Synagogen in Hessen
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- Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 10. Grossenlinden
Hoch-Weisel
- Gemeinde Butzbach, Wetteraukreis — Von Susanne Gerschlauer
- Basic Data ↑
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Juden belegt seit
Mitte 17. Jahrhundert
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Location
35510 Butzbach, Ortsteil Hoch-Weisel
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Rabbinat
Oberhessen
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religiöse Ausrichtung
orthodox
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preserved
nein
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Gedenktafel vorhanden
nein
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Weitere Informationen zum Standort
- History ↑
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Die Ortsherren waren bis 1479 unterschiedliche Adelsgeschlechter (von Münzenberg, von Falkenstein, von Eppstein und die Grafen von Katzenelnbogen). Danach war der Ort im Besitz der hessischen Grafen.
In Hoch-Weisel lebten vermutlich bereits vor 1648 Juden, doch ist das genaue Gründungsjahr einer jüdischen Gemeinde bislang nicht bekannt. Sie muss allerdings bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts bestanden haben, denn bis zum frühen 19. Jahrhundert gehörten neben den Ostheimer Juden auch die jüdischen Butzbacher der orthodoxen jüdischen Gemeinde in Hoch-Weisel an und besuchten hier, bis zur Gründung einer eigenen Gemeinde 1848, die Gottesdienste in der Synagoge.
Die Auflösung der Religionsgemeinde muss bereits im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts erfolgt sein. Archivalien verweisen auf ein Abbrechen ihrer geschäftlichen Tätigkeit im Jahr 1889; die Versteigerung des Inventars erfolgte aber erst 1901. Seit 1918 besuchten die jüdischen Einwohner von Hoch-Weisel den Gottesdienst in Butzbach, zu deren Religionsgemeinde sie vermutlich auch zählten.1 1830 lebten in Hoch-Weisel 34 Juden, 1905 noch fünf.2
- Betsaal / Synagoge ↑
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Vermutlich befand sich ein als Synagoge genutztes Gebäude in der ehemaligen Judengasse von Hoch-Weisel. An welchem Ort genau sich das Haus oder die Betstube befunden hat, ist bisher nicht bekannt. Nach Auflösung der jüdischen Gemeinde wurde das Inventar versteigert. Dabei wurden vier Thorarollen, acht Bänke und alle Gottesdienstgegenstände für den 1.2.1901 zum Kauf angeboten.3
- Weitere Einrichtungen ↑
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Cemetery
Oberhalb von Hoch-Weisel, in einer Mulde gelegen, befindet sich der jüdische Friedhof. Die Angehörigen der jüdischen Gemeinde (mit Butzbach, Fauerbach v. d. Höhe und Ostheim) wurden hier beerdigt. Der Friedhof hatte eine Fläche von 2.218 Quadratmetern.
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Grabstätten
- References ↑
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Weblinks
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Bibliography
- Altaras, Thea: Synagogen und jüdische Rituelle Tauchbäder in Hessen – Was geschah seit 1945? Königstein im Taunus 2007
- Arnsberg, Paul: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang. Untergang. Neubeginn, 2 Bde. Frankfurt a.M. 1971/1972; hier: Band 1
- Battenberg, Friedrich u.a. (Bearb.): Vor 50 Jahren brannten die Synagogen. Aus sieben Jahrhunderten jüdischen Lebens in Butzbach und Umgebung. Begleitheft zur Sonderausstellung des Stadtarchivs und Museums der Stadt Butzbach. Butzbach 1988
- Becker, Gerd / Wolf, Dieter: Neues zur Hoch-Weiseler Synagoge. In. Butzbacher Geschichtsblätter 358 (2020), S. 37-40
- Becker, Gerd / Wolf, Dieter: Neues zur Hoch-Weiseler Synagoge (Fortsetzung). In. Butzbacher Geschichtsblätter 359 (2021), S. 41-42
- Gerschlauer, Susanne: Synagogen. In: Kirchen und Synagogen in den Dörfern der Wetterau. Hrsg. von Ulrich Schütte. Friedberg 2004 (= Wetterauer Geschichtsblätter Nr. 53), S. 289–326
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Illustrations
- Hoch-Weisel im modernen Orthofoto (644-L-10)
- Indices ↑
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Persons
Münzenberg, Herren von · Falkenstein, Herren von · Eppstein, Herren von · Katzenelnbogen, Grafen von · Hessen, Grafen von
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Places
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Sachbegriffe Ausstattung
- Fußnoten ↑
- Recommended Citation ↑
- „Hoch-Weisel (Wetteraukreis)“, in: Synagogen in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/purl/resolve/subject/syn/id/644> (Stand: 8.6.2025)


