Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 1923: Martin Heidegger Professor für Philosophie in Marburg
    Der Philosoph Martin Heidegger (1889–1976) wird als Schüler und Nachfolger Edmund Husserls Ordentlicher Professor für Philosophie an der Universität Marburg (bis 1928). Er ist der Schöpfer der Existenzialphilosophie. 1927 entsteht in Marburg Heideggers Hauptwerk „Sein und Zeit“.(OV) ... »Details
  2. Januar 1923: Bildung einer NSDAP-Ortsgruppe in Offenbach
    In Offenbach am Main kommt es zur Bildung einer Ortsgruppe der NSDAP.(OV) ... »Details
  3. 5. Januar 1923: Scheitern von Koalitionsverhandlungen in Darmstadt
    Verhandlungen im Landtag des Volksstaats Hessen, die dort regierende „Weimarer Koalition“ um die Deutsche Volkspartei (DVP) zu erweitern, scheitern.(OV) ... »Details
  4. 11. Januar 1923: Einmarsch französischer und belgischer Truppen in das Ruhrgebiet
    Wegen angeblicher Nichterfüllung der Reparationspflichten durch das Deutsche Reich marschieren französische und belgische Truppen in das Ruhrgebiet ein. „Dies führt zu einer starken Erregung in der Bevölkerung und hat deren passiven Widerstand zur Folge. [...] Der Reichskohlenkommissar ordnet die Einstellung der Kohlenlieferungen an“.(OV) ... »Details
  5. 14. Januar 1923: Nationaler Trauertag wegen der Ruhrbesetzung auch in Hessen
    Zum von der Reichsregierung proklamierten „Nationalen Trauertag“ findet im Schumanntheater in Frankfurt am Main eine Protestkundgebung der SPD und des Republikanischen Reichsbundes gegen die französische Besetzung des Ruhrgebiets statt. Die bürgerlichen Parteien hielten am Vorabend eine eigene Kundgebung ab. Für ganz Hessen ist Trauergeläut angeordnet. ... »Details
  6. 19. Januar 1923: Aufforderung zum passiven Widerstand in den besetzten Gebieten
    Aufgrund der Besetzung des Ruhrgebiets und anderer Zwangsmaßnahmen französischer und belgischer Truppen und Verwaltungen weisen die Reichsregierung und die Regierungen der betroffenen Länder die Beamten im Ruhrgebiet (und anderen besetzten Gebieten) an, den Anordnungen der Besatzungsmächte nicht Folge zu leisten.(OV) ... »Details
  7. 21. Januar 1923: Proteste bei Erstaufführung von Georg Büchners „Leonce und Lena“ in Darmstadt
    Die Erstaufführung von Georg Büchners Komödie „Leonce und Lena“ in Darmstadt durch das Hessische Landestheater unter der Leitung von Theaterintendant Gustav Hartung (1887–1946) löst unter anderem wegen der Darstellung des Hofpredigers als katholischer Bischof Proteste aus. ... »Details
  8. 21. Januar 1923: Passiver Widerstand und Ausweisungen in den besetzten Gebieten
    Nach der Anweisung der Reichsregierung und der Regierungen der Länder, den französischen Anordnungen keine Folge zu leisten, sprechen sich (am 22. Januar) auch alle Gewerkschaften für den passiven Widerstand aus. Die Rheinschifffahrt wird eingestellt. Die französischen Besatzung beginnt mit Verhaftungen und Ausweisungen aus dem besetzten Gebiet, um den deutschen Widerstand zu brechen.(OV) ... »Details
  9. Ende Juni 1923: Bestzung des Bahnhofs Langen durch die französischen Truppen
    Die französischen Besatzungstruppen besetzen Ende Juni auch den Bahnhof Langen. Darum muss ein Teil des Bahnverkehrs zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt über Offenbach am Main, Ober-Roden und Dieburg umgeleitet werden.(OV) ... »Details
  10. Ende August 1923: Stadt Offenbach gibt eigenes Notgeld heraus
    Die Stadt Offenbach am Main gibt wie viele andere Städte ein eigenes Notgeld heraus. In der Stadt wird für Zahlungen außerdem hessisches Notgeld verwendet.(OV) ... »Details
  11. 27. Januar 1923: Uraufführung von Wagners Kriegsdrama „Trotzdem“ in Kassel
    Die Uraufführung von Hans Gustav Wagners Kriegsdrama „Trotzdem“ im Staatstheater Kassel gerät zur patriotischen Kundgebung. „In tiefer Bewegung“ singt das Publikum die Nationalhymne.(OV) ... »Details
  12. 7. Februar 1923: Ausweisung des hessischen Landtagspräsidenten
    Im Zuge des Ruhrkampfs wird der Landtagspräsident im Volksstaat Hessen und Mainzer Oberbürgermeister, Bernhard Adelung (1876–1943; SPD), mit seinem Stellvertreter von der französischen Besatzungsmacht ausgewiesen.(OV) ... »Details
  13. 10. Februar 1923: Ausweisung des Wiesbadener Regierungspräsidenten Haenisch
    Nach der Besetzung hessischer Gebiete durch französische Truppen im Zuge der sogenannten Ruhrbesetzung wird der im vorangegangenen Jahr neu ernannte Regierungspräsident des Regierungsbezirks Wiesbaden der preußischen Provinz Hessen-Nassau, Konrad Haenisch (1876–1925), bei seiner Einreise in die Bezirkshauptstadt von der französischen Militärverwaltung verhaftet und ausgewiesen. Er bildet ... »Details
  14. 17. Februar 1923: Neue Verfassung der Evangelischen Landeskirche von Hessen-Kassel
    Die Landeskirche von Hessen-Kassel erhält als letzte der hessischen Kirchen eine neue Verfassung. ... »Details
  15. 13. März 1923: Diskussion zwischen Buber und Natorp in Marburg
    Der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber (1878–1965) diskutiert in Marburg mit Paul Natorp (1854–1924) über sein Buch „Ich und Du“, das im Leipziger Insel-Verlag erschienen ist.(OV) ... »Details
  16. 13. März 1923: Eröffnung des 51. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
    In Kassel tritt der 51. Kommunallandtag des Regierungsbezirkes Kassel zusammen und wird vom Landtagskommissar der preußischen Staatsregierung, dem Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau Dr. Rudolf Schwander (1868–1950) eröffnet. Als Alterspräsident wirkt der 68-Jährige Eduard Harnier (Hessische Arbeitsgemeinschaft), durch Zuruf einstimmig ins Präsidium des Kommunallandtages werden ... »Details
  17. 18. März 1923: Großer Brand im Wiesbadener Staatstheater
    Im Staatstheater Wiesbaden verursacht ein Brand beträchtlichen Sachschaden. ... »Details
  18. 23. März 1923: Verbot der Deutsch-Völkischen Freiheitspartei
    Die Deutsch-Völkische Freiheitspartei (DVFP) wird als Nachfolgeorganisation der in Preußen verbotenen NSDAP ebenfalls verboten. Der Kasseler Führer der DVFP, Martin Eckhardt, wird wegen des Verdachts der Gefährdung der Republik in Untersuchungshaft genommen, dann aber gegen Kaution freigelassen und später sogar für die Haft entschädigt.(OV) ... »Details
  19. 31. März 1923: Volksstaat Hessen zur Zahlung an den Großherzog verpflichtet
    Das Landgericht in Darmstadt verpflichtet von Volksstaat Hessen, dem ehemaligen Großherzog Ernst Ludwig von Hessen (1868–1937) sofort 30 Millionen Reichsmark zu zahlen. Siehe 24. April 1923.(OV) ... »Details
  20. 24. April 1923: Verpflichtung des Volksstaats Hessen zur Zahlung an den Großherzog
    Der Volksstaat Hessen wird endgültig dazu verpflichtet, an den ehemaligen Großherzog Ernst Ludwig von Hessen (1868–1937) eine Summe von 30 Millionen Reichsmark zu zahlen. Siehe 31. März 1923.(OV) ... »Details
  21. 29. April 1923: Verbot der NSDAP im Volksstaat Hessen
    Wie der Freistaat Preußen erklärt der Volksstaat Hessen die NSDAP für verfassungsfeindlich und fordert ihre Auflösung. Das preußische Verbot gilt seit dem 23. März ebenso für die Deutsch-Völkische Freiheitspartei. Das Verbot bleibt des NSDAP jedoch faktisch wirkungslos. (KR) ... »Details
  22. 4. Mai 1923: Kritik am Darmstädter Theaterintendanten durch Rechte im Landtag
    In der Debatte im Landtag des Volksstaates Hessen wird dem Intendanten im Hessischen Landestheater in Darmstadt, Gustav Hartung (1887–1946), von den Rechtsparteien politische Einseitigkeit vorgeworfen. „Nach langer Erörterung wird ein Antrag Dingeldey (DVP)1=Eduard Dingeldey (1886–1942), Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender der nationalliberalen Deutschen Volkspartei (DVP) im hessischen ... »Details
  23. 12. Mai 1923: Verordnung über das Tragen von Abzeichen durch Beamte im Volksstaat Hessen
    Das Hessische Gesamtministerium erlässt eine Verordnung, das Verhältnis der Beamten usw. in Hessen zum republikanischen Staat betreffend. Darin wird den Beamten das Tragen von Abzeichen jeder Art mit Ausnahme der Reichs- und Landesfarben und der vom Reich oder einem Land verliehenen Kriegsauszeichnungen im Dienst untersagt.(OV) ... »Details
  24. 18. Mai 1923: Gedenken an die Eröffnung des Paulskirchenparlaments in Frankfurt
    In der Paulskirche in Frankfurt am Main wird des 75-jährigen Jubiläums der Eröffnung des Ersten Deutschen Parlaments am 18. Mai 1948 gedacht. An der Feier nehmen neben dem Reichspräsidenten Friedrich Ebert (1871–1925) auch Vertreter aller deutscher Länder mit Ausnahme Bayerns teil. So befinden sich unter den etwa 1.000 geladenen Gästen der Reichstagspräsident Paul Löbe (1875–1967; ... »Details
  25. 11.-12. Juni 1923: Besuch des Reichskanzlers in Hessen
    Reichskanzler Wilhelm Cuno (1876–1933) bereist die Volksstaaten Baden und Hessen.(OV) ... »Details
  26. 16. Juni 1923: Inbetriebnahme des Nidderkraftwerks bei Lißberg in der Wetterau
    Bei Lißberg in der Wetterau wird nach dreimonatigem Probebetrieb das Nidderkraftwerk, ein Wasserkraftwerk zur Erzeugung elektrischer Energie, seiner Bestimmung übergeben und nimmt seinen Betrieb auf. ... »Details
  27. 23. Juni 1923: Limburger „Freistaat Flaschenhals“ wird von französischen Truppen besetzt
    Der schon zu Jahresbeginn kurzfristig besetzte Lorcher „Flaschenhals“ zwischen den Brückenköpfen Mainz und Koblenz wird endgültig Teil des französisch besetzten Gebiets. Das als „Freistaat Flaschenhals“ bezeichnete Territorium zwischen dem Rhein und dem unbesetzten Teil der preußischen Provinz Hessen-Nassau war nach dem Waffenstillstand von Compiègne aufgrund eines Berechnungsfehlers ... »Details
  28. 1. Juli 1923: Eröffnung des Deutschen Tapetenmuseums in Kassel
    In Kassel wird das Deutsche Tapetenmuseum eröffnet. Es ist die weltweit erste Sammlung ihrer Art. Mit rund 20.000 Exponaten gibt das Museum einen umfassenden Überblick über die Kulturgeschichte der Tapete. Einen Schwerpunkt bilden die bedruckten Papiertapeten. ... »Details
  29. 23. Juli 1923: Krawalle gegen Lebensmittelverteuerung in Frankfurt
    Bei Krawallen nach einer Kundgebung gegen die Lebensmittelverteuerung in Frankfurt am Main erschießen randalierende Demonstrationsteilnehmer einen Staatsanwalt. ... »Details
  30. 23. Juli 1923: Ausschreitungen und Plünderungen in Frankfurt
    In Frankfurt am Main und an verschiedenen anderen Orten im Reich kommt es zu Ausschreitungen und Plünderungen. Dabei gibt es mehrere Todesopfer. Die preußische Regierung verbietet Versammlungen unter freiem Himmel.(OV) ... »Details