Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Historisches Ortslexikon

Allendorf

Ortsteil · 205 m über NN
Gemeinde Greifenstein, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

15 km westlich von Wetzlar

Lage und Verkehrslage:

Am rechten Ufer des Ulmbachs gelegen.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Leun/Stockhausen – Greifenstein/Beilstein ("Ulmtalbahn") bis zur Stilllegung der Strecke am 1.2.1988 (Die Teilstrecke Stockhausen - Allendorf wurde am 1.9.1921 eröffnet, die Teilstrecke Allendorf - Holzhausen am 3.7.1922.).

Ersterwähnung:

1325

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3449879, 5604377
UTM: 32 U 449824 5602575
WGS84: 50.57293784° N, 8.291420144° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532010010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1834 (Morgen): 3055, davon 1708 Wald
  • 1885 (Hektar): 779, davon 195 Ackerland, 97 Wiesen, 434 Holzungen

Einwohnerstatistik:

  • 1939: 880 Einwohner
  • 1961: 1117 Einwohner
  • 1970: 1228 Einwohner
  • 1834: 466 evangelische Einwohner, 2 Katholiken

Diagramme:

Allendorf: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum Solms-Braunfels, Anteil der Grafschaft Solms, Amt Greifenstein
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Greifenstein
  • 1816: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Braunfels
  • 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
  • 1932: Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Wetzlar

Gemeindeentwicklung:

Vom 1.2.1971 bis zum 31.12.1976 vorübergehender Zusammenschluss von Allendorf, Holzhausen und Ulm zur Gemeinde Ulmtal.

Mit Wirkung vom 1.1.1977 mit anderen Gemeinden zur Gemeinde Greifenstein.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1325 verpfändet Marquard von Solms seinen vierten Teil an genannten Dörfern, u.a. an Allendorf, an seinen Vetter Hartrart, Herr zu Merenberg.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1405 zum Kirchspiel von Ulm gehörig; Ulm war Sendort

Patronat:

Im 15. Jahrhundert Grafen von Solms-Braunfels

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Ulm, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Ulmer Pfarrer Johannes Scholer ab 1549.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Allendorf, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8306> (Stand: 19.5.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde