Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 18. Februar 1902: Ausdehnung der hessischen Landeslotterie auf Oldenburg
    Die Zweite Kammer des Landtags des Großherzogtums Hessen stimmt dem Staatsvertrag zu, mit dem die hessische Landeslotterie auf das Gebiet des Großherzogtums Oldenburg ausgedehnt wird.(OV) ... »Details
  2. 20. Februar 1902: Eröffnung der Kleinbahnstrecke Höchst-Königstein
    Die neu erbaute Kleinbahn zwischen Königstein und Höchst wird feierlich eröffnet. Bauherr und Betreiber der Lokalbahn ist die Kleinbahn Aktiengesellschaft Höchst-Königsteiner Eisenbahn. Die ersten Planungen zur Errichtung einer Bahnverbindung, die zwischen Höchst und Königstein verkehren sollte, und zum damaligen Zeitpunkt noch als Schmalspurbahn projektiert wurde, entstanden 1885. Das ... »Details
  3. 20. Februar 1902: Hessischer Landtag erfragt Gründe für die Ehescheidung des Großherzogs
    Die Büro- und Fraktionsvorstände der Zweiten Kammer des Hessischen Landtags in Darmstadt beschließen ein Gesuch an Großherzog Ernst Ludwig von Hessen (1868–1937), die Gründe für seine Ehescheidung mitzuteilen.(OV) ... »Details
  4. 26. Februar 1902: Erste Reifeprüfungen an der Oberrealschule Offenbach
    An der Oberrealschule in Offenbach am Main finden die ersten Reifeprüfungen (Abiturprüfungen) statt. Damit reiht sich die Oberrealschule der Stadt in eine Reihe anderer Bildungseinrichtungen im Großherzogtum Hessen ein, die als Real-Lehranstalten den Schritt zur Gleichberechtigung der Realschulbildung mit dem klassisch-humanistischen Gymnasialabschluss vollzogen haben. In der Landeshauptstadt ... »Details
  5. 6. März 1902: Großherzog Ernst Ludwig bei 2. Parlamentarischem Abend in Darmstadt
    Wiederum kommt Großherzog Ernst Ludwig zu einem „Parlamentarischen Abend“ im Darmstädter Ständehaus, an dem auch die sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten teilnehmen. Das macht ihn aus Sicht der konservativen Kreise am Berliner Hof zum „Roten Großherzog“. ... »Details
  6. 8. März 1902: Technische Hochschule Darmstadt verleiht erstmalig den Titel Doktor-Ingenieur
    Ernst Friedrich Vetterlein (1873–1950) („Das Auftreten der Gotik am Dom zu Mainz“) aus Leipzig und Julius Adolf Möllinger (1865–1951) aus Nürnberg (mit einer Schrift „Über Drehstrom-Zähler“) werden als erste Diplom-Ingenieure an der Technischen Hochschule (TH) in Darmstadt nach dem ordentlichen Verfahren der am 18. Juni 1901 bestätigten Promotionsordnung promoviert. Damit dürfen ... »Details
  7. 14. März 1902: Debatte im Hessischen Landtag über Steuer- und Finanzfragen
    Nach vierwöchiger Beratung genehmigt die Zweite Kammer des Hessischen Landtags den Haushalt für 1902. Um den im Haushalt bleibenden Fehlbetrag zu decken, hatte die großherzogliche Regierung vorgeschlagen, die Vermögenssteuer zu erhöhen. Die Zentrumsfraktion beantragt, die Vermögen von 3.000 bis 15.000 Mark von der Erhöhung auszunehmen. Die Nationalliberalen und die Antisemiten stellen ... »Details
  8. Frühjahr 1902: Berichte der Wiesbadener Tagespresse über den Besuch Kaiser Wilhelms II.
    Die Wiesbadener Tagespresse schreibt über den alljährlichen Aufenthalt Kaiser Wilhelms II. in Wiesbaden: ... »Details
  9. 25. März 1902: Erklärung der großherzoglichen Regierung zur Zollfrage
    Staatsminister Karl Rothe (1840–1906) erklärt in der Zweiten Kammer des Hessischen Landtags auf die Anfrage des Abgeordneten Graf Oriola (1854–1910), die großherzogliche Regierung stehe auf dem Boden den Zollvorlage und halte im Interesse der Handelsverträge eine Tarifänderung für gefährlich.(OV) ... »Details
  10. 31. März 1902: Tod des Zentrumsführers Ernst Lieber in Camberg
    Im nassauischen Camberg stirbt der Reichstagsabgeordnete und Parteivorsitzende der Zentrumspartei Dr. Philipp Ernst Maria Lieber (1838–1902) im Alter von 63 Jahren. Lieber, Sohn des Politikers, Juristen, Publizisten, und Autors Moritz Joseph Josias Lieber (1790–1860) studierte ab 1858 Jura in Würzburg, München und Bonn. Er promovierte in Heidelberg. Die Arbeit an seiner Habilitation ... »Details
  11. 4. April 1902: Bericht des Kasseler Regierungspräsidenten über Arbeitskräftemangel auf dem Land
    Der Kasseler Regierungspräsident August von Trott zu Solz (1855–1938) berichtet dem Kaiser in seinem vierteljährlichen „Zeitungsbericht“, die Beschaffung der erforderlichen Arbeitskräfte bereite der Landwirtschaft in seinem Bezirk noch immer große Schwierigkeiten. Obwohl der Rückgang der Beschäftigung in den Industriebetrieben Arbeitssuchende auf das platte Land zurückkehren lasse, ... »Details
  12. 8. April 1902: Eröffnung des 36. Kommunallandtages des Regierungsbezirkes Wiesbaden
    In Wiesbaden wird um 12 Uhr der 36. Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden durch eine Ansprache des stellvertretenden Königlichen Landtagskommissars, dem Regierungspräsidenten Dr. Richard Wentzel (1850–1916) eröffnet: ... »Details
  13. 11. Mai 1902: Neugestaltung des Prunkfoyers im Wiesbadener Hoftheater
    Als Auftakt zur diesjährigen Vorstellungsreihe der seit 1896 jährlich stattfindenden Internationalen Wiesbadener Maifestspiele im „Neuen königlichen Hoftheater“ wird das auf Wunsch Kaiser Wilhelms II. (1859–1941) an der Ostseite des Theaters eingefügte Prunkfoyer vorgestellt. Das prachtvoll ausgestaltete Foyer (veranschlagte Baukosten: 600.000 Mark), eine Halle auf elliptischem Grundriss ... »Details
  14. 11. Mai 1902: Kaiser Wilhelm II. richtet von Wiesbaden aus ein Telegramm an den französischen Präsidenten
    Kaiser Wilhelm II. (1859–1941) richtet während seines Aufenthalts in Wiesbaden ein Telegramm an den französischen Präsidenten Émile Loubet (1838–1929) und spricht ihm die Anteilnahme wegen der Katastrophe auf der französischen Antillen-Insel Martinique aus. Auf der Insel war am 8. Mai 1902 der Vulkan des Mont Pelé mit einer gewaltigen Explosion ausgebrochen, die etwa 30.000 Menschen das ... »Details
  15. 24. Mai 1902: Baden genehmigt den Vertrag über die Main-Neckar-Bahn
    Die Erste Kammer des Badischen Landtags genehmigt mit einer Gegenstimme den Vertrag über die Verwaltung der Main-Neckar-Bahn (Frankfurt-Heidelberg) zwischen Baden, Preußen und dem Großherzogtum Hessen. ... »Details
  16. Juni - August 1902: Gewerkschaft Wintershall schlägt großes Steinsalzlager an
    Die Gewerkschaft Wintershall schlägt nach dem Bericht des Regierungspräsidenten in Kassel, August von Trott zu Solz (1855–1938), an den Kaiser im Sommer (in Heringen) in einer Tiefe von 318 Metern ihr Hauptsteinsalzlager an. Dadurch wird die Neueinstellung von 300 Arbeitern erforderlich.(OV) ... »Details
  17. 4.-10. Juni 1902: Landtagsverhandlungen über die Main-Neckar-Bahn
    Die zweite Kammer des Hessischen Landtags diskutiert über den angestrebten Staatsvertrag mit Preußen und Baden über die Vereinfachung der Vertretung der Main-Neckar-Bahn. Die Gegner der seit 1896 bestehenden Eisenbahngemeinschaft mit Preußen wenden sich gegen den Staatsvertrag. Am 10. Juni stimmt die zweite Kammer des Hessischen Landtags dem Vertrag über die Verwaltung der Main-Neckar-Bahn ... »Details
  18. 6. Juni 1902: Start des Staatlichen Seminars für Volksschullehrerinnen in Darmstadt
    Im Darmstädter Stadtteil Bessungen (Hermannstraße 47) wird das „Großherzogliche Seminar für Volksschullehrerinnen“ feierlich eröffnet. Zugleich nimmt das Seminar am selben Tag mit zunächst drei Klassen seine Arbeit auf. Zur offiziellen Eröffnung um 11:30 Uhr finden sich neben Lehrerinnen, Lehrern und Schülerinnen des Seminars sowie Vertretern anderer Schuleinrichtungen unter anderem ... »Details
  19. 7. Juni 1902: Beratungen der Landstände des Großherzogtums Hessen in Darmstadt über die Wahlrechtsreform
    Die Zweite Kammer des Hessischen Landtags (Landstände des Großherzogtums Hessen) in Darmstadt berät über eine Wahlrechtsreform, wozu ein von der Regierung am 5. März 1901 verabschiedeter Entwurf vorliegt. Danach soll im Großherzogtum Hessen das direkte Wahlrecht eingeführt werden. Demgegenüber entfällt die Bestimmung, dass ein Wähler in keinem fremden Untertanenverband stehen darf. Er ... »Details
  20. 20. Juni 1902: Beschluss zur Reform des Wahlrechts im Hessischen Landtag
    Die Zweite Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen (des Hessischen Landtags) in Darmstadt beschließt in erster Lesung eine Reform des Wahlrechts. Darin enthalten ist das Prinzip der direkten Wahl und der Wahlpflicht, die auf den entschiedenen Widerstand der großherzoglichen Regierung stößt.(OV) ... »Details