Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen

Hessische Biografie

Portrait

Ernst Albert Schmidt
(1845–1921)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

GND-Nummer

11750274X

Schmidt, Ernst Albert [ID = 10864]

* 13.7.1845 Halle, † 5.7.1921 Marburg, evangelisch
Prof. Dr. phil.; Dr.-Ing. h.c.; Dr. med. h.c. – Chemiker, Hochschullehrer
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch der Bürgerschule und der Realschule
  • Apothekerlehrer in Halle, 1864 Gehilfenprüfung
  • 1864-1868 praktische Tätigkeit als Apotheker in Halle, Neuwied, Mainz, Freiburg (Schweiz), Genf und Erfurt
  • einjähriger Militärdienst in Halle
  • 9.5.1870 Pharmazeutische Staatsprüfung in Halle
  • 1870/71 Teilnehmer am Deutsch-Französischen Krieg
  • 18.1.1872 Promotion zum Dr. phil. in Leipzig, da ihm die Erlangung der Doktorwürde in Preußen aufgrund der fehlenden Reifeprüfung nicht möglich war
  • 1872 Abiturprüfung in Aschersleben
  • 21.4.1874 Habilitation für Pharmazeutische Chemie in Halle
  • 26.4.1878 außerordentlicher Professor der Chemie an der Universität Halle, eingeführt am 6.5.1878
  • 11.7. zum 1.10.1884 ordentlicher Professor der Pharmazeutischen Chemie und Direktor des Pharmazeutisch-Chemischen Instituts an der Universität Marburg
  • 1.10.1884-SS 1919 Vorsitzender der pharmazeutischen Prüfungskommission
  • 2.4.1894 Ernennung zum Geheimen Regierungsrat
  • 10.1905 Hanbury-Medaille der Pharmaceutical Society of Great Britain
  • 1.4.1912 von der Verpflichtung zum Halten von Vorlesungen entbunden
  • 13.7.1915 Dr.-Ing. h.c. der Universität Braunschweig
  • 31.7.1915 Dr. med. h.c. der Universität Marburg
  • 1.4.1919 Niederlegung der Direktion des Pharmazeutisch-Chemischen Instituts der Universität Marburg

Studium:

  • 1869 Studium der Pharmazie an der Universität Halle
  • 9.5.1870 Pharmazeutische Staatsprüfung an der Universität Halle

Akademische Qualifikation:

  • 18.1.1872 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Leipzig
  • 21.4.1874 Habilitation für Pharmazeutische Chemie an der Universität Halle
  • 13.7.1915 Dr.-Ing. h.c. der Universität Braunschweig

Akademische Vita:

  • Halle, Universität / / Pharmazeutische Chemie / Privatdozent / 1874-1878
  • Halle, Universität / / Chemie / außerordentlicher Professor / 1878-1884
  • Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Pharmazeutische Chemie / ordentlicher Professor / 1884-1919

Mitgliedschaften:

  • 1900 Mitglied des Reichsgesundheitrates
  • Deutscher Apothekerverein, Ehrenmitglied
  • Niederländischer Apothekerverein, Ehrenmitglied
  • Österreichischer Apothekerverein, Ehrenmitglied
  • Österreichische pharmazeutische Gesellschaft, Ehrenmitglied
  • Deutsche pharmazeutische Gesellschaft, Ehrenmitglied

Werke:

  • Über Einwirkungen von flüssigem Phosgen auf einige Amide (Diss. phil. 1872)
  • Beiträge zur Kenntnis des Anthracens und Chrysens (Habil.-Schrift 1874)

Lebensorte:

  • Halle; Neuwied; Mainz; Marburg; Freiburg (Schweiz); Genf; Aschersleben; Erfurt
Familie

Vater:

Schmidt, Johann Albert, 1816-1892, Stärkefabrikant in Halle

Mutter:

Schmidt, Johanna Sophie Adelheid, 1819-1870, aus einer Gutsbesitzerfamilie in Calbe

Partner:

  • Benzler, Johanna Dorothea Marie, 1853–1942, Heirat Domäne Himmelgarten b. Leimbach 1879, Tochter des Friedrich Wilhelm Konstantin Benzler, Gutspächter, Amtmann in Himmelgarten

Verwandte:

  • Schmidt, Johann Ernst <Sohn>, GND, 1880-1941, Arzt, Direktor des Krankenhauses in Hof
  • Schmidt, Martha <Tochter>, * 1887
  • Schmidt, Otto <Sohn>, GND, 1891-1965, Architekt, Regierungsbaumeister
Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Schmidt, Ernst Albert“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/11750274X> (Stand: 26.7.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde