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Hessische Biografie

Portrait

Franz Joseph Eduard Seitz
(1814–1868)

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GND-Nummer

139692126

Seitz, Franz Joseph Eduard [ID = 7998]

* 12.3.1814 Dorheim, † 28.9.1868 Berlin, Begräbnisort: Darmstadt, katholisch
Dr. jur. – Jurist, Kirchenjurist, Generalstaatsprokurator, Rat, Schriftsteller, Dichter, Abgeordneter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Gymnasium Mainz
  • 1831 Studium der Rechte an der Universität Göttingen, 1834 an der Universität Gießen
  • 1835 Doktor der Rechte
  • Accessist in Nidda und Darmstadt
  • 1840 Habilitation und Privatdozent in Gießen
  • 1844 Assessor mit Stimme beim Stadtgericht Gießen
  • 1847 (als Nachfolger von Heinrich Fresenius) Mitglied der Zweiten Kammer des Landtags des Großherzogtums Hessen für den Wahlbezirk Oberhessen 7 Schotten (konservativ)
  • 1848 Assessor beim Hofgericht in Gießen
  • 1850 Assessor beim Hofgericht Darmstadt, 1851 Hofgerichtsrat
  • 1853 Generalstaatsprokurator am Obergericht der Provinz Rheinhessen in Mainz
  • 1856-1862, 1863-1865 (als Nachfolger von Johann David Wissel) und 1866-1868 Mitglied der Zweiten Kammer des Landtags des Großherzogtums Hessen, 1856-1862 für den Wahlbezirk Rheinhessen 4 Nieder-Olm, 1863-1865 für den Wahlbezirk Starkenburg 4 Seligenstadt, 1866-1868 für den Wahlbezirk Starkenburg 11 Heppenheim, Nachfolger: Arnold von Biegeleben (klerikal-konservativ)
  • 1865 Geheimrat
  • 1866 temporärer Ruhestand
  • 1867 Generalstaatsprokurator am Oberappellations- und Kassationshof in Darmstadt

Funktion:

  • Hessen, Großherzogtum, 10. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (Kons), 1847
  • Hessen, Großherzogtum, 15. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (Kons), 1856-1858
  • Hessen, Großherzogtum, 16. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (Kons), 1859-1862
  • Hessen, Großherzogtum, 17. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (Kons), 1863-1865
  • Hessen, Großherzogtum, 19. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (KlKons), 1866-1868

Werke:

  • Der Erzbischof von Cöln, Clemens August von Droste-Vischering, in seinem Verhältniß zur römischen Curie und zum Cabinet von Berlin. Friedberg 1838.
  • Der kirchliche Verkehr zwischen Katholiken und Protestanten und die Discordanz zwischen der Staats- und katholischen Kirchengewalt. Friedberg 1839.
  • Recht des Pfarramtes der katholischen Kirche. Ein Handbuch für Kirchen- und Staatsbeamte. Regensburg, 1. Teil 1840, 2. Teil 2. Abteilung 1841, 3. Abteilung 1845, 2. Teil 1. Abteilung 1852, 2. Teil 4. Abteilung 1854.
  • Zeitschrift für Kirchenrechts- und Pastoralwissenschaft. Regensburg 1842—1848. 3 Bde.
  • Das rechtliche Verhältniß der kath. Bischöfe Deutschlands zu den deutschen Staatsregierungen, mit bes. Rücksicht auf die Verwaltung des kathol. Kirchenvermögens und die Incompetenz der Strafgerichte des Staates, bezüglich der Amtshandlungen der Bischöfe und des ihnen zur Last gelegten Amtsmißbrauchs. Mainz 1854 (anonym).
  • Die katholische Kirchenangelegenheit im Großherzogthum Hessen. Mainz 1861.
Familie

Vater:

Seitz, Joseph* Aloys, 1782–1851, Großherzoglich-hessischer Kreisrat in Vilbel und Nidda

Mutter:

Schmitt, Anna Maria

Partner:

  • Röder von Diersburg, Emilie Freiin, Heirat Darmstadt 27.5.1852, Tochter des Ludwig Freiherr Röder von Diersburg, Großherzoglich-Hessischer Oberst, und der Maria Christine Seitz

Verwandte:

  • Gedult von Jungenfeld, Anna Christina Caroline Freifrau, geb. Seitz <Tochter>, 1853-1932, verheiratet Darmstadt 18.5.1874 mit Emil Arnold Freiherr Gedult von Jungenfeld
  • Seitz, Eugen <Sohn>, 1854-1928, Major a.D.
  • Seitz, Adalbert <Sohn>, 1860-1938, Doktor der Philosophie, Professor für Zoologie, Direktor des Frankfurter Zoos
  • Seitz, August <Sohn>, 1862-1867
  • Seitz, Franz Eugen* Armand <Bruder>, 1817-1899, Doktor der Medizin, Doktor der Philosophie h.c., Professor der Pathologie und der Therapie
Nachweise

Quellen:

  • Institut für Personengeschichte, Bensheim, Akten Personen u. Familien "Seitz": M. Dreiß, Genealogie Seitz, Mskr.

Literatur:

Zitierweise
„Seitz, Franz Joseph Eduard“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/139692126> (Stand: 26.6.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde