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Hessische Biografie

Portrait

Franz Graf zu Erbach-Erbach
(1754–1823)

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GND-Nummer

118879286

Erbach-Erbach, Franz Graf zu [ID = 8659]

* 29.10.1754 Erbach (Odenwald), † 8.3.1823 Erbach (Odenwald), Begräbnisort: Michelstadt, evangelisch
Standesherr, Kunstsammler, Drechsler, Abgeordneter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Hauslehrer/Hofmeister (unter anderem Kandidat der Medizin Vigelius, 1760 Christian Friedrich Freund)
  • 1769-1775 mit C. F. Freund auf Reisen in Straßburg, Lausanne, Paris, London, Berlin, Wien, Venedig, Rom, Neapel, Bekanntschaft mit dem russischen Hofrat Reiffenstein und Abbate Ennio Quirino Visconti
  • Weiterreise über Siena, Florenz, Modena, Genua
  • 23.7.1775 Übernahme der Regierung in Erbach, Erlasse im Stil von Friedrich Carl von Moser
  • führt die Elfenbeinschnitzerei in Erbach ein
  • 1775-1790 Ausbau der historischen Waffensammlung und Neugestaltung des Rittersaals in Erbach
  • 1790-1791 zweiter Italienaufenthalt und Erwerb einer Antikensammlung (u.a. aus dem Besitz des Fürsten Chigi, von Thomas Jenkins, Fürst Lambertini und Ridolfo Benuti)
  • 1800 Schutz der Grafschaft durch einen Vertrag mit dem französischen Marschall Augercau
  • 1806 Mediatisierung
  • 1814 Mitglied der Deputation der mediatisierten Mächte an den Kaiser
  • 1820-1821 Mitglied der Ersten Kammer des Landtags des Großherzogtums Hessen, seit 1820 zum Eintritt berechtigt, keine Teilnahme, kein Vertreter
  • Ausgrabungen und Denkmalpflege der römischen Altertümer im Odenwald

Funktion:

  • Hessen, Großherzogtum, 01. Landtag, 1. Kammer, Mitglied, 1820-1821
Familie

Vater:

Erbach-Erbach, Georg Wilhelm Graf zu, 1683-1757, Stifter der Linie Erbach-Erbach

Mutter:

Wild- und Raugräfin zu Dhaun und Kyrburg, Leopoldine* Sophie Wilhelmine, 1731-1795, Tochter des Wild- und Rheingrafen Karl Walrad Wilhelm zu Grumbach und der Juliane Gräfin von Prösing und Limpurg

Partner:

  • Leiningen-Dagsburg, Charlotte Luise* Polyxena Prinzessin zu, (⚭ Dürkheim 1.9.1776) 1755-1785, Tochter des Karl Friedrich Wilhelm Graf zu Leiningen-Dagsburg, 1724-1807, und der Luise Gräfin zu Solms-Rödelheim und Assenheim, 1736-1803
  • Wartenberg, Charlotte* Luise Polyxene Gräfin von, (⚭ Dürkheim 8.1785) 1755–1844, Witwe des Friedrich August Graf zu Erbach-Fürstenau, 1754-1874, Tochter des Friedrich Karl Graf zu Wartenberg, † 1784, und der Caroline Gräfin zu Leiningen-Dagsburg-Hartenberg

Verwandte:

Nachweise

Literatur:

  • Schwennicke, Europäische Stammtafeln NF 5, 1978, T. 7;
  • ADB, Bd. 48, S. 384-387 (Eduard Anthes);
  • NDB 4, 1959, S. 564 (Ludwig Clemm);
  • K. Morneweg, Graf Franz zu Erbach und seine Schöpfungen, 1924;
  • J. W. Wendt, Das Silhouettenbuch des Grafen Franz zu Erbach [1785ff], hg. von K. Morneweg, 1923;
  • W. List, Franz, regierender Graf zu Erbach-Erbach. Neue Beiträge zu seiner Lebensgeschichte, Straßburg 1903;
  • L. Ferdinand Dieffenbach, Graf Franz zu Erbach-Erbach. Ein Lebens- und Culturbild aus dem Ende des XVIII. und dem Anfange des XIX. Jahrhunderts (Deutsche Adels-Galerie I), Darmstadt 1879;
  • Ludwig Graf Uetterodt zu Scharffenberg, Franz, regierender Graf zu Erbach-Erbach, Gotha 1872
  • Hessische Abgeordnete 1820–1933, Darmstadt 2008, Nr. 178
  • Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 120

Bildquelle:

Hessische Abgeordnete 1820–1933, Darmstadt 2008, S. 271. - Original: Staatsarchiv Darmstadt.

Zitierweise
„Erbach-Erbach, Franz Graf zu“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118879286> (Stand: 29.9.2017)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde