Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
5519 Hungen
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 11. Giessen

Weitere Informationen

Berstadt

Ortsteil · 144 m über NN
Gemeinde Wölfersheim, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13 km nordöstlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage:

Auf einem nach drei Seiten zum Zingelbach, einem westlichen Zufluss der Horloff, abfallenden Mittelterrassenvorsprung

Ersterwähnung:

(802–817)

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • An der Nordseite des Ortes ehemals Turmburg mit Wassergraben

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3490475, 5587872
UTM: 32 U 490404 5586077
WGS84: 50.426637° N, 8.864907° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440024010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 3971, davon 3155 Acker, 663 Wiesen. Der Markwald hat eine Ausdehnung von 1257 Morgen
  • 1961 (Hektar): 1308, davon 306 Wald (= 23.39 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 1294, davon 1089 evangelisch (= 84.16 %), 198 katholisch (= 15.30 %)
  • 1970: 1322 Einwohner

Diagramme:

Berstadt: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (Anteil am Fürstentum Oberhessen), Amt Bingenheim (Fuldische Mark)
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Bingenheim
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Bingenheim
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Nidda
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1971: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Friedberg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1821: Landgericht Nidda
  • 1853: Landgericht Hungen
  • 1879: Amtsgericht Hungen
  • 1934: Amtsgericht Friedberg
  • 1968: Amtsgericht Nidda

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur Gemeinde Wölfersheim (Kreis Friedberg)

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • (802–817) erhält Kloster Fulda eine Privatschenkung in Berstadt.
  • Einer von 11 Orten der in der Wetterau gelegenen, sogenannten "Fuldischen Mark" um Echzell als Kern, die dem Kloster Fulda gehörte (Demandt, Geschichte Hessen, S. 336).
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Um 1100: Kirche

Pfarrzugehörigkeit:

1255: eigenständige Pfarrei mit den Tochterpfarreien Bellersheim und Wohnbach

Sendbezirk Berstadt: Berstadt, Bellersheim und Wohnbach

Patronat:

Um 1100: Kloster Fulda

1255: Domkapitel zu Mainz (Recht der Präsentation durch den Vikar bei Fulda)

1255: Inkorporierung ins Mainzer Domkapitel

1577: Landgrafschaft Hessen. Zur Zeit, da die Landgrafschaft Hessen-Bingenheim bestand (1648-1681), hatte Landgraf Wilhelm Christoph von Hessen-Bingenheim die Kollatur, allerdings mit Beschränkungen, vorübergehend inne.

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Leonhard Busch 1536(?)-1576

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Archidiakonat St. Mariengreden in Mainz, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Berstadt

Kultur

Schulen:

1543 Schule vorhanden, vermutlich in den 1530er Jahren gegründet; 1669 bis 1820 Diakone erteilen Unterricht; 1801 Aufteilung in eine Jungen- und Mädchenschule; ab 1820 eine besoldete Lehrerstelle; 1910 Volksschule mit drei Klassen, zwei Schulhäuser von 1841 und 1908

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Berstadt, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12136> (Stand: 29.4.2024)