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Hessian Biography

Portrait

Friedrich IV. Landgraf von Hessen-Homburg
(1724–1751)

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Hessen-Homburg, Friedrich IV. Landgraf von [ID = 6549]

* 15.4.1724 Braunfels, † 7.2.1751 Homburg vor der Höhe, evangelisch
Other Names | Activity | Family Members | References | Life | Citation
Other Names

Maiden Name:

Hessen-Homburg, Friedrich Carl Ludwig Wilhelm Prinz von

Family Members

Father:

Hessen-Homburg, Casimir Wilhelm Landgraf von, 1690-1726

Mother:

Solms-Greifenstein, Christine* Charlotte Gräfin von, 1690-1751

Partner(s):

Relatives:

References

Bibliography:

Life

Der einzige Sohn des früh verstorbenen Landgrafen Kasimir Wilhelm stand bis 1746 unter der gemeinsamen Vormundschaft seiner Mutter und ihres Schwagers, des Grafen Anton von Aldenburg zu Varel, an dessen Stelle 1738 der ebenfalls angeheiratete Graf zu Schaumburg-Lippe trat. Nach den testamentarischen Anweisungen des Vaters und unter sorgfältiger Aufsicht der Mutter erhielt der Erbprinz eine Erziehung im reformierten Glauben; einer seiner Erzieher war der spätere preußische Oberhofprediger August W. Sack. Friedrich besuchte dann die Universität Leíden, hörte u.a. bei Jean Barbeyrac Natur- und Völkerrecht und machte die üblichen Kavaliers-Touren, vor allem in den Niederlanden. 1741 trat er in preußische Militärdienste; er wurde noch im selben Jahr Kapitän und Kompaniechef, nahm aber bereits 1745 als Obristleutnant seinen Abschied. Als der 22jährige 1746 die Nachfolge seines Onkels Friedrich III. Jakob antrat, beanspruchte der Darmstädter Landgraf Ludwig VIII. die Obervormundschaft, da Friedrich Karl noch nicht volljährig sei, und suchte dem u.a. durch die Zwangseinquartierung eines Infanterieregiments in Homburg Nachdruck zu verleihen. Unterstützung im Streit mit Darmstadt fand der Jung-Landgraf bei dem als Kanzleichef engagierten Reichsjuristen Johann Jakob Moser, der überdies einen allerdings nicht realisierten Entschuldungs- und Reorganisationsplan für Hessen-Homburg konzipierte. Erfolglos blieb auch das Bemühen um das „kurländische Erbe“ der Großmutter. Die kurze Regierungszeit Friedrich Karls stand vorrangig im Zeichen der innen- und außenpolitischen Auseinandersetzungen. Er starb 1751 mit nur 27 Jahren unter Hinterlassung eines erst dreijährigen Sohns, für den die Witwe abermals eine langwierige Auseinandersetzung um die Regentschaft führen musste.

Brigitte Dölemeyer

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 411 f.)

Citation
„Hessen-Homburg, Friedrich IV. Landgraf von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/136025781> (Stand: 7.1.2020)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde