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Historisches Ortslexikon

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Herzogtum Nassau 1819 – 15. Weilburg Löhnberg

Weitere Informationen

Löhnberg

Ortsteil · 163 m über NN
Gemeinde Löhnberg, Landkreis Limburg-Weilburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

3 km nördlich von Weilburg

Lage und Verkehrslage:

An der B 49 gelegen.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Wetzlar – Nassau ("Lahntalbahn III") seit 1862 (Inbetriebnahme der Strecke 10.1.1863).

Ersterwähnung:

1324

Siedlungsentwicklung:

1324 lässt Johann von Nassau-Dillenburg gen. der mit der Haube die Laneburg auf dem Sporn des Schletsberges oberhalb der Wüstung Heimau errichten.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • 1324 lässt Johann von Nassau-Dillenburg gen. der mit der Haube die Laneburg auf dem Sporn des Schletsberges oberhalb der Wüstung Heimau errichten.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3448334, 5597459
UTM: 32 U 448280 5595660
WGS84: 50.510618° N, 8.270571° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

533010010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 1047, davon 450 Acker (= 42.98 %), 151 Wiesen (= 14.42 %), 352 Holzungen (= 33.62 %)
  • 1961 (Hektar): 1047, davon 379 Wald (= 36.20 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 939, davon 900 evangelisch (= 95.85 %), 30 katholisch (= 3.19 %), 9 Juden (= 0.96 %)
  • 1961: 2574, davon 1900 evangelisch (= 73.82 %), 621 katholisch (= 24.13 %)
  • 1970: 4331 Einwohner

Diagramme:

Löhnberg: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum Nassau-Weilburg, Amt Löhnberg
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Löhnberg
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk III (Kreisamt Hadamar)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Weilburg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
  • 1945: Groß-Hessen, Oberlahnkreis
  • 1946: Bundesland Hessen, Oberlahnkreis
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Limburg-Weilburg

Altkreis:

Oberlahnkreis

Gericht:

  • 1816: Amt Weilburg
  • 1849: Justizamt Weilburg
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Weilburg
  • 1867: Amtsgericht Weilburg

Herrschaft:

Nach 1100-1255: Grafschaft Nassau

1255-1328: Nassau-Dillenburg

1328-Ende 16. Jahrhundert: Nassau-Siegen

Ende 16. Jahrhundert-1773: Nassau-Beilstein/Dillenburg

1773-1806: Nassau-Weilburg

Gemeindeentwicklung:

Zur Entwicklung der im Zuge der hessischen Gebietsreform neu gebildeten Gemeinde s. Löhnberg, Gemeinde. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Löhnberg.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1344 wurden Burg und Stadt Löhnberg zu 1/4 an Nassau-Weilburg und andere Pfandnehmer durch Heinrich von Nassau-Siegen verpfändet.
  • 1773 erhält Nassau-Weilburg im Tausch gegen 3 Dörfer im Westerwald das Schloss von Nassau-Dillenburg.
  • 1816 werden Teile des Schlosses durch das Herzogtum Nassau an die Gemeinde Löhnberg und verschiedene Privatpersonen verkauft.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1342: Kirche
  • 1355: Pfarrer
  • 1738: Schlosskirche (als Pfarrkirche genutzt)

Patrozinien:

  • Hedwig

Pfarrzugehörigkeit:

Löhnberg war Sendort. Zur Pfarrei zählte 1452 die Schloßkapelle.

Patronat:

1342 gehörte das Patronat dem Weilburger Stiftskapitel und der Gemeinde Löhnberg zusammen.

1570 wurde das Patronatsrecht von Nassau-Weilburg und Nassau-Dillenburg gemeinsam wahrgenommen.

Diakonische Einrichtung:

Nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 1 Kraft

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in Nassau-Weilburg ab 1536.

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Johannes Dern 1547

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Sendbezirk im Archipresbyterat Wetzlar, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Erzdiözese Trier

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mittelpunktfunktion:

Vom 17. Jahrhundert bis 1816 war Löhnberg Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Löhnberg, Landkreis Limburg-Weilburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8287> (Stand: 27.3.2026)