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Rural Courts in Hesse
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- Details
Kaichen, Freigericht
- Kaichen, Gemeinde Niddatal, Wetteraukreis | Historical Gazetteer
- Situation
- südlich des Dorfs rechts neben der Landstraße
- Location Type
- außerhalb Dorf/Stadt
- Shape
- eckig
- Tree Species
- Linde
- Objects
- Tisch · Bänke
- Historischer Zustand
- Die frühere Anordnung (siehe Grund-Riss Ende 18. Jh. und Lithographie von A. Wießell 1856) wurde wegen Chausseebau verändert.
- Historical Evidence
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- Nota Gericht Kaichen Anfang 15. Jh.: Zum Freien Gericht Kaichen gehören die Dörfer Kaichen, Heldenbergen, Büdesheim, Rendel, Klein-Karben, Groß-Karben, Okarben, Hulshofen, Kloppenheim, Ilbenstadt, Altenstadt, Oberau, Rommelhausen, Helmanshausen, Rodenbach und Klein-Altenstadt, jeweils mit eigenen Gerichten und Dorfgrefen, dazu das zum Dorfgericht Groß-Karben gehörende Burg-Gräfenrode sowie die Burgen Niederdorfelden, Höchst und Assenheim (Jacob Grimm, Weisthümer, Bd. 3, 1842, S. 457-459).
- 30. Mai 1415 und 14. Juni 1424: by dem dorffe Keuchen uff dem felde under einer linden ..., do man des heiligen reichs fry Keucher gerichts pleget zu halden (Hardt-Friederichs, S. 59 Anm. 3)
- Weistum 1439: Gefängnis im Turm zu Assenheim, Galgen im Galgengrund zu Kaichen, Holz wird von Ilbenstadt geschlagen und angefahren, Galgen von Heldenbergen aufgestellt, Gerichtsknecht ist der Dorfbüttel von Groß-Karben (Jacob Grimm, Weisthümer, Bd. 3, 1842, S.459f)
- Notes
- Hinweise verdanke ich Dr. Dieter Wolf, Stadtarchiv Butzbach.
- Bibliography
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- Zimmermann, Hanau S. 119
- Müller, Rechtsaltertümer, S. 132
- Wolf-Arno Kropat, Reich, Adel und Kirche in der Wetterau von der Karolinger- bis zur Stauferzeit, Marburg 1965
- Fred Schwind, Die Landvogtei in der Wetterau, Marburg 1972
- Friederun Hardt-Friederichs, Das königliche Freigericht Kaichen in der Wetterau in seiner landes- und rechtshistorischen Bedeutung (Genealogie und Landesgeschichte 26, 1975; Wetterauer Geschichtsblätter 25, 1976)
- Chronik Heldenbergen (Nidderauer Hefte 5), Nidderau 1989 S. 62-64
- Bernd Vielsmeier, Flurnamen der südlichen Wetterau, Bd. 1: Namenlexikon (QForschHessG 101), Darmstadt, Marburg 1995 S. 468-470 mit Abb.50 und 51
- Barbara Dölemeyer, Bilder als Zeichen alten Rechts, in: Rechtsgeschichte 4, 2004, S. 264-268, hier S. 264f
- Dies., Dinge als Zeichen des Rechts – Zur Rechtsikonographie und Rechtsarchäologie, in: Tobias L. Kienlin (Hrsg.), Die Dinge als Zeichen: Kulturelles Wissen und materielle Kultur (Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie 127), Bonn 2005, S. 221-229, hier S. 223
- Dies., Karl Frölich und das Institut für Rechtsgeschichte, in: Rechtswissenschaft im Wandel, Tübingen 2007, S. 1-22, hier S. 14f
- Georg Dehio, Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Hessen II Regierungsbezirk Darmstadt, München, Berlin 2008 S. 489
- Recommended Citation
- „Kaichen, Freigericht“, in: Gerichtsstätten in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/gst/id/539> (Stand: 17.2.2016)
- Illustrations
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- 539-FM-10: Das Freigericht Kaichen, 2014 © Wilhelm A.Eckhardt, 1.6.2014
- 539-FM-20: Das Freigericht Kaichen, 2014 © Wilhelm A.Eckhardt, 1.6.2014
- 539-FM-30: Das Freigericht Kaichen, 2014 © Wilhelm A.Eckhardt, 1.6.2014
- 539-FA-10: Das Freigericht Kaichen, vor 1938 © UB Gießen, Nachlass Frölich Nr. 2752
- 539-FA-20: Das Freigericht Kaichen, vor 1938 © UB Gießen, Nachlass Frölich Nr. 2758
- 539-P-10: Grund-Riss über Das Kaicher Bluth-Gericht, Ende 18.Jh. © HStA Darmstadt Karte P 1 Nr. 874
- 539-P-20: Freigericht zu Kaichen, Lithographie von A. Wießell, um 1856 © Aus: Denkmäler d. Dt. Baukunst, Band 1, Atlas, 1856). Architekturmuseum TU Berlin, Inv. Nr. 3272,39
- Editor
- W. A. Eckhardt 2014








