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Historisches Ortslexikon

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4825 Waldkappel
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KDR 100, TK25 1900 ff.
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 34. Waldkappel
Gerichtsstätten
Gerichtsplatz in Rodebach

Weitere Informationen

Rodebach

Stadtteil · 310 m über NN
Gemeinde Waldkappel, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13 km westsüdwestlich von Eschwege gelegen

Lage und Verkehrslage:

Kleines Dorf längs des gleichnamigen Baches im Meißnervorland, 3,5 km nördlich von Waldkappel. Die in West-Ost-Richtung verlaufende Hauptstraße (Amselweg) gabelt sich im Osten, die Kirche befindet sich unweit hiervon in zentraler erhöhter Lage. Im Osten verläuft von Nordost nach Südwest die L 3334 von Germerode nach Harmuthsachsen.

Ersterwähnung:

1334

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1346)
  • Hausdorf (1775)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Umlegung der Flur:

1908

Älteste Gemarkungskarte:

1756

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3560971, 5671670
UTM: 32 U 560873 5669841
WGS84: 51.17675° N, 9.870829° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636012120

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 370, davon 129 Acker (= 34.86 %), 53 Wiesen (= 14.32 %), 157 Holzungen (= 42.43 %)
  • 1961 (Hektar): 368, davon 119 Wald (= 32.34 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1585: 28 Haushaltungen (Der ökonomische Staat)
  • 1747: 36 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1775: 158 Einwohner, Gewerbetreibende: 2 Müller, 5 Leinweber/Ackermänner, 2 Schmiede, 1 Schneider, 3 Tagelöhner, 1 Wirt/Ackermann
  • 1885: 168, davon 168 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 185, davon 166 evangelisch (= 89.73 %), 10 katholisch (= 5.41 %)
  • 1970: 173

Diagramme:

Rodebach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederfürstentum, Amt Eschwege, Gerichtstuhl Germerode
  • 1627-1834: Landgrafschaft Hessen-Rotenburg (sogenannte Rotenburger Quart), teilsouveränes Fürstentum unter reichsrechtlicher Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel bzw. des Kurfürstentums Hessen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Bilstein, Klostergerichtsbezirk Germerode
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Bilstein, Klostergerichtsbezirk Germerode
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Abterode
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Germerode
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Eschwege

Gericht:

  • 1834: Justizamt Germerode
  • 1837: Justizamt Abterode
  • 1867: Amtsgericht Abterode
  • 1879: Amtsgericht Abterode
  • 1932: Amtsgericht Eschwege

Gemeindeentwicklung:

Am 1.10.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Stadtteil nach Waldkappel eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Das Dorf gehört spätestens im 14. Jahrhundert dem Kloster Germerode, das weiteren Besitz hinzuerwerben kann. Später zur Vogtei Germerode. 1451 und 1480 muss die Bewohner 22 Tage im Jahr Dienst leisten.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Schlichter, im Kern romanischer Bau, Umbau im frühen 18. Jahrhundert

Pfarrzugehörigkeit:

1585, 1872 und 1994 Filial von Germerode.

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Germerode, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Germeroder Pfarrer Heinrich Schell um 1527.

Kultur

Schulen:

1775 ist ein Schulhaus verhanden, 1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mühlen:

Die Ober- oder Dorfmühle (Amselweg 13) wurde seit dem 16. Jahrhundert mit dem Wasser des Rodebaches und vom Seeborn über ein oberschächtiges Wasserrad bis in die zweite Hälfte der 1920er Jahre betrieben.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Rodebach, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6765> (Stand: 11.6.2024)