Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Hesse in the 19th and 20th Centuries
- 1900
- 1910
- 1920
- 1930
- 1940
- 1950
- 1960
- 1970
- 1980
- 1990
- 2000
- 10. März 1848: Petition der Gemeinde Krumbach
Die Revolution von 1848 war nicht nur ein städtisches Ereignis, sie ereignete sich in gleichem Maße in den ländlichen Gemeinden. Auch diese stellten Forderungen an die Regierung, wobei es sich oftmals nicht um politische Ziele, sondern konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der eigenen Lebensumstände handelte. Solche Forderungen sind beispielsweise aus Düdelsheim und Langendiebach bekannt. ... »Details - 11. März 1848: Religionsfreiheit im Kurfürstentum Hessen
Am 11. März 1848 gewährt Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) im Kurfürstentum Hessen „vollständige Religions- und Gewissensfreiheit und deren Ausübung“. Am 29. Oktober 1848 folgt das Gesetz, dass die „Ausübung aller bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte, insbesondere die Bekleidung von Staats- und Gemeindeämtern“ unabhängig vom Glaubensbekenntnis sei. Für die ... »Details - 11. März 1848: Der Kurfürst gibt den Hanauer Forderungen nach
Am 11. März 1848 lenkt Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen (1802–1875) ein und gewährte die geforderten Freiheiten. Er sagt zu, die Ministerien mit Männern zu besetzen, die das „Vertrauen des Volks“ besitzen. Pressefreiheit, eine Amnestie für politische Vergehen, Religions- und Gewissensfreiheit waren weitere wichtige Punkte, die ab sofort gelten sollten. In Hanau stieß die ... »Details - 12. März 1848: Ausschreitungen in Alsfeld
Am 12. März 1848 kam es in Alsfeld zu Ausschreitungen, die sich vor allem gegen jüdische Bewohner der Stadt richteten. Ähnliche Vorkommnisse gab es auch in Camberg, Hofgeismar, Langenselbold und Rimbach. Bereits in den Tagen zuvor gab es Androhungen von Gewalttätigkeiten gegen Behörden, weshalb die Schaffung einer Bürgergarde gefordert wurde. Kreisrat Fuhr beschrieb in einem Bericht an das ... »Details - 12. März 1848: Dankesschreiben der Marburger Bürgerschaft an Kurfürst Friedrich Wilhelm I.
Nach ersten Zugeständnissen des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) wendet sich die Marburger Bürgerschaft mit einem Schreiben an ihn. Sie bedankte sich für die bereits gewährten Freiheiten, die ihrer Meinung nach zu einem engeren Bund zwischen dem Fürsten und dem Volk führen würden. Gleichzeitig forderten sie den Kurfürsten auf, noch weitere Zugeständnisse zu machen. Dabei ... »Details - 13. März 1848: Unruhen in der Herrschaft Tann
In der Herrschaft Tann, die seit 1814 zum Königreich Bayern gehörte, kam es im März 1848 zu Unruhen. Die Bevölkerung forderte die „Aufhebung des Feudalwesens“. Als sich die Bewohner der umliegenden Dörfer mit Knüppeln bewaffnet zum Schloss begaben, wurden „im Drange der Umstände“ ihre Forderungen gewährt. Darüber hinaus gab es Ausschreitungen gegen einen Bäcker und einen ... »Details - 16. März 1848: Unruhen in der Herrschaft Solms-Braunfels
Die Landgemeinden der Standesherrschaft Solms-Braunfels stellen auf einer Volksversammlung am 16. März 1848 in Wetzlar Forderungen an Fürst Ferdinand zu Solms-Braunfels (1797–1873). Dieser macht jedoch nicht die erhofften Zusagen und will einige Punkte neu verhandeln. Die Landbevölkerung beschloss daraufhin, nicht nur eine Delegation zum Fürsten zu schicken, sondern mindestens ein Mitglied ... »Details - 18. März 1848: Die Sicherheitsgarde in Camberg
In einem Brief vom 18. März 1848 schreibt Moritz Lieber (1790–1860), selbst aktiv als Zugführer in der Camberger Bürgerwehr, seinem Sohn Gisbert von Unruhen in Camberg, die sich in den ersten Märztagen 1848 ereignet hatten. ... »Details - 23. März 1848: Aufruf des Centralvereins für religiöse Freiheit in Limburg
Im Frühjahr des Revolutionsjahres bilden katholische Bürger in Limburg an der Lahn einen Centralverein, und stellen politische Forderungen. Sie rufen nach uneingeschränkter Durchsetzung der Religionsfreiheit und setzen sich für politische Mitbestimmung der katholischen Bevölkerung ein. Aufgefordert wird zur Bildung von politischen Vereinen in den Städten und kleineren Orten im Bistum ... »Details - 25. März 1848: Die Stürmung des Schlosses in Lauterbach
Lauterbach gehörte bis 1806 zur Herrschaft Riedesel, aber auch nach dem Übergang an das Großherzogtum Hessen blieben wesentliche Rechte der Herren von Riedesel bestehen. Das hatte zur Folge, dass Steuern und Abgaben nicht nur an das Land, sondern auch an die alten Standesherren gezahlt werden mussten. Die Landbevölkerung fühlte sich entsprechend ungerecht behandelt und stellte im März 1848 ... »Details - 31. März 1848: Straßenschlachten in Frankfurt
Am 31. März 1848 entwickeln sich Straßenschlachten durch radikale Republikaner des „Vorparlaments“ in Frankfurt am Main.(StH) ... »Details - 31. März 1848: Das Vorparlament
Die Einberufung einer deutschen Nationalversammlung war ein wichtiger Punkt der Märzforderungen. In Heidelberg hatten Anhänger der Revolution beschlossen, „Vertrauensmänner“ einzuladen, die in Frankfurt am Main zu einem Vorparlament zusammenkommen sollten, um Wahlen für die Nationalversammlung vorzubereiten. Das Vorparlament tagte vom 31. März bis zum 4. April 1848 in der Paulskirche. ... »Details - April 1848: Fest der Bürgergarden in Kassel
Neben der Aufgabe, für Recht und Ordnung innerhalb der Gemeinden zu sorgen, hatten die Bürgerwehren auch eine soziale Funktion. Im April 1848 fand in Kassel ein Treffen der Bürgergarden statt, an dem auch die Bürgergarde aus Hofgeismar teilnahm. Das Fest diente der allgemeinen Unterhaltung und endete mit einer gemeinsamen Parade.(StF) ... »Details - 2. April 1848: Unruhen im Rheingau
Anfang April 1848 kommt es im Rheingau zu Unruhen, als sich einheimischen Schiffer sich gegen den Einsatz von Dampfschiffen wehren. Sie fordern die „Zerstörung aller Dampfschiffe, aller Eisenbahnen, aller Maschinen“, die sie als Konkurrenz und Bedrohung ihrer Einkommensmöglichkeiten ansehen. Die Bewohner von Rüdesheim und Geisenheim stellen sich ihnen entgegen, fürchten jedoch ihre ... »Details - 3. April 1848: Offizielle Eröffnung der ersten Strecke der Carlsbahn
Die Carlsbahn, eine Eisenbahnstrecke zwischen Hümme und Bad Karlshafen, wird als Teil der ersten Strecke der Friedrich-Wilhelms-Nordbahngesellschaft angelegt. ... »Details - 4. April 1848: Politische Parteien in Wiesbaden
Anhänger der unterschiedlichen politischen Strömungen organisieren sich in Vereinen oder Gesellschaften und bilden damit die Vorgänger der Parteien im heutigen Sinn. Gegensätze bestanden vor allem zwischen den Republikanern, die für eine Abschaffung der Monarchie eintraten, und den Anhängern der Monarchie. In Wiesbaden entstand das „Comité der Republikanischen Gesellschaft“, das am 4. ... »Details - 9. April 1848: Die „Garde du Corps-Nacht“ in Kassel
In der Nacht vom 9. auf den 10. April 1848 kommt es zu blutigen Ausschreitungen in Kassel. Als dem Generaladjutanten Wilhelm Rüppel von Helmschwerdt (1791–1867) eine Katzenmusik – eine lärmende Musik, die als politische Demonstration galt – gebracht werden sollte, ging das Regiment Garde du Corps plötzlich mit gezogenen Degen auf die unbewaffneten Menschen los. Diese konnten die Angreifer ... »Details - 9. April 1848: Volksversammlung in Reisen
Am 9. April 1848 findet eine Volksversammlung in Reisen statt. Hintergrund sind Auseinandersetzungen zwischen radikalen Demokraten, die die Schaffung einer Republik wünschen, und liberalen Kräften, die für eine konstitutionelle Monarchie eintreten. Im Vorfeld der Versammlung machten Gerüchte die Runde, dass bewaffnete Republikaner aus Baden teilnehmen wollten, um mit Nachdruck ihre Position zu ... »Details - 12. April 1848: Volksversammlung in Langenselbold
Am 12. April 1848 findet in Langenselbold eine Volksversammlung statt, zu der sich zahlreiche Teilnehmer auch aus den umliegenden Orten treffen. Ähnliche Versammlungen gab es auch in Butzbach, Dillenburg, Frankfurt am Main, Ober-Laudenbach, Offenbach am Main und Reisen. Dass die Redner aus den größeren Städten kamen – in diesem Fall aus Hanau – war nicht außergewöhnlich, da es dort in ... »Details - 14. April 1848: Ausschreitungen in Arolsen
Am 14. April 1848 kommt es in Arolsen zu Ausschreitungen. Bereits für den Vortrag waren Demonstrationen in der Stadt angekündigt, weshalb Militär und Bürgerwehr in Bereitschaft standen. Am 14. April treffen bis zu 800 Bauern aus der Umgebung in der Stadt ein, am Nachmittag kommt es zu Angriffen auf Beamte und deren Häuser. Carl Wilhelm von Stockhausen (1804–1889), Direktor der waldeckischen ... »Details - 14. April 1848: Forderungen der Darmstädter Dienstmädchen
Neben politischen Vereinen wie dem republikanischen Verein in Gießen oder der Gesellschaft der reinen Republikaner in Marburg entstehen 1848 auch Vereine, die die Interessen einzelner Berufsgruppen vertreten. Dazu gehören auch die Dienstmädchen. Mit dem Datum vom 14. April 1848 erscheint in der „Darmstädter Zeitung“ ein Gedicht unter dem Titel „Erwiederung von Mädchen“, in dem diese ... »Details - 18. April 1848: Die Marburger Kandidaten für die Nationalversammlung
Die Wahlen zur Nationalversammlung finden im Kurfürstentum Hessen am 18. April 1848 statt (in Frankfurt am 25. April, im zum Großherzogtum Hessen gehörenden Alsfeld am 15. Mai). Aus dem Wahlkreis Marburg, der Marburg, Fronhausen, Treis an der Lumbda, Wetter, Frankenberg, Frankenau, Rosenthal, Kirchhain und Amöneburg umfasst, wird ein Kandidat nach Frankfurt geschickt. Es stellten sich ... »Details - 25. April 1848: Wahlen zur Nationalversammlung in Frankfurt
Die Wahlen zur Nationalversammlung fanden in den einzelnen deutschen Staaten im März und April 1848 auf der Grundlage eines neu geschaffenen Bundeswahlgesetzes statt. Wahlberechtigt war jeder männliche, volljährige und selbstständige Staatsangehörige. Die Durchführung der Wahlen lag in der Verantwortung der Einzelstaaten, die die Vorgaben des Wahlgesetzes unterschiedlich auslegten. Das ... »Details - Mai 1848 - Dezember 1848: Der Ruf nach Kolonien während der Revolution von 1848
In den 1840er Jahren führten Missernten zu großen Preissteigerungen und einem Anstieg der Armut. Das Kurfürstentum Hessen war von der Hungersnot 1846/47 besonders stark betroffen. Viele Menschen sahen in der Auswanderung eine Möglichkeit, den schlechten Lebens- und Arbeitsbedingungen zu entgehen, wie die Beispiele aus Wernings oder Hanau zeigen. Es kamen daher Stimmen auf, die eine staatliche ... »Details - 5. Mai 1848: Clothilde Koch-Gontard beginnt mit ihrem Tagebuch zur Nationalversammlung
Die aus der alteingesessenen Frankfurter Kaufmannsfamilie Gontard stammende, sehr gebildete und politisch interessierte Clothilde Koch-Gontard (1813–1869) beginnt am 5. Mai 1848 ihr Tagebuch, mit dem sie die politischen Ereignisse rund um die am 18. Mai 1848 eröffnete deutsche Nationalversammlung in Frankfurt protokolliert. Darin schildert sie insbesondere das Geschehen in der Paulskirche, ... »Details - 6. Mai 1848: Petition Wiesbadener Schüler
Die im Zuge der Revolution 1848 gestellten Forderungen (beispielsweise in Alsfeld, Bad Arolsen, Gießen, Hanau, Offenbach am Main oder Wiesbaden) beschränkten sich nicht nur auf politische Ziele. Die Nassauer Chronik Wilhelm Riehls (1823–1897) enthält einen kurzen Hinweis auf eine Petition Wiesbadener Gymnasiasten vom Mai 1848, die Änderungen im Schulsystem forderten. Ein ausführlicher ... »Details - 15. Mai 1848: Wahlen zur Nationalversammlung in Alsfeld
Die Wahlen zur Nationalversammlung im Frühjahr 1848 finden nach unterschiedlichen Regelungen statt. Während im Kurfürstentum Hessen und in der Freien Stadt Frankfurt die wahlberechtigten Männer den Kandidaten direkt bestimmen, wählen sie im Großherzogtum Hessen Wahlmänner, die wiederum den eigentlichen Abgeordneten wählten. ... »Details - 17. Mai 1848: Wahlen zur Nationalversammlung in Düdelsheim
Wie es auch in vielen anderen Orten üblich war, gab es in Düdelsheim (Oberhessen) am Vorabend der Eröffnung der Nationalversammlung am 18. Mai 1848 ein Freudenfeuer, das allerdings von „bösen Buben“ zu früh angezündet wurde. ... »Details - 17. Mai 1848: Reaktionen auf die Eröffnung der Nationalversammlung
Die Eröffnung der Deutschen Nationalversammlung in Frankfurt am 18. Mai 1848 führt in vielen Orten zu Beifallsbekundungen. In Langendiebach und den umliegenden Ortschaften wird aus diesem Anlass am Vorabend Freudenfeuer veranstaltet.(StF) ... »Details - 18. Mai 1848: Eröffnung der Nationalversammlung in Frankfurt
Die 330 gewählten Abgeordneten der ersten gesamtdeutschen Nationalversammlung ziehen am 18. Mai 1848 in die Paulskirche in Frankfurt am Main ein. Die gemäßigt-liberalen Vertreter gruppieren sich überwiegend um Heinrich von Gagern (1799–1880), der am 19. Mai zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt wird. Zu den Liberalen gehören auch sein Bruder Maximilian von Gagern (1810–1889), ... »Details
