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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
116037288
David, Eduard Heinrich Rudolf [ID = 1040]
- * 11.6.1863 Ediger (Mosel), † 24.12.1930 Berlin, evangelisch
Dr. phil.; Dr. oec. publ. h.c. – Lehrer, Politiker, Abgeordneter, Publizist, Minister, Gesandter - Wirken ↑
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Werdegang:
- Besuch der Volksschule in Krofdorf (Kreis Wetzlar)
- Besuch der Gymnasien in Gießen und Bielefeld
- Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Universität Gießen
- 1881-1884 Kaufmännische Tätigkeit in Berlin
- 1886-1890 Studium der Philosophie und Germanistik in Gießen
- 1893 Promotion zum Dr. phil. in Gießen
- 1891-1894 Lehrer am Gymnasium in Gießen, wegen Eintretens für die SPD aus dem Staatsdienst entlassen
- 1893 Gründer der Mitteldeutschen Sonntagszeitung in Gießen
- 1896-1897 Redakteur der Mainzer Volkszeitung in Mainz
- 5.11.1896 (Ersatzwahl) erfolglose Kandidatur für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Großherzogtum Hessen 9: Mainz (SPD)
- 11.2.1897-1908 Mitglied der Zweiten Kammer des Landtages des Großherzogtums Hessen für den Wahlbezirk Stadt Mainz I (SPD)
- 1903-1918 Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis 9 Hessen-Mainz (SPD)
- 1903 Vorlesungen an der Gewerkschaftsschule und Freien Hochschule in Berlin
- 1918 Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt unter Prinz Max von Baden
- 1919-1920 Mitglied der Verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung für den Wahlkreis 34 Hessen
- 1919 und 1919-1920 Reichsminister ohne Portefeuille
- 1919 Reichsminister des Innern
- später Gesandter des Reichs beim Volksstaat Hessen
- 1920-1921 Lehrauftrag an der Hochschule für Politik in Berlin
- 1920-1924 Mitglied des Deutschen Reichstages für den Wahlkreis 22 Hessen
- 1923-1927 Professor für Politik an der Technischen Hochschule Darmstadt
- 1924-1930 Mitglied des Deutschen Reichstages für den Wahlkreis 33 Hessen
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Funktion:
- Hessen, Großherzogtum, 30. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (SPD), 1897-1899
- Hessen, Großherzogtum, 31. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (SPD), 1899-1902
- Hessen, Großherzogtum, 32. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (SPD), 1902-1905
- Deutschland, Reichstag, Mitglied, 1903-1907
- Hessen, Großherzogtum, 33. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (SPD), 1905-1908
- Deutschland, Deutsches Kaiserreich, Reichstag, 12. Wahlperiode, Mitglied (SPD), 1907-1912
- Deutschland, Deutsches Kaiserreich, Reichstag, 13. Wahlperiode, Mitglied (SPD), 1912-1918
- Deutschland, Weimarer Republik, Reichsminister des Innern (SPD), 1919
- Deutschland, Weimarer Republik, Reichsminister ohne Geschäftsbereich (SPD), 1919-1920
- Deutschland, Weimarer Republik, Gesandter des Reichs beim Volksstaat Hessen (SPD)
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Akademische Vita:
- Darmstadt, TH// Politikdozent/ 1923-1927
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Werke:
- Socialismus und Landwirtschaft (1903), 2. Aufl. 1922
- Referenten-Führer (1907), 8. Aufl. 1947
- Darwinismus und soziale Entwicklung,1914
- Die Sozialdemokratie im Weltkrieg (1915)
- Wer trägt die Schuld am Kriege ? , 1917
- Warum brauchen wir eine Regierung der Mitte? (1920)
- Um die Fahne der Deutschen Republik, 1921
- Aus Deutschlands schwerster Zeit. Schriften und Reden aus den Jahren 1914–19 (1927)
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Lebensorte:
- Krofdorf-Gleiberg; Gießen; Berlin; Darmstadt
- Familie ↑
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Vater:
David, Heinrich, Preußischer Rechnungsrat
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Mutter:
Werner, Wilhelmine Elisabeth
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Partner:
- Swiderski, Gertrud, GND, (⚭ 21.4.1896) * Leipzig 25.12.1872, † Berlin 21.6.1936, Tochter des Philipp Swiderski und der Helene Schlenk, in Leipzig
- Schmidt, Hermine, (⚭ 1918) Tochter des Karl Schmidt, Dr., in Lahr, Baden
- Nachweise ↑
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Quellen:
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Literatur:
- Neue deutsche Biographie, Bd. 3, Berlin 1957, S. 535 (Gerhard A. Ritter)
- Stadtlexikon Darmstadt, Stuttgart 2006, S. 157 f. (Eckhart G. Franz)
- Hessische Abgeordnete 1820–1933, Darmstadt 2008, Nr. 124
- Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 103
- Klein, Die Hessen als Reichstagswähler, Bd. 3, Marburg 1995, S. 415, 417, 420, 422, 425, 1358, 1367
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 122 f., Nr. 684
- Beier, Arbeiterbewegung in Hessen, Frankfurt am Main 1984, S. 395 f.
- Ruppel/Groß, Hessische Abgeordnete 1820–1933, Darmstadt 1980, S. 84
- Christa Wolf/Marianne Viefhaus, Verzeichnis der Hochschullehrer der TH Darmstadt, Darmstadt 1977, S. 37
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Bildquelle:
Hessische Abgeordnete 1820–1933, Darmstadt 2008, Nr. 124, S. 225. – Original StA Darmstadt
- Zitierweise ↑
- „David, Eduard Heinrich Rudolf“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/116037288> (Stand: 4.6.2026)
