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Hessische Biografie

Portrait

Friedrich Hermann Klausing
(1887–1944)

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GND-Nummer

11752302X

Klausing, Friedrich Hermann [ID = 4756]

* 19.8.1887 Mönchengladbach, † 5.8.1944 Prag Suizid, evangelisch
Prof. Dr. jur. – Jurist, Professor
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Studium in Marburg, München, Berlin Staats- und Rechtswissenschaften, Philosophie und Geschichte
  • 1913 Assessorexamen
  • Doktor der Rechtswissenschaften Marburg bei Ernst Heymann, Habilitation
  • 1914 Dozent an der Handelshochschule München, Kriegsdienst, Leutnant der Reserve
  • Professor und Direktor der Handelshochschule München
  • 1921 bis 1941 Professor für Deutsche Rechtsgeschichte, Zivil- und Wirtschaftsrecht an der Johann Wolfgang Goethe-Universität zu Frankfurt am Main
  • 1932 ein Jahr Professor an der Universität Marburg
  • 1940 Professor an der Deutschen Universität Prag
  • 1944 deren Rektor
Familie

Vater:

Klausing, Friedrich, 1857–1908, Oberrealschuldirektor, Sohn des Hermann Heinrich Klausing, Bergmann, und der Anna Maria Katharina Fürstenau

Mutter:

Trappmann gen. Kellerkamp, Ida, 1865–1935, Tochter des Gottfried Trappmann und der Sophie Koch

Partner:

  • Lehmann, Marie-Sibylle, * 1889, Tochter des Heinrich Otto Lehmann und der Amalie Jessen

Verwandte:

  • Klausing, Benno <Sohn>, * 1915, vermisst 1942
  • Klausing, Mathilde <Tochter>, * 1919
  • Klausing, Friedrich-Karl <Sohn>, 1920–1944, Widerstandskämpfer
  • Klausing, Otto <Sohn>, * 1926
Nachweise

Quellen:

  • Institut für Personengeschichte, Bensheim, Marie-Sibylle Klausing, geb. Lehmann, Zum Stammbaum der Familien Klausing, Trappmann, Lehmann, Mskr. 1958, Kopie

Literatur:

Leben

B. Diestelkamp: „Klausing war ein hochbegabter Jurist und faszinierender Hochschullehrer.“ Seine Verdienste betreffen vor allem das Verhältnis von Staat und Wirtschaft. Er pflegte eine kluge Systematik und eine klare, eindrucksvolle Art des Vortrags. „Zugleich war er von brennendem Ehrgeiz und einer daraus resultierenden rührigen Umtriebigkeit geprägt. In einer Beurteilung durch den NS-Dozentenbund vom 7. November 1936 wird ihm ein ‚außerordentliches Geltungsbedürfnis und eine besonders starke Regsamkeit’ attestiert... Das Schillernde an seiner Persönlichkeit rührt aus dieser Mischung von hoher interellektueller Begabung und brennendem Ehrgeiz, der ihn zu kaum gezügeltem Aktionismus auch in politischen Angelegenheiten trieb.“1


  1. Diestelkamp, Friedrich Klausing (1887–1944), 1989, S. 171 f.
Zitierweise
„Klausing, Friedrich Hermann“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/11752302X> (Stand: 24.11.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde