Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 14. April 1945: Auftrag zur Bildung einer „Deutschen Regierung der Provinz Starkenburg“
    Die US-Militärverwaltung betraut den SPD-Politiker, Hochschullehrer und früheren Reichstagsabgeordneten Ludwig Bergsträsser (1883–1960) mit der Führung der Zivilverwaltung der hessischen Provinz Starkenburg mit Sitz in Darmstadt. Er erhält den Auftrag, von dort aus eine überregionale Verwaltung aufzubauen.Keimzelle des späteren Regierungsbezirks Darmstadt ... »Details
  2. 15. April 1945: Transport des deutschen Reichsbankgoldes nach Frankfurt
    Am Morgen bricht in der kleinen Ortschaft Merkers im Wartburgkreis im Westen Thüringens ein streng abgeschirmter amerikanischer Militärtransport auf, um die beschlagnahmten deutschen Goldreserven und eine Vielzahl unbezahlbarer Kunstschätze in die ehemalige Reichsbank nach Frankfurt am Main zu transportieren. Der Konvoi wird von starken bewaffneten Kräften begleitet; einer oder mehrere1=Hier ... »Details
  3. 17. April 1945: Einsetzung von Karl Dönges zum Gießener Oberbürgermeister
    Der amerikanische Stadtkommandant in Gießen, Major V. L. Ehrenclou, setzt an stelle des bisher amtierenden Oberbürgermeisters Dr. Philipp Hill den Anwalt Dr. Karl Dönges (geb. 1891) ein. Damit beginnt die Neuorganisation der Gießener Stadtverwaltung.(OV) ... »Details
  4. 18. April 1945: Überparteilicher Aufbauausschuss in Wiesbaden
    In Wiesbaden macht ein überparteilicher Aufbauausschuss Vorschläge zur Neubesetzung der deutschen Verwaltung.(OV) ... »Details
  5. 21. April 1945: Bildung einer Provinzialregierung für Starkenburg durch die Besatzungsmacht
    Die amerikanische Militärregierung bildet eine Provinzialregierung für die ehemalige hessische Provinz Starkenburg mit Ludwig Bergsträsser (1883–1960) als Präsidenten. Die „Regierung“ wird am 8. Mai offiziell ernannt.(OV) ... »Details
  6. 27. April 1945: Erster Gottesdienst in der wiederhergestellten Synagoge in Bad Nauheim
    In der neuen, 1929 eingeweihten Synagoge in Bad Nauheim kann am 27. April 1945 der erste Gottesdienst nach dem Ende der NS-Herrschaft gehalten werden. Die amerikanischen Truppen hatten bei der Befreiung von Bad Nauheim die Synagoge, deren Inneneinrichtung in der Reichspogromnacht 1938 (vermutlich am 10. November ) völlig zerstört und entwendet worden war, als Stapelplatz für Eisen, Hanf- und ... »Details
  7. Mai 1945: Verbot der Antifaschistische Ausschüsse durch die Alliierten
    Die von Verfolgten des NS-Regimes und Widerstandskämpfern gebildeten „Antifaschistischen Ausschüsse“ werden von den Besatzungsmächten verboten.(OV) ... »Details
  8. 8. Mai 1945: Bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reichs
    Das Deutsche Reich kapituliert gegenüber den alliierten Siegermächten bedingungslos. Die Kapitulation tritt um 23:01 Uhr in Kraft. Im Gebiet des heutigen Hessen sind während des Krieges etwa 185.000 Zivilpersonen ums Leben gekommen, etwa 120.000 Menschen aus Hessen sind im Krieg gefallen oder gelten als vermisst. Von den als Juden verfolgten Menschen werden etwa 75.000 Opfer des Holocaust.(OV) ... »Details
  9. 10. Mai 1945: Berufung von Fritz Hoch zum Kasseler Oberpräsidenten
    Fritz Hoch (1896–1984), Verwaltungsfachmann und früherer Oberregierungsrat in Kassel, wird von der US-Militärregierung zum Oberpräsidenten in Kassel (Provinz Kurhessen) berufen. Damit bestehen in allen Teilen Hessens provisorische deutsche Verwaltungsstellen.  ... »Details
  10. 17. Mai 1945: Die Bergbauleitung der Buderus'schen Eisenwerke verkündet das Wiederanlaufen aller Grubenbetriebe
    Die Bergbauleitung der Buderus'schen Eisenwerke in Wetzlar berichtet in einem Rundfunkschreiben über das erfolgte Wiederanlaufen aller Grubenbetriebe. Damit gelingt es der Firma, ihre Tätigkeit im Erzbergbau auch im Moment der „Stunde Null“ – und trotz des schlagartigen Verzichts auf Zwangsarbeiter und mit Kriegsende abwandernden deutschen Bergleuten – faktisch kontinuierlich ... »Details
  11. 18. Mai 1945: Einrichtung einer Provinzialregierung Mittelrhein-Saar
    In der amerikanischen Besatzungszone wird unter der Führung von Oberst James R. Newman (1902–1964) eine „Provinzialregierung Mittelrhein-Saar“ mit Sitz in Neustadt an der Weinstraße eingesetzt, die die Länder Saar, Pfalz und Hessen (südlich des Mains) umfasst. Als Oberpräsident bestimmen die Amerikaner den früheren Mannheimer Oberbürgermeister Hermann Heimerich (1885–1963; SPD). ... »Details
  12. 29. Mai 1945: Zahl der Displaced Persons in der britischen und amerikanischen Zone
    Der Leiter der Alliierten Liaison Section gibt nach dem Bulletin of International News auf einer Pressekonferenz des Alliierten Hauptquartiers in Paris einen Bericht über die Heimbeförderung der verschleppten Personen (Displaced Persons) in Europa. Die Lage werde durch den Zustrom von Polen, Letten, Litauern und anderen Menschen aus der sowjetischen in die britische und amerikanische Zone ... »Details
  13. Juni 1945: Bericht über die Lage in Frankfurt
    Die Gewerkschafterin Anna Beyer (1909–1991) berichtet dem Internationalen Sozialistischen Kampfbund im Juni über die Zustände in Frankfurt am Main. Sie thematisiert die sozialen Probleme in der Stadt, insbesondere die Ernährungslage, Fragen der „Vergangenheitsbewältigung“ und das Wirken der amerikanischen Besatzungstruppen: ... »Details
  14. 1. Juni 1945: Gründung von Radio Frankfurt in Bad Nauheim
    „Radio Frankfurt“ strahlt als Sender der Militärregierung sein erstes Programm aus. Wegen der Zerstörung des Frankfurter Funkhauses sendet Radio Frankfurt aus Bad Nauheim, und zwar mittels eines 20-kW-Senders der ehemaligen Wehrmacht. Ab 1949 steht der Sender als „Hessischer Rundfunk“ unter deutscher Leitung. (OV) ... »Details
  15. 1. Juni 1945: Eisenhower verlegt Hauptquartier nach Frankfurt
    US-General Dwight D. Eisenhower (1890–1969), der Alliierte Oberbefehlshaber, verlegt sein Hauptquartier von Reims in Frankreich in das I.G. Farben-Haus in Frankfurt am Main.(OV) ... »Details
  16. 3. Juni 1945: Schwierige Ernährungslage im Reich
    Generalmajor William Draper, der Leitende Beamte der amerikanischen Gesundheitsbehörden, stellt im Alliierten Hauptquartier in Frankfurt am Main fest, dass die Lebensmittelreserven im Reich noch etwa für zwei Monate reichen werden.(OV) ... »Details
  17. 5. Juni 1945: Unterzeichnung der Berliner Erklärung durch die Siegermächte
    Die Oberbefehlshaber der vier Siegermächte unterzeichnen in Berlin eine Erklärung („Berliner Erklärung, Berliner Deklaration“), mit der die USA, die Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich die oberste Gewalt in Deutschland übernehmen. ... »Details
  18. 12. Juni 1945: Bericht über die Lage in Frankfurt
    Die Gewerkschafterin Anna Beyer (1909–1991) berichtet dem Internationalen Sozialistischen Kampfbund kurz nach dem Kriegsende über die Zustände in Frankfurt am Main: ... »Details
  19. 15. Juni 1945: Regierungsbezirk Montabaur von Hessen abgetrennt
    Mit Wirkung vom 15. Juni 1945 werden die ehemaligen Regierungsbezirke der preußischen Rheinprovinz Trier und Koblenz sowie der neugeschaffene Regierungsbezirk Montabaur auf der rechten Rheinseite im neu geschaffenen Rheinland-Hessen-Nassau in der französischen Besatzungszone zusammengefasst.(OV) ... »Details
  20. 16. Juni 1945: Vereinbarung zwischen Truman und Stalin zur Gebietsbesetzung
    In einem Telegrammwechsel kommen der amerikanische Präsident Harry S. Truman (1884–1972) und der sowjetische Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion Josef W. Stalin (1878–1953) zu dem Entschluss, dass die westlichen Alliierten am 1. Juli ihre Truppen aus einzelnen Gebieten der späteren Länder Mecklenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen ... »Details
  21. 22. Juni 1945: Rheinhessen und vier Landkreise in Nassau kommen zur Französischen Besatzungszone
    Der linksrheinische Teil des ehemaligen Volksstaats Hessen (Rheinhessen) mit Bingen, Mainz, Worms und Alzey sowie die vier nassauischen Landkreise Ober- und Unterwesterwald, Unterlahn und St. Goarshausen werden Teil der Französischen Besatzungszone. (CP) ... »Details
  22. 24. Juni 1945: Amerikaner planen die Schaffung zweier hessischer Länder
    Die US-Militärregierung ignoriert die von hessischer Seite vorgetragenen „Groß-Hessen-Pläne“ und verfügt zunächst die Schaffung zweier hessischer Länder: Hessen-Nassau und Hessen(-Darmstadt). Die Regierungssitze sollen Marburg beziehungsweise Darmstadt sein. Zuvor hatten sich Amerikaner und Franzosen auf den gemeinsamen Grenzverlauf ihrer Besatzungszonen geeinigt. Hiermit wird zugleich ... »Details
  23. Juli 1945: Ehemalige politische NS-Verfolgte bilden in Friedberg einen Hilfsausschuss
    In Friedberg schließen sich ehemalige politische Häftlinge des NS-Regimes – in der Hauptsache Mitglieder der KPD – zu einem Hilfsausschuss zusammen, der als eine Selbsthilfeorganisation das alltägliche Leben seiner Mitglieder erleichtern helfen soll. Dies betrifft unter anderem die Versorgung mit Lebensmitteln und Wohnraum.In der Folge bilden sich an verschiedenen Orten in Hessen ... »Details
  24. 1.-2. Juli 1945: Abzug der Amerikaner und Einmarsch sowjetischer Besatzungstruppen in Thüringen
    Wie zwischen den Siegermächten in einem Telegramm vom 16. Juni 1945 vereinbart, beginnt am Morgen des 1. Juli der Abzug der britischen und amerikanischen Truppen aus Westmecklenburg, aus Teilen Sachsens und aus Thüringen, die zur sowjetischen Besatzungszone gehören werden. Schon am 21. Juni war die Verwaltung dieser Gebiete an die sowjetische Militäradministration übergeben worden. Am 2. Juli ... »Details
  25. 4. Juli 1945: Einrichtung einer Bücherstube in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird eine Bücherstube als Vorläuferin des ersten „Amerika-Hauses“ eingerichtet. Amerika-Häuser stehen als Bildungszentren in der Folge im Dienst der Reeducation, das heißt der Erziehung der deutschen Bevölkerung zur Demokratie. Hier finden Vorträge, Filme, Diskussions- und Musikabende statt, die das Interesse der Deutschen an Amerika und seinem Lebensstil – dem ... »Details
  26. 4. Juli 1945: Einrichtung der Grenze bei Rasdorf und Geisa
    Im hessischen Ort Rasdorf und im thüringischen Geisa haben die alliierten Siegermächte Grenzkontrollstationen installiert. Entlang der alten Landesgrenze Thüringens verläuft nun gemäß dem Londoner Abkommen vom 12. September 1944 die Demarkationslinie zwischen der amerikanischen und sowjetischen Besatzungszone. Diese Grenze wird auch die „Whisky-Wodka-Linie“0=Saul, Leben im Schatten der ... »Details
  27. 5. Juli 1945: Kurt Blaum zum Oberbürgermeister von Frankfurt ernannt
    Von der amerikanischen Militärregierung wird Kurt Blaum (1884–1970) zum kommissarischen Oberbürgermeister von Frankfurt ernannt. Er wird damit Nachfolger von Wilhelm Hollbach (1893–1962). Blaum, der zuvor kommissarischer Oberbürgermeister von Hanau war, bekleidet das Oberbürgermeisteramt in Frankfurt bis zum 1. September 1946. Ihm folgt der Sozialdemokrat Walter Kolb (1902–1956) als ... »Details
  28. 6. Juli 1945: Amerikanische Behörden übernehmen die Kontrolle über die I.G. Farben
    Die Presseagentur United Press meldet aus dem amerikanischen Hauptquartier, dass die amerikanischen Militärbehörden die Kontrolle über den größten Teil der I.G. Farben übernommen haben und die zugehörigen Werke dem stellvertretenden amerikanischen Militärgouverneur General Lucius D. Clay (1898–1978) unterstehen, bis die amerikanische Militärregierung darüber anders verfügt.(OV) ... »Details
  29. 14. Juli 1945: Milderung des Fraternisierungsverbots in der amerikanischen und britischen Zone
    Nach eingehenden Beratungen zwischen dem amerikanischen und britischen Oberkommando wird das bestehende Fraternisierungsverbot für deren Truppen in Deutschland erheblich abgeschwächt. In einem Tagesbefehl an seine Truppen schreibt der britische Feldmarschall Montgomery: Ihr könnt euch jetzt mit den Deutschen in den Straßen und in öffentlichen Lokalen in Gespräche einlassen; dagegen dürft ... »Details
  30. 23. Juli 1945: Ermittlung der Zahl der Ausländer in Hessen
    Die US-Militärregierung ermittelt, wie viele Ausländer (ehemalige Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und andere Personen) sich in Lagern in Hessen befinden. Allein in Wiesbaden und Wetzlar beläuft sich die Zahl dieser Displaced Persons auf 18.375. ... »Details
  31. 31. Juli 1945: Zeitungslizenz für die Frankfurter Rundschau
    Die US-Militärregierung vergibt die erste Lizenz für eine hessische Zeitung, nämlich für die „Frankfurter Rundschau“. ... »Details
  32. August 1945: Einsetzung des Alliierten Kontrollrats
    Nachdem die Alliierten mit der „Berliner Erklärung“ am 5. Juni 1945 die Regierungsgewalt über das besetzte Deutschland übernommen haben, übertragen sie sie dem Alliierten Kontrollrat mit Sitz in Berlin.(CP) ... »Details
  33. 1. August 1945: Erstes Erscheinen der „Frankfurter Rundschau“
    Die „Frankfurter Rundschau“, die am Tag zuvor als erste Zeitung in Hessen eine Lizenz der US-Militärregierung erhalten hat, erscheint erstmals in Frankfurt am Main. Die Auflage beträgt 500.000 Exemplare. (CP) ... »Details
  34. 1. August 1945: Verpflichtung früherer NSDAP-Mitglieder zu Aufräumungs- und Säuberungsarbeiten
    Ein Befehl der amerikanischen Bezirksmilitärregierung, den der Regierungspräsident in Wiesbaden in der Verordnung Nr. 8 öffentlich bekannt macht, verpflichtet Personen, die zu irgendeiner Zeit Mitglied der NSDAP waren, zu wöchentlich zwölf Stunden Aufräumungs- und Säuberungsarbeiten gegen Entgelt. Ausgenommen bleiben Männer über 60 und Frauen über 40 Jahre sowie Personen, die vom ... »Details
  35. 1. August 1945: Bericht über die Lage in Frankfurt
    Die Gewerkschafterin Anna Beyer (1909–1991) berichtet Willi Eichler0=Willi Eichler wurde am 7. Januar 1896 als Sohn eines Postbeamten und kaufmännischen Angestellten in Berlin geboren. Der gelernte Kalkulator nahm von 1915 bis 1918 als Soldat in Russland und Frankreich am Ersten Weltkrieg teil. 1919 kam er in Kontakt mit der Lehre Leonard Nelsons, wurde Mitglied der SPD und des Internationalen ... »Details
  36. 6. August 1945: General Eisenhower warnt die Bevölkerung vor Heizmittelknappheit
    Der Oberbefehlshaber der amerikanischen Besatzungstruppen in Deutschland, General Dwight D. Eisenhower (1890–1969), erklärt in einer Botschaft an das deutsche Volk, dass im kommenden Winter für die Beheizung von Wohnräumen keine Kohle zur Verfügung stehen wird und gibt den Rat, „in den nächsten Monaten genügend Holz zu fällen und einzusammeln“.(OV) ... »Details
  37. 12. August 1945: Erstes öffentliches Konzert nach dem Krieg in Hungen
    Mit Erlaubnis der Militärregierung findet das erste öffentliche Konzert im Landkreis Gießen in Hungen statt. Dazu kommen 750 Zuhörer aus dem ganzen Landkreis unter noch immer schwierigen Verkehrsverhältnissen in den „Darmstädter Hof“.(OV) ... »Details
  38. 14. August 1945: Amerikanische Vorbedingungen für die Bildung von Gewerkschaften
    Die „Frankfurter Rundschau“ meldet, dass die amerikanische Militärregierung sechs Vorbedingungen für die Neubildung von Gewerkschaften und Betriebsausschüssen bekanntgegeben hat: ... »Details
  39. 23. August 1945: Deutsche Bischofskonferenz in Fulda veröffentlicht Schuldbekenntnis
    Auf der ersten Nachkriegstagung verabschiedet die katholische Deutsche Bischofskonferenz ein Schuldbekenntnis zur Mitverantwortung auch vieler katholischer Christen für die Verbrechen des Nationalsozialismus (Kroll). Dabei bleibt sie allerdings insofern recht vage, als sie hiermit lediglich auf die Verfehlungen einzelner Katholiken (Thränhardt) abstellt, die katholische Kirche als Institution ... »Details
  40. 23. August 1945: Zuzugssperre in Frankfurt
    Die Stadt Frankfurt am Main verhängt eine Sperre für Zuzug und Rückkehr der Flüchtlinge und Vertriebenen. Die von Oberbürgermeister Kurt Blaum (1884–1970) erlassene Verordnung sieht Ausnahmen nur in besonderen Fällen vor, für die beim Wohnungsamt eine eigene Abteilung „Zuzugsgenehmigung“ eingerichtet worden ist. Gleichzeitig schafft eine weitere Verordnung die rechtliche Grundlage zur ... »Details
  41. 27. August 1945: Zulassung von politischen Parteien in Hessen
    Die amerikanische Militärregierung erlaubt nach dem Abschluss des Potsdamer Abkommens die Gründung von „antifaschistischen Parteien“ auf Kreisebene. Diese gingen zu großen Teilen aus sogenannten Antifaschistischen Ausschüssen hervor, innerhalb derer sich Widerstandsgruppen und Verfolgte des NS-Regimes parteiübergreifend für einen geordneten Neuaufbau und die Aufrechterhaltung von Ruhe ... »Details
  42. 27. - 31. August 1945: Treffen evangelischer Kirchenführer und Bildung der EKD in Treysa
    In Treysa wird eine Konferenz evangelischer Kirchenführer eröffnet, bei der der Zusammenschluss von zwölf evangelischen Landeskirchen zur Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erreicht und ein Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland gebildet wird. Dessen Vorsitz übernimmt der württembergische Landesbischof Theophil Wurm (1868–1953). Als Stellvertreter wird mit dem Pastoren Martin ... »Details
  43. 28. August 1945: Max Planck erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt
    In Anwesenheit von Vertretern der amerikanischen Militärregierung erhält der Physiker Max Planck (1858–1947) in Frankfurt am Main den mit 10.000 Reichsmark dotierten Goethepreis. Die Verleihung findet in den Räumen des Klubs der Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft statt. Der 1927 gestiftete Preis, der zuletzt am 28. August 1942 an den österreichisch-deutschen Chemiker und ... »Details
  44. 31. August 1945: Bildung des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland
    Auf der Evangelischen Kirchenversammlung in Treysa bilden zwölf Landeskirchen den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland. Den Vorsitz übernimmt der württembergische Landesbischof Theophil Wurm (1868–1953). Als Stellvertreter wird mit dem Pastoren Martin Niemöller (1892–1984) ein Vorkämpfer der oppositionellen „Bekennenden Kirche“ im Nationalsozialismus berufen, der 1947 die ... »Details
  45. September 1945: Umbenennung von Straßen in Marburg
    In Marburg werden 25 Straßen umbenannt, um die Benennung nach Nationalsozialisten oder ideologischen Vorstellungen der Nationalsozialisten zu tilgen.(OV) ... »Details
  46. September 1945: Christdemokraten verabschieden die „Frankfurter Leitsätze“
    Eine Gruppe ehemaliger Zentrumsangehöriger, Mitglieder des Klerus und christliche Gewerkschaftern sowie weitere Personen um den ehemaligen Redakteur der Rhein-Mainischen Volkszeitung, Walter Dirks (1901–1991), verabschieden als Ergebnis ihrer Beratungen die Frankfurter Leitsätze, die zu den frühesten Dokumenten in der Gründungsphase der hessischen CDU gehören. Die beteiligten christlichen ... »Details
  47. 1. September 1945: Zeitungslizenz für Hermann Bauer in Marburg
    Der Demokrat und frühere Zeitungsverleger Hermann Bauer (1897–1986) erhält von der amerikanischen Militärregierung die dritte Lizenz für eine Zeitung in der amerikanischen Besatzungszone. Er gibt seitdem die „Marburger Presse“ heraus. Zusammen mit dem Landeshistoriker Willi Görich (1907–1991) gestaltet er auch die Geschichtsbeilage unter dem Titel „Hessenland“.(OV) ... »Details
  48. 1. September 1945: General Dwight D. Eisenhower in Marburg
    Der Oberbefehlshaber der amerikanischen Besatzungstruppen in Deutschland, General Dwight D. Eisenhower (1890–1969), der spätere Präsident der Vereinigten Staaten (1953–1961), hält sich in Marburg auf.(OV) ... »Details
  49. 14. September 1945: Wiedereröffnung des deutschen Wertpapier-Börsenhandels in Frankfurt
    In einem notdürftig hergerichteten Kellerraum des Gebäudes der Industrie- und Handelskammer in Frankfurt am Main nehmen 30 Banken und drei Makler den Wertpapier-Börsenhandel wieder auf. Damit erfolgt die „offizielle“ Wiedereröffnung der ersten deutschen Börse, nach dem der Börsenhandel in Frankfurt infolge der deutschen Kriegsniederlage und des Zusammenbruchs des NS-Regimes zunächst ... »Details
  50. 14. September 1945: Einrichtung der Deutschen Allgemeinen Nachrichten-Agentur
    Die Presseagentur United Press meldet, dass in der amerikanischen Besatzungszone die Deutsche Allgemeine Nachrichten-Agentur (DANA) eingerichtet wurde, die von der US-Army kontrolliert wird.(OV) ... »Details