Historisches Ortslexikon
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- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 34. Waldkappel
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 33. Lichtenau - Gerichtsstätten
- Gerichtsplatz in Mäckelsdorf
Weitere Informationen
Mäckelsdorf
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Stadtteil · 280 m über NN
Gemeinde Waldkappel, Werra-Meißner-Kreis
- Siedlung ↑
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Ortstyp:
Dorf
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Lagebezug:
16,5 km westsüdwestlich von Eschwege gelegen
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Lage und Verkehrslage:
Kleines Dorf mit einfachem Grundriss in einem Seitental des Schemmergrundes (Hetze), 3 km südwestlich von Waldkappel. Es erstreckt sich entlang einer zunächst in O-W-Richtung verlaufenden, dann nach Süden abknickenden Hauptstraße (Kastanienweg). In diesem Bereich im Westen zweigt der Lindenweg als kleine Dreickstraße ab. Kirche in peripherer Lage im Süden an der Straße Friemen-Hetzerode (L 3227). Jüngere Siedlungsentwicklung im Südwesten jenseits der Landstraße.
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Ersterwähnung:
1391
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Siedlungsentwicklung:
1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Friemen.
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Historische Namensformen:
- Mekelsdorff, zcu (1391) [HStAM Bestand Urk. 76 Nr. 3608]
- Mekilstorff, in (Anfang 15. Jahrhundert) [HStAM Bestand S Nr. 574, Bl. 5r]
- Megkilsdorff (1464) [HStAM Bestand Rechn. I Nr. 96/16]
- Meckelstorff (1483) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 500-501, Nr. 1283]
- Meickelstorff (1527) [Klosterarchive 1: Klöster an der Werra, S. 552-559, Nr. 1402]
- Meckelsdorff (1540) [HStAM Bestand S Nr. 575]
- Meckelsdorff (1585) [Der ökonomische Staat, S. 89]
- Meckelstorf (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 8]
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Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:
-
Umlegung der Flur:
1895
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Älteste Gemarkungskarte:
1838
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Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3558615, 5666634
UTM: 32 U 558518 5664807
WGS84: 51.131734° N, 9.836323° O OpenLayers - Statistik ↑
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Ortskennziffer:
636012100
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Flächennutzungsstatistik:
- 1885 (Hektar): 341, davon 180 Acker (= 52.79 %), 29 Wiesen (= 8.50 %), 78 Holzungen (= 22.87 %)
- 1961 (Hektar): 503, davon 198 Wald (= 39.36 %)
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Einwohnerstatistik:
- 1585: 18 Haushaltungen (Der ökonomische Staat)
- 1747: 28 Haushaltungen (Stadt- und Dorfbuch des Ober- und Niederfürstentums Hessen)
- 1766: 22 Leinweber/Ackerbauern, 1 Müller
- 1885: 140, davon 140 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
- 1961: 156, davon 129 evangelisch (= 82.69 %), 26 katholisch (= 16.67 %)
- 1970: 127
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Diagramme:

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. - Verfassung ↑
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Verwaltungsbezirk:
- Anfang 15. Jahrhundert: Landgrafschaft Hessen, Amt Spangenberg
- 1464: Landgrafschaft Hessen, Amt Spangenberg
- 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg, Ort Schemmermark
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Spangenberg
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Bischhausen
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Spangenberg (zuletzt Amt Bischhausen, Gericht Schemmern)
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Eschwege
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis
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Altkreis:
Eschwege
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Gericht:
- Schemmermark (Spangenberger Salbuch 1540)
- 1814-1821: Kurfürstliches Gericht Schemmern
- 1822: Kurfürstliches Justizamt Bischhausen, Gericht Schemmern
- 1867: Amtsgericht Bischhausen
- 1879: Amtsgericht Bischhausen
- 1932: Amtsgericht Spangenberg
- 1943: Amtsgericht Melsungen (Zweigstelle Spangenberg)
- 1957: Amtsgericht Eschwege
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Herrschaft:
1391 ist Mäckelsdorf fuldisches Lehengut. In diesem Jahr bittet Hermann von Schlutwinsdorf, Burgmann zu Melsungen, den Abt von Fulda, ihn mit Gütern in Wanrode, Mäckelsdorf, Berkirsch und weiteren im Einzelnen aufgeführten Gütern zu belehnen. Die Lehnshoheit über die Güter geht im 15. Jahrhundert größtenteils an die Landgrafen über, Mäckelsdorf ist seit dem Anfang des 15. Jahrhunderts landgräflich. 1410 sind die von Schlutwinsdorf verstorben und das Lehen zu Mäckelsdorf, das sie zuvor von den von Holzheim zu Lehen trugen, geht nun an diese von Hessen aus. 1787 sind die von Hundelshausen von Hessen belehnt.
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Gemeindeentwicklung:
Am 1.2.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform als Stadtteil nach Waldkappel eingegliedert.
- Besitz ↑
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Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- In den Zinsregistern des Klosters Germerode wird seit 1451 Besitz der Propstei in Mäckelsdorf erwähnt, der mit der Einführung der Reformation an Hessen fällt.
- Kirche und Religion ↑
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Ortskirchen:
- 1586 Kirche errichtet, heutiger Fachwerksaalbau mit Backsteinausmauerung in gotisierendem Formenapparat 1895
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Pfarrzugehörigkeit:
1585, 1872 und 1994 Filial von Schemmern
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Bekenntniswechsel:
Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.
- Kultur ↑
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Schulen:
1766 Schulhaus vorhanden, 1910 einklassige Volksschule
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Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):
- Wirtschaft ↑
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Mühlen:
Am Westrand (Lindenweg) des Ortes am Hetzbach gelegen, 1540 Müller belegt. 1766 wird die Mahlmühle über ein oberschlächtiges Wasserrad betrieben, Einstellung Ende des 19. Jahrhunderts
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Zitierweise ↑
- „Mäckelsdorf, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6348> (Stand: 14.6.2024)

