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5718 Ilbenstadt
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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 15. Friedberg
Gerichtsstätten
Ilbenstadt, Gerichtsplatz

Weitere Informationen

Ilbenstadt

Stadtteil · 134 m über NN
Gemeinde Niddatal, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7 km südöstlich von Friedberg

Ersterwähnung:

818

Siedlungsentwicklung:

Römische Niederlassung im Nordwesten der Gemarkung.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1123)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3485919, 5571470
UTM: 32 U 485850 5569681
WGS84: 50.279094° N, 8.801406° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440017030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 3662, davon 2788 Acker, 443 Wiesen, 237 Wald
  • 1961 (Hektar): 915, davon 55 Wald (= 6.01 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 1964, davon 329 evangelisch (= 16.75 %), 1608 katholisch (= 81.87 %)
  • 1970: 2320 Einwohner

Diagramme:

Ilbenstadt: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 818: Niddagau (in pago Nitgouue)
  • 1787: Reichsburg Friedberg, Grafschaft Kaichen, Amt Karben
  • 1803: Grafschaft Leiningen-Westerburg, Herrschaft Ilbenstadt
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Burggrafschaft Friedberg, Herrschaft Ilbenstadt (Souveränität beim Großherzog, aber Eigentum des Burggrafen bis zu dessen Ableben)
  • 1817: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Groß-Karben
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Groß-Karben
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Vilbel
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Friedberg

Gericht:

  • 1821: Landgericht Groß-Karben
  • 1843: Landgericht Friedberg
  • 1879: Amtsgericht Friedberg

Herrschaft:

bis 1821: standesherrliches Amt Ilbenstadt (Herrschaft)

Gemeindeentwicklung:

Am 1.2.1970 zur Stadt Niddatal.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 818 erhält Kloster Lorsch eine Privatschenkung in Ilbenstadt.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1120: Kapelle
  • 1123: Pfarrei

Patrozinien:

  • Maria [1347]

Pfarrzugehörigkeit:

Sendort für die Kirchspiele Ilbenstadt und Assenheim, zum Kirchspiel gehörten Bönstadt und Erbstadt

Patronat:

Grafen von Kappenberg, 1123 dem Erzbischof von Mainz geschenkt, von diesem dem Kloster Ilbenstadt übertragen, inkorporiert (Kloster war seitdem Patron).

Klöster:

Bekenntniswechsel:

Obwohl Anfang der 1550er Jahre lutherisch gesinnte Mönche im Kloster lebten, konnte sich die evangelische Bewegung nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzdiözese Mainz, Archidiakonat St. Mariengreden in Mainz. Durch die Befreiung vonder archidiakonalen Gewalt bildete Ilbenstadt ein Kleinarchidiakonat unter dem jeweiligen Propst des Klosters, der sich zeitweise selbst als Archidiakon bezeichnete (1394).

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit drei Klassen, Schulhäuser von 1880 und 1890

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mühlen:

Am Nordrand des Ortes an der Nidda (Mühlgasse 24) ehemalige Klostermühle

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Ilbenstadt, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12062> (Stand: 29.4.2024)