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Hessische Biografie

Frobenius, Leo [ID = 5913]

* 29.6.1873 Berlin, † 9.8.1938 Biganzolo (Italien), evangelisch
Ethnologe, Professor, Institutsdirektor
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Gymnasium (ohne Abitur)
  • Kaufmannslehre
  • Volontär bei verschiedenen Museen
  • 1898 Gründung des „Afrika-Archivs“, später „Institut für Kulturmorphologie“
  • 1904-1935 Forschungsexpeditionen nach Afrika
  • 1925 erwarb die Stadt Frankfurt am Main die Sammlungen des Instituts (später Frobenius-Institut)
  • 1932 Honorarprofessor der Universität Frankfurt am Main
  • 1934 Direktor des Völkerkundemuseums in Frankfurt am Main
  • Mitglied der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte

Werke:

  • Das Zuckerrohr der Königin. Erotische Geschichten aus Afrika / gesammelt und aufgeschrieben von Leo Frobenius. Zürich: Unionsverlag, 1998.
  • Kulturgeschichte Afrikas. Prolegomena zu einer historischen Gestaltlehre. Mit einem Bilderanhang. Wuppertal: Hammer, 1993.
  • Die Dämonen des Sudan. Von den Dämonen, Geheimbünden, Mythologien und Gottheiten in der afrikanischen Weltanschauung / hrsg. von Leo Frobenius. Leipzig: Bohmeier, 2008.
Familie

Vater:

Frobenius, Hermann, 1841-1916, Königlich-Preußischer Oberstleutnant, Militärschriftsteller, Sohn des Hermann Frobenius, 1808–1868, Superintendent, Konsistorial-, Regierungs- und Schulrat in Erfurt, und der Auguste Gottschalk

Mutter:

Bodinus, Mathilde, 1843-1885, Tochter des Heinrich* Karl August Bodinus, † 1884, Doktor der Medizin, Zoologe, Direktor des Zoologischen Gartens in Berlin

Partner:

  • Brandt, Editha, (⚭ 1901) * 1880, Tochter des Gottlieb Brandt, Gutsitzer in Gübs bei Magdeburg

Verwandte:

  • Frobenius, Hermann <Bruder>, 1871-1954, Maler
Nachweise

Literatur:

  • NDB 5, 1961, S. 641-642 (Hermann Straube);
  • Leo Frobenius. Ein Lebenswerk aus der Zeit der Kulturwende. / dargestellt von seinen Freunden und Schülern (W. F. Otto u.a.), Leipzig, 1933;
  • Maurice Nguepe, Leo Frobenius als Kunst- und Literaturvermittler. Berlin, 2006;
  • Gestalter und Gestalten. 100 Jahre Ethnologie in Frankfurt am Main, hrsg. von Karl-Heinz Kohl und Editha Platte. Frankfurt am Main, 2006;
  • Hans-Jürgen Heinrichs, Die fremde Welt, das bin ich. Leo Frobenius: Ethnologe, Forschungsreisender, Abenteurer. Wuppertal, 1998;
  • Wolbert G. C. Smidt, Die thüringisch-fränkischen Vorfahren des Ethnologen Leo Frobenius nach alten Chroniken – angebliche Verwandte der Basler Buchdrucker Frobenius. In: Regio-Familienforscher. Zeitschrift der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft der Regio Basel, Bd. 22, 2009, S. 140-152 und Bd. 23, 2010, S. 15-39

Bildquelle:

Frankfurt Biographie, Erster Band, S. 226

Zitierweise
„Frobenius, Leo“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/11869376X> (Stand: 13.2.2013)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde