Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 20. April 1842: Gründung des „Mainzer Adelsvereins“ im Schloss Biebrich
    Am 20. April 1842 wird im Schloss Biebrich der „Verein zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas“ unter dem Protektorat des Herzogs Adolph von Nassau (1817–1905) gegründet. Die 21 Mitglieder des Vereins, der 1844 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, waren ausschließlich Angehörige des Adels, weshalb der Verein auch „Mainzer Adelsverein“ genannt wurde.|Generalkommissar des ... »Details
  2. 17. August 1842: Feierliche Enthüllung des Bonifatius-Denkmals in Fulda
    In Anwesenheit des Künstlers Johann Werner Henschel (1782–1850) wird am 17. August 1842 auf dem Bonifatiusplatz in Fulda das überlebensgroße Bronzestandbild des Hl. Bonifatius feierlich enthüllt.|Bereits 1828 fanden erste Gespräche mit dem Kasseler Bildhauer über das geplante Denkmal statt. Im gleichen Jahr erschien erstmals ein Spendenaufruf des damaligen Oberbürgermeisters. Neben ... »Details
  3. September 1842: Auswanderung der Landbevölkerung nach Nordamerika
    Die zunehmende Verarmung der Landbevölkerung nach Missernten brachte ganze Dörfer in Hessen zum Verschwinden. ... »Details
  4. 12. September 1842: Eröffnung der "Ersten Deutschen Industrie-Ausstellung" in Mainz
    Im Jahre 1841 beschloss die 1840 gegründete Mainzer Sektion des Gewerbevereins für das Großherzogtum Hessen eine Ausstellung einheimischer Erzeugnisse abzuhalten. Die zunächst nur für Firmen aus dem Großherzogtum gedachte Leistungs-Schau wurde im Verlauf der Planungen auf die Rheinlande und letztendlich auf alle Staaten des Deutschen Zollvereins erweitert. Großherzog Ludwig II. von Hessen ... »Details
  5. 24. September 1842: Eine Neuausgabe eines bürgerlichen Kochbuchs des Gustav Lange Verlags erscheint in Darmstadt
    In dem Darmstädter „Frag- und Anzeigeblatt“ veröffentlicht der Verleger Gustav Lange (1812–1843) die neueste und erweiterte vierte Ausgabe des Kochbuchs „Supp‘, Gemüs‘ und Fleisch“ mit bürgerlichen Rezepten zu Speisen und Backwaren jeglicher Art. Ein weiteres Angebot umfasst neue Tanzkurse auf dem Karlshof von Lepître. Während in derselben Ausgabe der Kaufmann Blumenthal eine ... »Details
  6. 2. Januar 1843: Eröffnung einer Gold- und Silberscheideanstalt in Frankfurt
    In Frankfurt am Main eröffnet am 2. Januar 1843 Friedrich Ernst Rössler (1813–1883) eine private Edelmetallscheideanstalt. Der Sohn des Großherzoglich Hessischen Münzrats Johann Hector Rössler (1779–1863) war bereits seit 1838 für den Bau und die Einrichtung der neuen städtischen Münze eingestellt worden und wurde im Jahr 1841 zum Münzwardein (Münzprüfer) bestellt. 1860 konnte er ... »Details
  7. 28. Februar 1843: Generalversammlung des „Gewerbevereins für das Herzogtum Nassau“ in Wiesbaden
    Am 28. Februar 1843 tagt in Wiesbaden die erste Generalversammlung des „Gewerbevereins für das Herzogtum Nassau“. Ähnlich wie der bereits 1822 in Kassel im Rahmen der Neuordnung des Kurstaates gegründete Handels- und Gewerbeverein und der 1836 in Darmstadt entstandene „Gewerbeverein für das Großherzogtum Hessen“, hatte er vorrangig zum Ziel, Industrie und Handel zu fördern sowie ... »Details
  8. 19. April 1843: Ernst Elias Niebergall verstirbt in Darmstadt
    In Darmstadt erscheint im Jahr 1841 das zeitkritische Werk „Der Datterich“ von Ernst Elias Niebergall (1815–1843). Veröffentlich wurde die anonyme, biedermeierliche Lokalposse, welche im Darmstädter Dialekt verfasst wurde, in der Verlagsbuchhandlung Ludwig Pabst (1808–1889), doch war bekannt, dass Niebergall der Autor war. Benannt war der Datterich nach dem Kanzleigehilfen Friedrich ... »Details
  9. 26. April 1843: Versorgung von Waisen im Großherzogtum Hessen
    Die „Großherzoglich Hessische Landes-Waisen-Anstalt“ war im Großherzogtum Hessen für die Versorgung mittelloser Waisen zuständig. Deren Unterbringung erfolgte nicht in Waisenhäusern, sondern bei Pflegeeltern, die dafür ein Pflegegeld erhielten. Der Aufenthalt endete mit dem Tag der Konfirmation beziehungsweise Kommunion. Auch nach dieser Zeit sollte den Jugendlichen weiterhin geholfen ... »Details
  10. 27. April 1843: Verurteilung von Mitgliedern des Bundes der Geächteten
    Das Abschlussurteil beendet den bereits Ende des Jahres 1840 mit einer großangelegten Verhaftungsaktion der Bundeszentralbehörde eingeleiteten Prozess gegen den „hochverräterischen Bund der Geächteten“, der die frühere „Gesellschaft der Menschenrechte“ weitergeführt hatte. In Darmstadt werden elf Mitglieder, zumeist Handwerker, zu mehrjährigen zu Zuchthausstrafen verurteilt.(StH) ... »Details
  11. 24. Mai 1843: Philipp Hoffmann erhält den Auftrag zum Neubau der Bonifatiuskirche in Wiesbaden
    Nachdem der ab 1828 errichtete Vorgängerbau kurz vor seiner Vollendung im Februar 1831 eingestürzt war, beauftragt Herzog Adolf von Nassau (1817–1905) am 24. Mai 1843 den Wiesbadener Baumeister Philipp Hoffmann (1806–1889) mit dem Bau einer neuen Kirche am Luisenplatz.|Da erst noch Gelder zum Bau der Kirche gesammelt werden mussten, konnte die Grundsteinlegung erst am 5. Juni 1845 ... »Details
  12. 16. August 1843: Eröffnung des Spielsaals im neuen Kurhaus in Homburg vor der Höhe
    Nachdem man zu Beginn des Jahrhunderts mit dem Ludwigsbrunnen die erste mineralische Heilquelle in Homburg vor der Höhe entdeckt hatte, der später noch weitere folgen sollten (Elisabethenbrunnen, Kaiserbrunnen, Stahlbrunnen), bemühte man sich um den Ausbau des Kurwesens. Da das 1826 errichtet Kurhäuschen den gestiegenen Ansprüchen nicht genügte, plante man den Bau eines Kurhauses. Der ... »Details
  13. 20. September 1843: Hauptversammlung der Gustav-Adolf-Stiftung in Frankfurt
    Um die protestantischen Gemeinden in der Diaspora zu stützen, findet sich der „Evangelische Verein der Gustav-Adolf-Stiftung“ am 20. September 1843 zur ersten Hauptversammlung in Frankfurt am Main ein. ... »Details
  14. November 1843: Wilhelm Schulz veröffentlicht eine schriftliche Kritik an der hessischen Justiz in der Schweiz
    Aufgrund des Mitwirkens am „Hessischen Landboten“ wird der Pfarrer Friedrich Ludwig Weidig (1791–1837) am 24. April 1835 festgenommen. Wegen Hochverrats befand er sich im Darmstädter Arresthaus und nach zwei Jahren Haft, am Morgen des 23. Februar 1837, nahm er sich mit Schnitten an Pulsadern und Hals das Leben. Grund des Suizids sei das unmenschliche Verhör durch Konrad Georgi ... »Details
  15. 11. November 1843: Diskussion um den Eisenbahnbau
    Im Kurfürstentum Hessen entstanden seit den frühen 1830er Jahren verschiedene Vereinigungen, die sich für den Bau einer Eisenbahn einsetzten. Allerdings konnte über Jahre hinweg keine Einigkeit erzielt werden, so dass der Baubeginn der ersten kurhessischen Bahnstrecke, die von Kassel über Bebra nach Gerstungen führte, erst im Juli 1845 stattfand. Im südlichen Hessen wurde dagegen bereits ... »Details
  16. 14. November 1843: Ernennung von Hugo von Ritgen zum Professor für Baukunst an der Universität Gießen
    Seit 1838 bereits als außerordentlicher Professor an der großherzoglich-hessischen Landesuniversität Gießen tätig, wird der aus Westfalen stammende Architekt Hugo von Ritgen (1811–1889) am 14. November 1843 zum ordentlichen Professor für Baukunst berufen.|Bei Georg Moller (1784–1852) in Darmstadt ausgebildet, hatte er sich 1835 in Gießen im Baufach habilitiert. Als Architekt führte er ... »Details
  17. 17. Dezember 1843: Künstlerfest zu Ehren des Malers Anton Radl im Augsburger Hof
    Am 17. Dezember 1843 findet im Augsburger Hof in Frankfurt am Main ein Künstlerfest zu Ehren des seit 1794 in der Stadt ansässigen Malers und Kupferstechers Anton Radl (1774–1852) statt. Veranstaltet wird es von Frankfurter Bürgern und Kollegen – unter ihnen der Arzt Dr. Heinrich Hoffmann (1809–1894), der ein Jahr später den „Struwwelpeter“ dichtete, der Maler Moritz Daniel ... »Details
  18. 1844: Karikatur auf die Gegner des Eisenbahnbaus
    Die beiden Abgeordneten der kurhessischen Ständeversammlung Johann Wilhelm Bähr (1786-1854) und Carl von Ochs (1794-1846) standen dem Bau einer Eisenbahn im Kurfürstentum Hessen kritisch gegenüber. Während einer Debatte im Landtag äußerte Bähr die Besorgnis, dass die Eisenbahn „auf Kosten des Landes und armer Unterthanen“ erbaut würde. Es sei nicht leicht, ein solches Projekt zu ... »Details
  19. 1844: „Landgängerei“
    Die Armut vor allem in Mittelhessen, im Westerwald und Taunus zwang die Bevölkerung dazu, außerhalb ihrer Heimatdörfer Arbeit zu suchen. Diese sogenannten Landgänger betätigten sich oft als Musikanten, Besen- und Fliegenwedelhändler und reisten bis nach Russland, Skandinavien und Großbritannien, um dort Geld zu verdienen. Oftmals wurde der Handel mit Besen oder Fliegenwedeln nur ... »Details
  20. 27. Februar 1844: Gustav Kaupert erhält ein zweijähriges Reisestipendium für Italien
    Der an der Kasseler Akademie unter anderem bei Johann Christian Ruhl (1764–1842) und Johann Werner Henschel (1782–1850) ausgebildete Bildhauer Gustav Kaupert (1819–1897) erhält am 27. Februar 1844 die Zusage für ein zweijähriges Stipendium der Akademie für einen Studien-Aufenthalt in Italien. Nach einem kurzen Halt in München reist er entlang des Gardasees über Verona, Padua und ... »Details