Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 18. Mai 1848: Eröffnung der Nationalversammlung in Frankfurt
    Am 18. Mai 1848 traten die gewählten Abgeordneten zur Nationalversammlung zum ersten Mal in der Frankfurter Paulskirche zusammen. Ihre Aufgabe war die Schaffung einer Verfassung, die für das gesamte Deutsche Reich gelten sollte.  ... »Details
  2. Juni 1848: Kartendruck in Darmstadt stellt ein geeintes Hessen dar
    Im Juni des Jahres 1848 wird eine Karte in Darmstadt gedruckt, die die Gebiete Frankfurt, Hessen und Nassau als ein geeintes „Herzogtum Hessen“ im Sinne der baldigen „naturgegebenen Einteilung“ von Deutschland abbildet.(StH) ... »Details
  3. 14. Juni 1848: Versammlung hessischer Volksschullehrer aus dem Großherzogtum Hessen
    Am 14. Juni 1848 treffen sich hessische Volksschullehrer in Friedberg zur ersten Generalversammlung des hessischen Volksschullehrerstandes. Die Versammlung beschließt die Gründung des Hessischen Volksschullehrervereins. ... »Details
  4. 17. Juni 1848: Ende des ersten Deutschen Demokratenkongresses in Frankfurt
    Nach vier Tagen endet am 17. Juni 1848 der erste Deutsche Demokratenkongress in Frankfurt am Main. Kurz darauf demonstrieren Abgesandte von ca. 87 Arbeiter- und Demokratenvereine für eine demokratische Republik und gegen die konstitutionell beherrschte Nationalversammlung.(StH) ... »Details
  5. 18. Juni 1848: Einladung zu einer Volksversammlung in Butzbach
    Um ein möglichst großes Publikum zu erreichen, werden Einladungen zu Volksversammlungen oft über Annoncen in Zeitungen bekannt gegeben, so auch für eine Volksversammlung in Butzbach am 18. Juni 1848.  ... »Details
  6. 29. Juni 1848: Die erste Lokomotive für die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn von Henschel & Sohn in Kassel ausgeliefert
    Am 29. Juni 1848 liefert die Maschinenfabrik Henschel & Sohn in Kassel die erste Lokomotive für die Friedrich-Wilhelms-Nordbahn. 100 Pferde ziehen das schwere Gefährt auf einem Rollwagen vom Fabrikgelände aus durch die Stadt zu einem provisorischen Gleisanschluss.|Der Baumeister und Unternehmer Karl Anton Henschel (1780–1861) hatte 1833 in London den Eisenbahnbau studiert und in der Folge ... »Details
  7. 2. Juli 1848: Wald- und Jagdfrevel in Düdelsheim
    Wie in vielen ländlichen Gemeinden gibt es auch in Düdelsheim (Oberhessen) das Problem, dass die neuen Freiheiten in Bezug auf die Nutzung der Wälder ausgenutzt werden. Auf einer Gemeindeversammlung am 2. Juli 1848 wurden die Probleme angesprochen. Es wurde übermäßig viel gejagt und Holz geschlagen, auch wenn die so erworbenen Produkte oft minderwertig waren. Der Pfarrer Wilhelm Münch ... »Details
  8. 7. Juli 1848: Spenden für die Marine
    Die Krise in Schleswig-Holstein macht deutlich, dass Deutschland der Blockade deutscher Seestädte durch dänische Seestreitkräfte schutzlos ausgeliefert ist. Der Aufbau einer deutschen Flotte wurde daher zu einem wichtigen politischen Ziel. Im gesamten Reich erfolgten unzählige Spendenaktionen, deren Erlöse einer Reichsflotte zugutekommen sollten. ... »Details
  9. 9. Juli 1848: Fahnenweihe der Bürgerwehr in Homburg
    In der Zeitschrift „Didaskalia“ erscheint am 8. Juli 1848 die Ankündigung eines Festes, das am 9. Juli in Homburg vor der Höhe aus Anlass der Fahnenweihe der Bürgerwehr stattfinden soll. Die Fahne wurde von den „Jungfrauen“ der Stadt gestiftet. Der Bericht betonte die Bedeutung der Bürgerwehr für den Schutz der durch die Revolution erworbenen Rechte und zur Verteidigung des ... »Details
  10. 12. Juli 1848: Der Reichsverweser in Frankfurt
    Die Abgeordneten der Nationalversammlung wählten am 29. Juni 1848 Erzherzog Johann von Österreich (1782–1859) zum Reichsverweser. Er wurde damit das Oberhaupt der provisorischen Regierung, die die erste gesamtdeutsche Regierung bildete, und die bis zum Inkrafttreten der neuen Verfassung tätig sein sollte. Er ernannte zudem die Reichsminister. Der Erzherzog galt als volksnah, auch weil er mit ... »Details
  11. 28. August 1848: Judenverfolgung in Langenselbold
    Langenselbold gehörte wie Alsfeld, Camberg, Hofgeismar und Rimbach zu den Orten, in denen es 1848 Ausschreitungen gegen jüdischen Besitz oder Personen gab. Während aus anderen Gemeinden belegt ist, dass Bürgergarde oder Nachbarschaft einschritten, um den Plünderungen ein Ende zu bereiten, war dieses in Langenselbold nicht der Fall. Der Langendiebacher Lehrer J. Matthes vermutete einen ... »Details
  12. 31. August 1848: Die Bürgerwehr in Gießen
    Zu den „Märzforderungen“ zählte auch der Wunsch nach einer Volksbewaffnung. Volks- oder Bürgerwehren sollten dem Volk als der höchsten Staatsgewalt unterstehen und Offiziere frei gewählt werden dürfen. Damit standen die Volkswehren im Gegensatz zum Militär, das dem Monarchen unterstand. Zudem war bisher der Besitz von Waffen nur Soldaten, Adligen und Studenten erlaubt. ... »Details
  13. 10. September 1848: Offizielle Streckeneröffnung der Frankfurt-Hanauer-Eisenbahn
    Nachdem 1840 die Strecke der Taunus-Eisenbahn flussabwärts des Mains bis nach Wiesbaden erfolgreich fertiggestellt worden war, war man in Frankfurt am Main bestrebt, eine Strecke flussaufwärts anzulegen. 1844 konstituierte sich zu diesem Zweck die Frankfurt-Hanauer-Eisenbahngesellschaft unter Führung des Frankfurter Bankhauses Bethmann, die schon am 28. Juli 1844 die Konzession zum Bau der ... »Details
  14. 18. September 1848: Septemberunruhen in Frankfurt
    Im September 1848 kommt es in Frankfurt am Main zu einem Aufstand. Der Auslöser war die Ratifizierung des Waffenstillstands von Malmö durch Preußen, der den Schleswig-Holsteinischen Krieg beenden sollte, jedoch die deutsch-nationalen Ansprüche außer Acht ließ. Preußen hatte dabei die Nationalversammlung übergangen und nicht informiert. Diese lehnte die Annahme des Waffenstillstands ... »Details
  15. 18. September 1848: Ermordung der Abgeordneten Auerswald und Lichnowsky
    Während des Aufstandes in Frankfurt am 18. September 1848 werden die beiden Abgeordneten der Nationalversammlung Hans von Auerswald (geb. 1792) und Felix von Lichnowsky (geb. 1814) von Aufständischen getötet. Der Theologe Gustav Schlosser (1826–1890), der sich während der Unruhen in Frankfurt aufhielt, schilderte den Tod der beiden Abgeordneten, die sich vor ihren Verfolgern zunächst in ein ... »Details
  16. 27. September 1848: Reaktionen aus Weilburg auf die Septemberunruhen in Frankfurt
    Am 18. September 1848 kam es in Frankfurt am Main zu gewalttätigen Ausschreitungen, nachdem die Nationalversammlung für die Annahme des Waffenstillstands von Malmö gestimmt hatte. ... »Details
  17. Oktober 1848: Das erste Heft der Bildsatire „Thaten und Meinungen des Herrn Piepmeyer, Abgeordneten zur constituierenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Main“ erscheint
    Im Oktober 1848 erscheint in Frankfurt am Main im Verlag von Carl Jügel (1783–1869), der auch das „Album der deutschen Nationalversammlung“ mit Fotografien der Abgeordneten herausgab, das erste Heft der Bildergeschichte „Thaten und Meinungen des Herrn Piepmeyer, Abgeordneten zur constituirenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Mayn“, gezeichnet von Adolph Schrödter (1805–1875) und ... »Details
  18. 5. Oktober 1848: Ankündigung der Herausgabe des „Albums der deutschen Nationalversammlung“
    Am 5. Oktober 1848 kündigen der Verleger Carl Jügel (1783–1869) und der Fotograf Jacob Seib (1812–1883) in Frankfurt am Main die Herausgabe eines „Albums der deutschen Nationalversammlung“ mit in lithografierten Porträts der Abgeordneten der seit dem 18. Mai in der Paulskirche tagenden Versammlung an. Sie beabsichtigten, „ein historisches Denkmal zu stiften nicht bloß dieser ... »Details
  19. 13. Oktober 1848: Erste kurhessische Lehrerversammlung (Landesschulsynode) in Kassel
    Die erste kurhessische Lehrerversammlung findet am 13. und 14. Oktober in Kassel statt. Alle 21 Kreisschulsynoden senden Vertreter nach Kassel, um über die Zukunft des kurhessischen Bildungswesens zu beraten. Beschlossen wird der Anschluss an den Allgemeinen deutschen Lehrerverein und eine Adresse an die Nationalversammlung in Frankfurt am Main. Als zentrale Forderungen werden formuliert: Alle ... »Details
  20. 16.-19. Oktober 1848: Erster deutscher Volksschullehrerkongress in Frankfurt
    In Frankfurt am Main tagt vom 16. bis 19. Oktober 1848 der erste deutsche Volksschullehrerkongress. Die Deputierten wollen die Grundzüge eines Schulgesetzes für ganz Deutschland entwerfen, in dem unter anderem die Trennung von Kirche und Staat fest verankert werden soll.(RKr) ... »Details
  21. 28. Oktober 1848: Gesuch von Hanauer Goldarbeitergehilfen um finanzielle Unterstützung zur Auswanderung
    Missernten in den Jahren 1845 und 1846 aufgrund schlechter Witterung und der Kartoffelfäule führten zu massiven Preissteigerungen und Lebensmittelknappheit. Die daraus resultierende Beschränkung der Ausgaben für Konsumartikel führte in Hanau vor allem in der Schmuckindustrie zu großen Problemen. Zwischen 1845 und 1847 verlor fast die Hälfte der dort Beschäftigten ihre Arbeit. ... »Details
  22. November 1848: Erinnerungsfeier für Robert Blum
    Nachdem am 9. November 1848 der Abgeordnete der Frankfurter Nationalversammlung Robert Blum (1807-1848) bei Wien zum Tode verurteilt und erschossen wurde, setzte ein regelrechter „Blum-Kult“ ein. Blum, der in Wien den dortigen Revolutionären eine Grußbotschaft der Nationalversammlung überbringen wollte und sich aktiv an den Kämpfen beteiligt hatte, die schließlich von den kaiserlichen ... »Details
  23. 18. Dezember 1848: Inkrafttreten des nassauischen Armenpflegeediktes
    Mit dem Edikt im Revolutionsjahr 1848 organisiert das Herzogtum Nassau die Armenpflege neu. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Heimatgemeinden der Menschen für die Armenfürsorge zuständig, die im Krankheitsfall ohne Einkommen waren, wie Dienstboten, Handwerksgesellen, Fabrikarbeiter, Tagelöhner, Gewerbegehilfe, für die sich der Begriff der „labouring poor“ etabliert. Das ... »Details
  24. 18. Dezember 1848: Staatliche Armenpflege im Herzogtum Nassau
    Vor dem Hintergrund der Einführung der kommunalen Selbstverwaltung im Herzogtum Nassau, die den Gemeinden das Recht gab, ihre Angelegenheiten eigenverantwortlich zu regeln, wurde im Dezember 1848 ein neues Gesetz zur Armenpflege erlassen. Bereits vorher hatte es Stimmen gegeben, die die Armenpflege bevorzugt durch die lokalen Behörden organisiert sehen wollten. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die ... »Details
  25. Winter 1848: Der Frauen-Turnverein in Frankfurt
    Turnvereine spielten eine große Rolle innerhalb der nationalen Bewegung und hatten oft eine politische Ausrichtung, sie waren aber Männern vorbehalten. Eine Ausnahme bildete der Frankfurter Frauenturnverein, der im Winter 1848 gegründet wurde. Ziel des Vereins war auch, die Gleichstellung mit den Männern zu erlangen; die Frauen ergriffen nach eigener Aussage „muthig die Waffen gegen die ... »Details
  26. 1849: Eisenbahnbrücke über die Bauna in Guntershausen fertiggestellt
    1844 war in Kassel eine Aktiengesellschaft gegründet worden, die den Bau der ersten kurhessischen Eisenbahnstrecke, der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn, finanzieren sollte.|Die Strecke folgte von Kassel aus zunächst der Fulda, die sie bei Guntershausen überquerte. Die dreizehnbogige Brücke über den Fluss und das Tal mit einer Spannweite von 238 m stellte seinerzeit eine große Herausforderung ... »Details
  27. 9. Januar 1849: Gründung des Zentralausschusses für die Innere Mission
    Auf dem ersten Evangelischen Kirchentag in Wittenberg fordert Johann Hinrich Wichern (1808–1881) die evangelischen Kirchen auf, sich den sozialen Herausforderungen der Zeit zu stellen. Er löst damit eine Veränderung des Konzepts der Inneren Mission aus, das bisher von einzelnen Personen und Einzelmaßnahmen geprägt war und vorrangig die Festigung des Glaubens erstrebte. Die Kirchen sollen nun ... »Details
  28. 26. Februar 1849: Moritz Carriére wird außerordentlicher Professor der Philosophie an der Universität Gießen
    Der aus eine Hugenottenfamilie stammende Sohn eines solmsischen Rentamtmanns Moritz Carrière (1817–1895) wird am 26. Februar 1849 zum außerordentlichen Professor an der Universität Gießen ernannt. Nach seinem Studium in Gießen, Göttingen und Berlin hatte er sich 1843 in Philosophie habilitiert und anschließend eine Tätigkeit als Privatdozent in Gießen aufgenommen. 1847 gehörte er dort ... »Details
  29. Frühjahr 1849: Märzverein und Bürgerwehr in Düdelsheim
    In Düdelsheim (Oberhessen) entstand 1849 ein sogenannter Märzverein, der dafür eintrat, dass die im März 1848 gemachten Zusagen umgesetzt wurden. In einer Petition an die Frankfurter Nationalversammlung drückten die Mitglieder „Erstaunen und Unwillen“ darüber aus, dass die Reichsverfassung nicht in allen Staaten angenommen wurde. Als es im Mai 1849 in Teilen Deutschlands zu Aufständen ... »Details
  30. 21. April 1849: Der Mediziner und Naturforscher Ernst Dieffenbach wird Privatdozent an der Universität Gießen
    Da sich Ernst Dieffenbach (1811–1855) während seiner Studienzeit in Gießen der Demokratiebewegung der Burschenschaften angeschlossen hatte, hatte er 1833 aus Deutschland fliehen müssen. Nach dem Abschluss seines Medizinstudiums in Zürich und einem Gefängnisaufenthalt ging er 1836 nach London, wo er erste medizinische Publikationen vorlegte. Im Frühjahr 1839 wurde er von der New Zealand ... »Details