkheim, am Osthang des Atzelbergs oberhalb der Quellmulde des Krebsbachs

Am Krebsbach und der L 3016 gelegen

Siedlungsentwicklung:

Von 1636 bis 1650 ist der Ort eine Wüstung.

Historische Namensformen:

Burgen und Befestigungen:

  • Von 1636 bis 1650 ist der Ort eine Wüstung.
  • Am 31.12.1971 werden Ruppertshain und Eppenhain zur Gemeinde RossertMTK-116 zusammen. Die Gemeinde wird 1977 aufgelöst als Fischbach, Eppenhain und Ruppertshain Stadtteile von Kelkheim wurden.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3457284, 5559922
UTM: 32 U 457226 5558138
WGS84: 50.173903° N, 8.400994° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

436008040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1843: 1920 Morgen
  • 1885 (Hektar): 449, davon 75 Acker (= 16.70 %), 54 Wiesen (= 12.03 %), 300 Holzungen (= 66.82 %)
  • 1961 (Hektar): 449, davon 255 Wald (= 56.79 %)
  • 1981: 448,5 ha

Einwohnerstatistik:

  • 1470 16 Häuser
  • 1539 16
  • 1543: 20 Hausgesessene
  • 1581: 11 Hausgesessene
  • 1586: 11 Häuser
  • 1587: 12 Hausgesessene
  • 1592: 14 Häuser
  • 1612: 13 Häuser
  • 1626: 13 Häuser
  • 1654: 1 Familie
  • 1668: 6 Häuser mit 26 Einwohner
  • 1700: 61 Einwohner
  • 1750: 108 Einwohner
  • 1794: 154 Einwohner
  • 1805: 29 Gemeindemitglieder und 5 Witwen
  • 1817: 201 Einwohner
  • 1885: 303, davon 1 evangelisch (= 0.33 %), 302 katholisch (= 99.67 %)
  • 1910: 777 (mit Heilstätte)
  • 1961: 1728, davon 538 evangelisch (= 31.13 %), 1144 katholisch (= 66.20 %)
  • 1970: 1950 Einwohner
  • 1980: 2221 Einwohner
  • 1987: 1928 Einwohner
  • 1993: 2549 Einwohner

Diagramme:

Ruppertshain: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1507: Kellerei Eppstein
  • 1581: Oberamt Königstein
  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Unteres Erzstift, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Eppstein
  • 1803: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Eppstein
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IX (Kreisamt Höchst)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
  • 1867: Preußen Provinz Hessen-Nassau, Obertaunuskreis
  • 1919: Hilfskreis Königstein in der französischen Besatzungszone
  • 1928: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Main-Taunus-Kreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Taunus-Kreis

Altkreis:

Main-Taunus-Kreis

Gericht:

  • Ab 1491 zum Landgericht Hof Häusel gehörig
  • 1816: Amt Königstein
  • 1849: Justizamt Königstein
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Königstein
  • 1867: Amtsgericht Königstein

Herrschaft:

1433: Herrschaft Eppstein-Münzenberg

1507: Herrschaft Eppstein-Königstein

1581: Kurfürstentum Mainz

1803: Nassau-Usingen

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 werden Ruppertshain und Eppenhain zur Gemeinde RossertMTK-116 zusammen. Die Gemeinde wird 1977 aufgelöst als Fischbach, Eppenhain und Ruppertshain Stadtteile von Kelkheim wurden.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1343 vergeben die Herren von Eppstein Ruppertshain als Burglehen.
  • 1350 wird der Ritter Johann Brendel von Homburg von den Eppsteinern mit dem Selzer Gut belehnt.
  • Um 1470 bezieht die Herrschaft Eppstein Grundzinzen von haselwesen.
  • 1539 bezieht die Herrschaft Königstein aus Ruppertshain Zinsen von 27 Morgen Land.

Zehntverhältnisse:

1668 steht der große und kleine Zehnte dem Pfarrer in Fischbach zu.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1811: Bau der kath. Kirche
  • 1926: Anbau
  • 1968: Weihe des Kirchenneubaus

Patrozinien:

  • Matthäus

Pfarrzugehörigkeit:

Seit der Gründung zum Kirchspiel Fischbach gehörig.

Ab 1909 eigene Pfarrvikarie zusammen mit Eppenhain.

Ab 1951 eigene Pfarrei mit Eppenhain und ab 1988 zusätzlich mit Fischbach.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Grafschaft Königstein durch Ludwig von Stolberg ab 1536.

Katholischer Bekenntniswechsel: ab 1604

Kirchliche Mittelbehörden:

Seit 1107 zum Dekanat Eschborn, Archidiakonat St. Peter in Mainz gehörig

Kultur

Schulen:

1760: Winterlehrer

1822: Schule mit Lehrerwohnung

1853: Umbau

1888/89: Schulneubau im Schulgarten (heute Altes Rathaus)

1908/09: Schulneubau

Seit 1973: Nutzung des Neubaus als Teil der Rossert-Grundschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Zoll:

1290-93 gehört der Herrschaft Eppstein der Futterhafer.

Um 1470 stehen Eppstein Bede, Dienste und Lager zu.

1539 bezieht die Kellerei Eppstein die ständige Bede ein.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ruppertshain, Main-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11292> (Stand: 29.4.2024)