Historisches Ortslexikon
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- KDR 100, TK25 1900 ff.
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- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 67. Friedewald
Weitere Informationen
Hilmes
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Ortsteil · 365 m über NN
Gemeinde Schenklengsfeld, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
- Siedlung ↑
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Ortstyp:
Dorf
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Lagebezug:
11,7 km südöstlich von Bad Hersfeld
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Lage und Verkehrslage:
Dorf mit einfachem Grundriss und lockerer Gehöftanordnung auf einer Hochebene im nördlichsten Bereich der Rhön nordwestlich der Burg Landeck. Kirche in zentraler Lage als Ausgangspunkt der Siedlung. Durch den Ort führt als Hauptachse von Südwest nach Nordost die K 9 (Werrastraße)
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Ersterwähnung:
1331
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Siedlungsentwicklung:
1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Friedewald.
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Historische Namensformen:
- Hilmundis, de (1331) [Schreibweise nach Archivregest HStAM Best. Urk. 57 Nr. 526]
- Hyldemundes, zu am (1367) [HStAM Bestand Urk. 57 Nr. 623]
- Hildemans (1413) [Schreibweise nach ArchivregestHStAM Best. Urk. 57 Nr. 694]
- Hildemans (1464/65) [F.J. Bendel, Die Würzburger Diözesanmatrikel aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, in: Würzburger Diözesangeschichtsblätter, 2 H. 2, 1934, S. I-XXX, 1-46, hier S. 17 (Digitalisat]
- Hilmes (1585) [Der ökonomische Staat, S. 85]
- Hilmes (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 16,1]
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Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:
- Burg Landeck
- Dünkelstadt (?)
- Forsthaus
- Burg Landeck (→ Burgen, Schlösser, Herrenhäuser)
-
Umlegung der Flur:
1888
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Älteste Gemarkungskarte:
1704
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Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3560927, 5633990
UTM: 32 U 560829 5632176
WGS84: 50.838091° N, 9.863882° O OpenLayers - Statistik ↑
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Ortskennziffer:
632019030
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Frühere Ortskennziffer:
63201903001
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Flächennutzungsstatistik:
- 1885 (Hektar): 388, davon 280 Acker (= 72.16 %), 64 Wiesen (= 16.49 %), 2 Holzungen (= 0.52 %)
- 1961 (Hektar): 963, davon 581 Wald (= 60.33 %)
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Einwohnerstatistik:
- 1571: 41 Hausgesesse
- 1585: 41 Hausgesesse
- um 1610: 41 Hausgesesse
- 1628: 41 Hausgesesse
- 1673: 18 Hausgesesse
- 1747: 31 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
- 1826: 29 Häuser mit 163 Bewohnern; Gewerbetreibende: 1 Schmied, 2 Seifensieder, 4 Tagelöhner, 3 Tagelöhnerinnen, 3 Schäfer
- 1885: 265, davon 265 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
- 1961: 339, davon 288 evangelisch (= 84.96 %), 51 katholisch (= 15.04 %)
- 1970: 338
-
Diagramme:

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. - Verfassung ↑
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Verwaltungsbezirk:
- um 1550: Reichsabtei Hersfeld, Amt Landeck
- 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Landeck (halb hersfeldisch)
- 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Landeck
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck (zuletzt Amt Friedewald)
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
- 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
- 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
- 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
- 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
- 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
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Altkreis:
Hersfeld
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Gericht:
- vor 1822: Amt Landeck
- 1822: Justizamt Friedewald
- 1832: Justizamt Friedewald
- 1833: Justizamt Schenklengsfeld
- 1867: Amtsgericht Schenklengsfeld
- 1879: Amtsgericht Schenklengsfeld
- vor 1945: Amtsgericht Schenklengsfeld
- 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld
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Herrschaft:
Verwaltungstechnisch gehört Hilmes zum hersfeldischen Amt Landeck, dessen Sitz die Burg ist. Die Landgrafen von Hessen versuchen seit dem 15. Jahrhundert, ihre Herrschaft in diesem Raum auszudehnen und die Abtei zurückzudrängen. Die Herrschaft im Amt Landeck ist daher zwischen der Reichsabtei Hersfeld und der Landgrafschaft Hessen vor allem im 16. Jahrhundert strittig. Nach dem Bauernkrieg besetzte Landgraf Philipp von Hessen die Burg, die zerstört war. 1550 schloss er mit dem Hersfelder Abt einen Vertrag, der Hersfeld die Hälfte des Besitzes in Schloss und Amt Landeck überließ. 1557 wurde dieser Teil durch den Hersfelder Abt den Söhnen des Landgrafen zu Lehen überlassen. Nach dem Dreißgjährigen Krieg fiel mit dem Westfälischen Frieden das gesamte Amt endgültig 1651 an die Landgrafschaft Hessen. 1736 bis 1742 fiel es vorübergehend an Kursachsen.
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Gemeindeentwicklung:
Am 1.8.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform neben anderen Gemeinden als Ortsteil in die Gemeinde Schenklengsfeld eingegliedert.
- Besitz ↑
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Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- Dorf des hersfeldischen Amts Landeck
- 1367 verpfändet Propst Reinhard von Kreuzberg auf Wiederkauf dem Nonnenkonvent der Propstei gegen eine Zahlung von 150 Pfund Vachaer Silberpfennigen von den Gütern zu Hilmes. 1413 kommt es zum Verkauf eines Zinses in Hilmes durch das Kloster Kreuzberg.
- Kirche und Religion ↑
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Ortskirchen:
- Pfarrer (1559)
- ecclesia (1597)
- 1820 bis 1822 wird die abgebrochene Mutterkirche als Saalbau mit Haubendachreiter neu aufgebaut
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Patrozinien:
- Kilian ? [nach Bach, Geschichte der kurhessischen Kirchenverfassung, S. 58 auf die Zeit vor der Reformation bezogen]
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Pfarrzugehörigkeit:
1559 und 1626, Pfarrei, 1589 Filial von Schenklengsfeld, das auch Motzfeld und Hillartshausen versah. 1826 Mutterkirche, zu der Motzfeld und Hillartshausen sowie die Kolonie Gethsemane gehören, 1872 sind Motzfeld und Hillartshausen Filialen, Gethsemane ist Vikariat, 1976 wird Hilmes mit der Aufhebung der Pfarrstelle Vikariatsgemeinde von Schenklengsfeld
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Patronat:
Ursprünglich, nachweislich 1597, Hersfeld, dann landgräflich
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Bekenntniswechsel:
Erster evangelischer Pfarrer: Conrad Fischer vor 1569-8.6.1596
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Kirchliche Mittelbehörden:
1464/65: Bistum Würzburg, Archidiakonat Geisa-Mellrichstadt-Coburg, Landkapitel Geisa
- Kultur ↑
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Schulen:
1826 ist das Schulhaus wegen Baufälligkeit nicht bewohnt
1910 einklassige Volksschule
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Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):
- Wirtschaft ↑
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Mühlen:
1826 ist keine Mühle vorhanden
- Nachweise ↑
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Literatur:
- 650 Jahre Hilmes
- Peter Roßkopf, Das Landecker Amt im Kreise Hersfeld
- Denkmaltopographie Landkreis Hersfeld-Rotenburg 2, S. 922-930
- Ziegler, Reichsabtei Hersfeld, S. 315 (Register)
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 237
- Fundberichte aus Hessen 1986, S. 610 f. (Sippel) > frühmittelalterliches Gräberfeld
- Fundberichte aus Hessen 1991, S. 519 (Sippel) > frühmittelalterliches Gräberfeld
- Hütteroth, althessische Pfarrer, S. 507
- Zitierweise ↑
- „Hilmes, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3182> (Stand: 2.4.2026)

