Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Historical Gazetteer

Outline map of Hesse
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5125 Friedewald
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Topographical Maps
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historical Maps
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 67. Friedewald

Further Information

Hilmes

Ortsteil · 365 m über NN
Gemeinde Schenklengsfeld, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Settlement | Statistics | Constitution | Property | Church and Religion | Culture | Economy | References | Citation
Settlement

Settlement Type:

Dorf

Localization:

11,7 km südöstlich von Bad Hersfeld

Geographical Situation:

Dorf mit einfachem Grundriss und lockerer Gehöftanordnung auf einer Hochebene im nördlichsten Bereich der Rhön nordwestlich der Burg Landeck. Kirche in zentraler Lage als Ausgangspunkt der Siedlung. Durch den Ort führt als Hauptachse von Südwest nach Nordost die K 9 (Werrastraße)

Earliest Reference:

1331

Settlement Development:

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Friedewald.

Historical Names:

Settlement Sites:

Land Consolidation:

1888

Earliest Local Map:

1704

Coordinates:

Gauß-Krüger: 3560927, 5633990
UTM: 32 U 560829 5632176
WGS84: 50.838091° N, 9.863882° O OpenLayers

Statistics

Location Code:

632019030

Former Location Code:

63201903001

Land Usage Statistics:

  • 1885 (Hektar): 388, davon 280 Acker (= 72.16 %), 64 Wiesen (= 16.49 %), 2 Holzungen (= 0.52 %)
  • 1961 (Hektar): 963, davon 581 Wald (= 60.33 %)

Population Statistics:

  • 1571: 41 Hausgesesse
  • 1585: 41 Hausgesesse
  • um 1610: 41 Hausgesesse
  • 1628: 41 Hausgesesse
  • 1673: 18 Hausgesesse
  • 1747: 31 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1826: 29 Häuser mit 163 Bewohnern; Gewerbetreibende: 1 Schmied, 2 Seifensieder, 4 Tagelöhner, 3 Tagelöhnerinnen, 3 Schäfer
  • 1885: 265, davon 265 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 339, davon 288 evangelisch (= 84.96 %), 51 katholisch (= 15.04 %)
  • 1970: 338

Charts:

Hilmes: Einwohnerzahlen 1834-1967

Data source: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Constitution

Administrative Area:

  • um 1550: Reichsabtei Hersfeld, Amt Landeck
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Landeck (halb hersfeldisch)
  • 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Landeck
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Amt Landeck (zuletzt Amt Friedewald)
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Former Administrative District:

Hersfeld

Court:

  • vor 1822: Amt Landeck
  • 1822: Justizamt Friedewald
  • 1832: Justizamt Friedewald
  • 1833: Justizamt Schenklengsfeld
  • 1867: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • 1879: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • vor 1945: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld

Lordship:

Verwaltungstechnisch gehört Hilmes zum hersfeldischen Amt Landeck, dessen Sitz die Burg ist. Die Landgrafen von Hessen versuchen seit dem 15. Jahrhundert, ihre Herrschaft in diesem Raum auszudehnen und die Abtei zurückzudrängen. Die Herrschaft im Amt Landeck ist daher zwischen der Reichsabtei Hersfeld und der Landgrafschaft Hessen vor allem im 16. Jahrhundert strittig. Nach dem Bauernkrieg besetzte Landgraf Philipp von Hessen die Burg, die zerstört war. 1550 schloss er mit dem Hersfelder Abt einen Vertrag, der Hersfeld die Hälfte des Besitzes in Schloss und Amt Landeck überließ. 1557 wurde dieser Teil durch den Hersfelder Abt den Söhnen des Landgrafen zu Lehen überlassen. Nach dem Dreißgjährigen Krieg fiel mit dem Westfälischen Frieden das gesamte Amt endgültig 1651 an die Landgrafschaft Hessen. 1736 bis 1742 fiel es vorübergehend an Kursachsen.

Recent Developments:

Am 1.8.1972 im Zuge der hessischen Gebietsreform neben anderen Gemeinden als Ortsteil in die Gemeinde Schenklengsfeld eingegliedert.

Property

Manorial System and Landholding:

  • Dorf des hersfeldischen Amts Landeck
  • 1367 verpfändet Propst Reinhard von Kreuzberg auf Wiederkauf dem Nonnenkonvent der Propstei gegen eine Zahlung von 150 Pfund Vachaer Silberpfennigen von den Gütern zu Hilmes. 1413 kommt es zum Verkauf eines Zinses in Hilmes durch das Kloster Kreuzberg.
Church and Religion

Local Churches:

  • Pfarrer (1559)
  • ecclesia (1597)
  • 1820 bis 1822 wird die abgebrochene Mutterkirche als Saalbau mit Haubendachreiter neu aufgebaut

Guardianships:

Parochial Affiliation:

1559 und 1626, Pfarrei, 1589 Filial von Schenklengsfeld, das auch Motzfeld und Hillartshausen versah. 1826 Mutterkirche, zu der Motzfeld und Hillartshausen sowie die Kolonie Gethsemane gehören, 1872 sind Motzfeld und Hillartshausen Filialen, Gethsemane ist Vikariat, 1976 wird Hilmes mit der Aufhebung der Pfarrstelle Vikariatsgemeinde von Schenklengsfeld

Patronage:

Ursprünglich, nachweislich 1597, Hersfeld, dann landgräflich

Conversions:

Erster evangelischer Pfarrer: Conrad Fischer vor 1569-8.6.1596

Intermediate Church Authorities:

1464/65: Bistum Würzburg, Archidiakonat Geisa-Mellrichstadt-Coburg, Landkapitel Geisa

Culture

Schools:

1826 ist das Schulhaus wegen Baufälligkeit nicht bewohnt

1910 einklassige Volksschule

Language History (Digital Facsimiles):

Economy

Mills:

1826 ist keine Mühle vorhanden

References

Bibliography:

Citation
„Hilmes, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/ol/id/3182> (Stand: 2.4.2026)