Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 17. Ermschwerd
Gerichtsstätten
Anger in Ellingerode

Further Information

Ellingerode

Stadtteil · 195 m über NN
Gemeinde Witzenhausen, Werra-Meißner-Kreis 
Settlement | Statistics | Constitution | Property | Church and Religion | Culture | Economy | References | Citation
Settlement

Settlement Type:

Dorf

Localization:

3 km südwestlich von Witzenhausen gelegen

Geographical Situation:

Geschlossenes Dorf mit einfachem Grundriß beiderseits entlang des Wilhelmshäuser Baches. Kirche mit Anger und Linde an der als Hauptachse durchlaufenden Wilhelmshäuser Straße, die die L 3389 und die L 3237 verbindet.

Earliest Reference:

1274

Historical Names:

Naming:

  • desolatio (1352)
  • Wustenung (um 1376)
  • Dorf (1387) [HStAM Best. Urk. 13 Nr. 5466]
  • Wüstung (1415 und noch 1478)
  • nicht mehr wüst (1496)
  • Vorwerk (1509 und 1527)
  • neu erbautes Dorf (1537)
  • Dorf (1575/85 und später)

Settlement Sites:

Land Consolidation:

1879

Earliest Local Map:

1730

Coordinates:

Gauß-Krüger: 3557318, 5688786
UTM: 32 U 557221 5686950
WGS84: 51.330958° N, 9.821335° O OpenLayers

Statistics

Location Code:

636016050

Land Usage Statistics:

  • 1745: 1106 Acker
  • 1885 (Hektar): 302, davon 214 Acker (= 70.86 %), 20 Wiesen (= 6.62 %), 6 Holzungen (= 1.99 %)
  • 1961 (Hektar): 301, davon 7 Wald (= 2.33 %)
  • Gehörte mit Kleinalmerode und Roßbach bis ins vorige Jahrhundert zu den Interessendörfern des Kaufunger Waldes

Population Statistics:

  • 1543: 10 Hausgesesse
  • 1575/85: 16 Hausgesessene
  • 1681: 20 Hausgesessene
  • 1745: 200 Einwohner
  • 1747: 27 Mannschaften mit 36 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1885: 312, davon 312 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1925: 299 (294 evangelisch, 5 Bapt.)
  • 1961: 355, davon 314 evangelisch (= 88.45 %), 31 katholisch (= 8.73 %)
  • 1970: 299 Einwohner

Charts:

Ellingerode: Einwohnerzahlen 1834-1967

Data source: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Constitution

Administrative Area:

  • 1537: nach Wiederbesiedlung zum Amt Ludwigstein, vorher Amt Bilstein (?)
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Ludwigstein
  • 1627-1834: Landgrafschaft Hessen-Rotenburg (sogenannte Rotenburger Quart), teilsouveränes Fürstentum unter reichsrechtlicher Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel bzw. des Kurfürstentums Hessen, Amt Ludwigstein
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Ludwigstein
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Ludwigstein, Klostergericht Wilhelmi
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Witzenhausen
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Ludwigstein
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Witzenhausen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Former Administrative District:

Witzenhausen

Court:

  • um 1570: Niederes und peinliches Gericht Hülsing (auf dem Ludwigstein)
  • 1735: Gerichtsbarkeit dem Reservatenkommissar Witzenhausen übertragen
  • 1807: Friedensgericht Witzenhausen
  • 1834: Justizamt Witzenhausen I
  • 1837: Justizamt Witzenhausen
  • 1867: Amtsgericht Witzenhausen
  • 1879: Amtsgericht Witzenhausen

Lordship:

1352: Landgraf Heinrich verpfändet dem Berthold Spanseil die Wüstung Ellingerode.

1368-70 verkaufen die von Berlepsch ihre Hubenanteile zu Ellingerode an Hans von Hundelshausen.

1371: Hans von Hundelshausen hat von den von Berlepsch 6 1/2 Huben zu Ellingerode gekauft, hat dort ein Haus erbaut und wird von Landgraf Heinrich damit belehnt; dieser erlaubt ihm, dort einen Bergfried zu errichten. Es folgen Reverse bis 1822.

1387: Lutz von Allmuthshausen und Helwig von Dörnberg erwerben vom Landgraf 1/4 des Dorfes Ellingerode.

1405: Burghard von Ziegenberg verpfändet seinem Onkel Hans von Atzenhausen unter anderem eine halbe Hufe zu Ellingerode.

1414: Die Witwe des Hans von Hundelhausen hat ihre Leibzucht vom landgräflich Gut zu Ellingerode.

1575/85: Der Sedelhof zu Ellingerode ist hessisches Lehen der von Hanstein.

1477: Heimbrod von Rengelrode verkauft dem Georg von Buttlar die Wüstung Ellingerode.

1478: Landgraf Hermann belehnt Georg von Buttlar mit der Wüstung Ellingerode.

Ab 1496 erfolgen Belehnungen zu Ellingerode durch die Herren von Plesse.

1517: Die von Berlepsch verpfänden Zins zu Ellingerode.

1561: Dietrich von Plesse belehnt Lupold von Hanstein mit dem Sadelhof zu Ellingerode.

1571: Landgraf Wilhelm belehnt Philipp von Hanstein mit Gütern zu Ellingerode.

1768: Der Hof zu Ellingerode, vormals im Besitz Bernold, dann von Ratzenberg, dann der Witwe von Frankenberg an Rat Schmerfeld (bis 1830) als hessisches Lehen

Recent Developments:

Am 1.1.1974 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingemeindung in die Stadtgemeinde Witzenhausen, deren Stadtteil Ellingerode wurde.

Property

Manorial System and Landholding:

  • 1274 vermacht der Priester Bernhard von Roßbach dem Kloster Mariengarten eine Hufe in Ellingerode. 1421: Kloster Mariengarten verleiht eine Hufe zu Ellingerode.
  • 1373: Hans von Hundelshausen schenkt dem Wilhelmitenkloster Witzenhausen einen Zins zu Ellingerode.
  • 1445: Der Priester Hermann von Heiligenstadt ertauscht eine Wiese zu Ellingerode vom Landgrafen.
  • 1509: Die von Grone verkaufen dem Wilhelmitenkloster Witzenhausen ihr von einem Göttinger Bürger abgelöstes, vom Landgraf zu Lehen gehendes Vorwerk zu Ellingerode.
  • 1527: Das Vorwerk zu Ellingerode ist im Besitz des Wilheminerkloster Witzenhausen.

Tithes:

1536 ist der halbe Zehnt zu Ellingerode hansteinisch.

Church and Religion

Local Churches:

  • 1561: kleine Kirche errichtet
  • Saalkirche 1743 nach Plänen von Giovanni Ghezzy mit Taufstein um 1600

Parochial Affiliation:

Um 1570, 1872 und 1994 Filial von Kleinalmerode

Patronage:

Landgraf von Hessen

Conversions:

Da Filial von Kleinalmerode, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Kleinalmeroder Pfarrer Johannes Motz um 1529.

Intermediate Church Authorities:

Archdiakonat Heiligenstadt

Culture

Schools:

1910 einklassige Volksschule

Language History (Digital Facsimiles):

References

Sources:

  • Cal. Or. 100 Mariengarten Nr. 207
  • Cal. Or. 81h, alle Staatsarchiv Hannover
  • Kopiar Mariengarten Nr. 299 Landesbibliothek Hannover

Bibliography:

Citation
„Ellingerode, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/ol/id/5591> (Stand: 27.3.2026)