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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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Gustav Kaupert erhält ein zweijähriges Reisestipendium für Italien, 27. Februar 1844

Der an der Kasseler Akademie unter anderem bei Johann Christian Ruhl (1764–1842) und Johann Werner Henschel (1782–1850) ausgebildete Bildhauer Gustav Kaupert (1819–1897) erhält am 27. Februar 1844 die Zusage für ein zweijähriges Stipendium der Akademie für einen Studien-Aufenthalt in Italien. Nach einem kurzen Halt in München reist er entlang des Gardasees über Verona, Padua und Venedig in den Süden. Es folgten Aufenthalte in Ferrara, Bologna, Florenz und Perugia, wie sein erhaltener Reisebericht belegt.1 Als Mitglied der Künstlerkolonie der „Deutschrömer“ lebte und arbeitete er in Rom bis 1867.

1851 gewann er mit seinem Relief „Bethlehemitischer Kindermord“ den Preis der renommierten Accademia di San Luca in Rom. Daraufhin engagierte ihn der amerikanische Bildhauer Thomas Crawford (1814–1857) für Auftragsarbeiten in den USA, an denen Kaupert von Rom aus maßgeblich mitarbeitete, unter anderem am Georg-Washington-Denkmal für Richmond und an der Kolossalstatue der Freiheit auf der Kuppel des Kapitols in Washington.

1866 wurde er nach Frankfurt am Main an das Städelsche Kunstinstitut berufen und leitet dort ab 1867 die Bildhauerklasse. Zudem beteiligte er sich mehrfach an der Ausgestaltung einiger bedeutender Neubauten, zum Beispiel am Städel-Neubau am Untermainkai, der Börse und dem großen Opernhaus.
(UH)


  1. Vgl. StadtA KS Best. C 83 Nr. 3: Bericht Kauperts über seine Reise nach Rom für die Akademie in Kassel (16.2.1846).
Records
Additional Information
Recommended Citation
„Gustav Kaupert erhält ein zweijähriges Reisestipendium für Italien, 27. Februar 1844“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/6330> (Stand: 30.9.2025)
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