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Hessian Biography

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Portrait

Elisabeth Gräfin zu Sayn und Hachenburg
(um 1269-1270–1293)

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GND-ID

1361604425

Sayn und Hachenburg, Elisabeth Gräfin zu [ID = 2404]

* um 1269-1270, † 19.2.1293, katholisch
Biographical Text

Die um 1269/70 geborene Landgräfin Elisabeth – zur Unterscheidung von ihren beiden gleichnamigen Halbschwestern ( Elisabeth Herrin von Eppstein und Elisabeth Gräfin von Görz) als „die Ältere“ bezeichnet – war die jüngste Tochter Landgraf Heinrichs I. aus seiner ersten Ehe mit Herzogin Adelheid von Braunschweig. Elisabeth wurde 1287 mit dem einige Jahre jüngeren Grafen Johann I. von Sayn (aus dem Hause Sponheim) verheiratet, der bei der Eheschließung gegenüber dem Landgrafen auf die Auszahlung von 1000 Mark Pfennigen Mitgift so lange verzichtete, bis es Heinrich I. genehm sei. Zwei Jahre später (1289) entsagten der Graf und seine Gemahlin Elisabeth allen Erbansprüchen gegenüber dem wiederverheirateten Landgrafen Heinrich. Elisabeth verwendete dabei ebenso wie in einem gemeinsam mit dem Grafen ausgestellten Privileg für das Zisterzienserkloster Marienstatt (Westerwald) vom 27. Februar 1292 ihr eigenes Siegel. Schon ein Jahr später, zum 19. Februar 1293, findet sich im Nekrolog des Klosters Marienstatt der Eintrag über den Tod der noch jungen Landgräfin, der nobilis matrona Seynensis, die den Mönchen mehrere Messgewänder vermacht hatte. Es ist möglich, dass Elisabeth auch ihre letzte Ruhe in der Klosterkirche zu Marienstatt gefunden hat; ein Grab ist jedoch nicht erhalten. Der Witwer Graf Johann I. von Sayn heiratete vor 1297 in zweiter Ehe Kunigunde von Neuerburg(-Vianden), die Tochter Robins von Kobern an der Mosel.

Otto Volk

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 21 f.)


Bibliography