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Hessische Biografie

Portrait

Peter Gemeinder
(1891–1931)

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GND-Nummer

130354287

Gemeinder, Peter [ID = 7647]

* 31.1.1891 Dillhausen (Oberlahnkreis), † 29.8.1931 Mainz, Begräbnisort: Darmstadt, katholisch
Maurer, Fabrikarbeiter, Vertreter, Hilfsarbeiter, Abgeordneter, Politiker
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch der Volksschule, Maurerlehre
  • als Maurer und Fabrikarbeiter tätig
  • 1913-25.11.1918 Kriegsdienst (1. Nassauisches Pionier-Bataillon Nr. 21)
  • 16.12.1918 Teilnahme am 1. Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin in der Soldaten-Fraktion
  • 4.1919 Teilnahme am 2. Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin in der Soldaten-Fraktion
  • 26.5.1922 Mitglied der Frankfurter Ortsgruppe der NSDAP; dem war eine Mitgliedschaft im "Kampfbund zur Brechung der Zinsknechtschaft" vorangegangen, der in der NSDAP aufging
  • 27.12.1922-1930 Hilfsarbeiter beim Finanzamt Ost in Frankfurt am Main
  • 2.6.1925 Erneute Mitgliedschaft in der NSDAP nach Verbot und Auflösung der Partei 1923
  • 1.3.1927 Vorsitzender der NSDAP-Ortsgruppe Frankfurt am Main
  • 1930 Mitglied des Nassauischen Kommunallandtags des preußischen Regierungsbezirks Wiesbaden bzw. des Provinziallandtages der preußischen Provinz Hessen-Nassau für den Stadtkreis Frankfurt am Main (NSDAP)
  • 1930-1931 Mitglied des Deutschen Reichstages für den Wahlkreis 19 Hessen-Nassau (NSDAP)
  • 9.1.1931 Gauleiter der NSDAP im Gau Hessen-Darmstadt
  • 29.8.1931 Tod durch Herzinfarkt nach einer Propagandaveranstaltung der NSDAP in Mainz

Funktion:

  • Wiesbaden, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied (NSDAP), 1930
  • Deutsches Reich, Reichstag, Mitglied (NSDAP), 1930-1931

Lebensorte:

  • Berlin, Darmstadt, Frankfurt
Familie

Mutter:

Gemeinder, Christine

Partner:

  • Pracht, Maria

Verwandte:

  • Gemeinder, Henny, Schwester
  • Gemeinder, Anton, Bruder
  • Gemeinder, Willi, Bruder
  • Gemeinder, Erich, Bruder
  • Gemeinder, Kurt, Sohn
Nachweise

Quellen:

  • Das Bischöfliche Ordinariat Mainz und der Nationalsozialismus bis 1933. Eine Dokumentation. Zusammengestellt von Dr. Sigrid Duchhardt-Bösken. (=Aktuelle Information 32). Mainz 1983.
  • Kritische Bibliothek der Arbeiterbewegung, Bd. 1: Stenographische Berichte: Allgemeiner Kongreß der Arbeiter- und Soldatenräte Deutschlands vom 16. bis 21. Dezember 1918 im Abgeordnetenhaus zu Berlin. Berlin 1978 (Nachdruck von ²1919).
  • Protokolle des Reichstags von 1919-1938, Bd. 444, Stenographische Berichte von der 1. Sitzung am 13. Oktober 1930 bis zur 26. Sitzung am 14. Februar 1931. Berlin 1931.
  • Staatliche Akten über die Reichskonkordatsverhandlungen 1933, bearbeitet von Alfons Kupper. Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte bei der katholischen Akademie in Bayern, hrsg. von Konrad Repgen. Reihe A: Quellen, Band 2. Mainz 1969.

Literatur:

  • Burkardt/Pult, Nassauische Parlamentarier, Teil 2: Der Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden, Wiesbaden 2003, Nr. 98
  • Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 142
  • Kevin Rick, Peter Gemeinder - NS-Gauleiter und vergessener Märtyrer? In: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 61 (2011), S. 113-135
  • Karl Maly, Geschichte der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung, Bd. 2: Das Regiment der Parteien: 1901-1933. Frankfurt am Main 1995
  • Henner Pingel, Die Machtergreifung der NSDAP in Darmstadt, in: Eike Hennig (Hrsg.), Hessen unterm Hakenkreuz, Frankfurt am Main 1983, S. 353-364
  • Dieter Rebentisch, Persönlichkeitsprofil und Karriereverlauf der nationalsozialistischen Führungskader in Hessen 1928-1945. In: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 33 (1983), S. 293-232
  • Eberhart Schön, Die Entstehung des Nationalsozialismus in Hessen, 1972
Zitierweise
„Gemeinder, Peter“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/130354287> (Stand: 11.8.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde